Die Kfz-Versicherung hat sich 2024 auf die Schaufel genommen und versucht, die historischen Verluste aus dem Vorjahr zu kompensieren. Ja, die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Die gebuchten Bruttoprämien der 50 größten Versicherer stiegen um satte 11,8 % auf durchschnittlich 609,73 Millionen Euro pro Unternehmen. Das ist schon ein ordentliches Plus, wenn man bedenkt, dass die durchschnittliche Prämie je Vertrag von 253,76 Euro auf 275,49 Euro kletterte. Einige von uns könnten jetzt denken, dass die Versicherungsmathematik ein wenig verrückt ist, aber hey, das ist das Geschäft!

Doch es gibt auch Schattenseiten. Die Schadenaufwendungen sind ebenfalls gestiegen, und zwar um 2,6 %. Das klingt nicht viel, doch nach einem Anstieg von 16,9 % im Vorjahr ist das eher ein Tropfen auf den heißen Stein. Die durchschnittliche Schaden-Kosten-Quote (Combined Ratio) hat sich zwar von 112,2 % auf 106,6 % verbessert, bleibt jedoch weiterhin über der Kostendeckung. Das heißt im Klartext: Die Versicherer müssen weiterhin aufpassen, dass sie nicht ins Wanken geraten. Elf Versicherer konnten eine Combined Ratio von unter 100 % erreichen, was einen kleinen Lichtblick darstellt, aber es bleibt abzuwarten, ob das nachhaltig ist.

Die schlimmsten Schaden-Kosten-Quoten

Ein Blick auf die konkreten Zahlen macht deutlich, welche Anbieter in der Kfz-Versicherung besonders straucheln. Die Baloise Sachversicherung führt die Liste mit einer Combined Ratio von 113,50 % an, gefolgt von der Alten Leipziger mit 113,73 %. Hier wird klar, dass einige Versicherer echte Schwierigkeiten haben, ihre Kosten zu decken. Die größte Herausforderung scheinen die hohen Schadenaufwendungen zu sein, die je Vertrag von 194,16 Euro (2019) auf 273,99 Euro (2024) angestiegen sind. Das ist ein gewaltiger Sprung, der die Branche zum Nachdenken anregen sollte.

Die Schaden-Kosten-Quote ist eine wichtige Rentabilitätskennzahl, die die Kosten für Schäden und Verwaltungsausgaben ins Verhältnis zu den Prämieneinnahmen setzt. Laut den aktuellen Daten, die aus dem Branchenmonitor Kfz-Versicherung 2025 der V.E.R.S. Leipzig GmbH stammen, ist die Kfz-Versicherung nach wie vor ein heißes Eisen. Im vergangenen Jahr hatten alle 50 größten Anbieter eine Combined Ratio von über 100 %. Das lässt erahnen, wie sehr dieser Markt unter Druck steht. Kostentreiber wie Unwetter, hohe Ersatzteilpreise und steigende Autodiebstähle haben den Versicherern das Leben schwer gemacht.

Marktentwicklung und Prognosen

Die Gesamtbranche hat sich 2023 mit einem Defizit von rund zwei Milliarden Euro konfrontiert gesehen. Das ist schon eine Hausnummer! Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat festgestellt, dass die Beitragseinnahmen zwar um 5,1 Prozent auf 30,60 Milliarden Euro stiegen, die Schadenleistungen jedoch um 15,2 Prozent auf 30,04 Milliarden Euro anstiegen. Das zeigt, dass die Ausgaben die Einnahmen überholen – ein Zustand, der auf Dauer nicht tragbar ist.

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Einige Anbieter reagieren bereits und trennen sich von schadensträchtigen Risiken oder reduzieren ihre Bestände. Die Kunden müssen sich auf Prämienanpassungen im zweistelligen Prozentbereich einstellen. Ein klarer Hinweis darauf, dass wir in unruhigen Zeiten leben. Komischerweise zeigt der Marktvergleich, dass 14 Anbieter höhere Prämien verlangen, während 35 Anbieter niedrigere Prämien anbieten. Das könnte zu einem echten Wettbewerb führen – oder auch nicht.

Das Schicksal der Kfz-Versicherer bleibt spannend. Die Branche muss sich neu aufstellen und innovative Lösungen finden, um nicht weiter in die roten Zahlen zu rutschen. Auf jeden Fall bleibt es interessant zu beobachten, wie sich der Markt entwickeln wird. Und wir alle hoffen, dass die nächsten Jahre weniger stürmisch werden!