Kraftfahrtversicherung 2026: Gewinner, Verlierer und die Trends der Zukunft
Heute ist der 22.06.2026 und es gibt Neuigkeiten aus der Welt der Kraftfahrtversicherungen, die für manche Anbieter Grund zur Freude und für andere eher zum Verdruss sind. Die aktuelle Studie „Branchenmonitor 2025: Kraftfahrtversicherung“ von V.E.R.S. Leipzig hat über den Zeitraum von 2019 bis 2024 hinweg eine Reihe von Entwicklungen im deutschen Markt aufgezeigt. Insgesamt konnte ein Wachstum von 19,57 Milliarden Euro verzeichnet werden – das entspricht einem Anstieg um ein Sechstel! Das ist doch mal eine Ansage!
Insgesamt wurden 50 große Anbieter analysiert, die zusammen rund 87 % des Marktes abdecken. Unter diesen Giganten hat sich Huk24 als der klare Gewinner herauskristallisiert, mit einem beeindruckenden Zuwachs im Prämienvolumen in der Kfz-Haftpflicht von über 675 Millionen Euro. Hut ab! Auf der anderen Seite hat die Axa Versicherung AG mit einem Rückgang von fast einem Fünfzehntel (unter 778 Millionen Euro) eine bittere Pille schlucken müssen und fiel vom vierten auf den sechsten Platz in der Umsatzrangliste. Dreimal in Folge Rückgänge? Das ist schon eine echte Herausforderung!
Marktentwicklung und Trends
Die Zahlen zeigen auch, dass die Huk-Coburg VVaG und die R+V Allgemeine Versicherung AG unter dem Marktdurchschnitt gewachsen sind. Während die Huk-Coburg auf 837 Millionen Euro kam, war die R+V mit knapp 740 Millionen Euro nicht weit dahinter. In den Jahren 2021 und 2022 war die „rote Null“ bei R+V ein ständiger Begleiter. Auf der anderen Seite sehen wir bei der Allianz Versicherungs-AG ein beeindruckendes Plus von 16,7 % auf 2.209 Millionen Euro! Das ist wirklich bemerkenswert.
Ein weiterer Lichtblick ist die VHV Allgemeine Versicherung AG mit einem Plus von 19 % auf 1.016,5 Millionen Euro und der LVM Landwirtschaftlicher Versicherungsverein Münster a.G., der sogar um 23 % auf 928 Millionen Euro zulegte. Auch die Huk-Coburg-Allgemeine Versicherung AG hat sich mit einem Wachstum von 16 % auf 1.532 Millionen Euro ordentlich geschlagen. Und das ist noch nicht alles – die DEVK Allgemeine Versicherungs-AG konnte ebenfalls ein Plus von 23 % auf 687,5 Millionen Euro verzeichnen! Das sind einige echte Erfolgsgeschichten.
Was erwartet uns 2026?
Der deutsche Kfz-Versicherungsmarkt gehört zu den größten in Europa, und die Bruttoprämien stiegen 2025 um 13,4 % auf rund 38,6 Milliarden Euro, was einen historischen Höchstwert darstellt. Es scheint, als hätten wir uns von den Verlustjahren 2022 bis 2024 erholt, wobei steigende Reparatur- und Mietwagenkosten sowie Inflationsanpassungen eine Rolle gespielt haben. Allerdings ist die Schaden-Kosten-Quote auf unter 100 % gesunken – konkret liegt sie bei 96 % der Beitragseinnahmen.
Die Marktkonzentration nimmt zu, und weniger Anbieter haben mittlerweile größere Marktanteile. In der Wechselsaison 2025/26 wurden 1,7 Millionen Kfz-Verträge umgedeckt, wobei 1,5 Millionen den Anbieter gewechselt haben. Fünf Anbieter – ADAC, Allianz, AXA, HUK24 und HUK-Coburg – vereinen in diesem Jahr stolze 48 % aller Neuabschlüsse. Direktversicherer gewinnen ebenfalls Marktanteile und machen bereits 30 % des Neugeschäfts aus.
Die Typklassen wurden neu bewertet, und das hat erhebliche Auswirkungen auf die Prämien. So sind einige Modelle, wie der Mercedes-Benz GLC, bis zu 30 % günstiger geworden, während der Lynk 01 sogar bis zu 39 % günstiger ist. Das ist eine spannende Entwicklung für alle, die auf der Suche nach einer neuen Versicherung sind!
Die Marktentwicklung für 2026 wird vom GDV als niedrig, aber positiv eingeschätzt. Der Wettbewerb bleibt intensiv, und die durchschnittliche Ersparnis durch einen Wechsel liegt bei etwa 139 Euro pro Jahr – das ist ein Grund mehr, sich die verschiedenen Angebote anzuschauen! Am besten nutzt man Vergleichsportale, besonders bei veränderten Typklassen oder erhöhten Beiträgen. Schließlich möchte man ja nicht mehr zahlen, als nötig.
