Die Sommerhitze kann für viele Hausbesitzer ein zweischneidiges Schwert sein. Auf der einen Seite genießen wir die Sonne, die uns ins Freie zieht, auf der anderen Seite kann die extreme Hitze für erhebliche Schäden an unseren geliebten vier Wänden sorgen. Viele wissen gar nicht, dass hohe Temperaturen thermische Spannungen im Mauerwerk verursachen können. Risse, abplatzender Putz und sogar die Verformung von Kunststoffteilen sind nur einige der unangenehmen Folgen. Und was ist mit den Flachdächern? Da blühen die Blasen, die wie kleine Zeitbomben wirken und schließlich Löcher und Risse hinterlassen, durch die Wasser ungebeten eindringen kann. Das klingt nicht nur ärgerlich, das ist es auch!

Doch viele Hausbesitzer setzen fälschlicherweise voraus, dass die Gebäudeversicherung solche Schäden abdeckt. Leider ist dem nicht so. In der Regel schützt die Versicherung nur vor bestimmten Gefahren wie Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel. Hitzeschäden, wie die erwähnten Risse oder Verformungen, werden oft als alters-, material- oder temperaturbedingt eingestuft. Das bedeutet, dass Hausbesitzer im Schadensfall auf ihren Kosten sitzenbleiben können. Ein Brand, der durch Hitze ausgelöst wurde, ist allerdings versichert – das ist ein kleiner Trost in der großen Hitze.

Die Bedeutung der Elementarversicherung

In der aktuellen politischen Landschaft wird sogar über eine Pflicht zur Elementarversicherung diskutiert, doch diese ist noch nicht umgesetzt. Ohne diesen zusätzlichen Schutz tragen Haus- und Wohnungseigentümer das volle finanzielle Risiko im Schadenfall. Es ist nicht nur eine Frage des Geldes, sondern auch der Sicherheit. Starkregen, der in den letzten Jahren immer häufiger auftritt, kann bereits sechsstellige Schäden verursachen! Viele Haushalte könnten sich solche Summen einfach nicht leisten. Daher ist die frühzeitige Mitversicherung von Elementarschäden mehr als nur ein kluger Schachzug – es könnte eines Tages über finanzielle Ruin oder Sicherheit entscheiden.

Die Elementarversicherung ist zwar kein eigenständiges Produkt, aber ein optionaler Baustein der Hausrat- und Wohngebäudeversicherung. Die Kosten variieren je nach Art und Wert des zu versichernden Gebäudes, aber auch nach Standort und Lage des Objektes. Wer in einer ZÜRS-Zone 4 wohnt, also in einem stark hochwassergefährdeten Gebiet, muss mit höheren Beiträgen rechnen. Das kann schon mal eine Herausforderung sein, vor allem wenn man bedenkt, dass Anträge in solchen Zonen auch abgelehnt werden können. Die Versicherer sind dazu angehalten, die ZÜRS-Zone des Objektes zu prüfen und darüber zu informieren.

Und wenn wir schon bei Preisen sind: SIGNAL IDUNA bietet einen Selbstbehalt von 250 Euro, was viele potenzielle Schäden abdeckbar macht. Wer bereit ist, einen höheren Selbstbehalt von 2.500 Euro zu wählen, kann damit die Kosten im Schadensfall selbst tragen. Das klingt nach einer riskanten Wette, besonders in unsicheren Zeiten, in denen Naturereignisse häufiger auftreten als je zuvor.

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Es wird also deutlich, dass es nicht nur um die Versicherungsbedingungen geht, sondern auch um die eigene Verantwortung. Ob Hitze, Sturm oder Starkregen – jeder sollte sich überlegen, wie gut er für unvorhersehbare Ereignisse gewappnet ist. Denn wenn die Sonne brennt, kann es schnell auch im eigenen Zuhause ganz schön heiß hergehen, und da möchte man auf der sicheren Seite sein!