Heute ist der 28.06.2026 und während viele von uns den Sommer genießen, gibt es an der ukrainisch-polnischen Grenze ein ganz anderes Bild. Die Situation dort ist wahrlich alarmierend. Man könnte es als eine Art „Stau-Show“ bezeichnen, wenn man das Gedränge und die Wartezeiten von über 12 Stunden unter der drückenden Hitze betrachtet. Die Grenzübergänge „Krakowets“ und „Scheginy“ sind besonders betroffen, mit mehr als 200 PKWs und 15 Bussen in „Krakowets“ und etwa 100 PKWs sowie 12 Bussen in „Scheginy“. Das ist schon ein echter Albtraum für Reisende, die sich unter der Sonne quälen, während sie auf die Einreise warten.

Videos von den überfüllten Grenzübergängen machen in sozialen Netzwerken die Runde – erschreckend und faszinierend zugleich. Es ist wie eine Mischung aus Urlaubsfeeling und dem Gefühl, in einer Menschenschlange im Disneyland festzuhängen. Das Hauptproblem? Der sprunghafte Anstieg des Passagieraufkommens durch die Sommerreisezeit. Am Wochenende wird es noch schlimmer. Am Vortag überquerten 141.000 Personen die Grenze, die meisten in Richtung Ukraine. Wer auf einen schnelleren Grenzübertritt hofft, sollte die Übergänge „Rava-Ruska“ und „Smolnitsa“ im Auge behalten, wo das Verkehrsaufkommen noch erträglich ist.

Grenzkontrollen in Europa

Die Situation an der Grenze wirft auch ein Licht auf die allgemeinen Grenzkontrollen in Europa, die bis September 2026 verlängert werden sollen. Und das betrifft nicht nur Autofahrer, auch Bahnreisende müssen mit Wartezeiten rechnen. Diese Kontrollen sollen unerlaubte Einreisen eindämmen, aber sie sind auch ein wenig wie das Ziehen eines langen Atems, während man darauf wartet, dass ein Beamter einen durchwinkt. Die Bundespolizei hat nach der Amtsübernahme von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt im Mai 2025 die Kontrollen verstärkt. Es ist ein bisschen wie ein Spiel, bei dem man nicht wirklich weiß, wie lange es dauern wird, bis man an der Reihe ist.

Besonders spannend wird es ab dem 12. Oktober 2025, wenn die Einführung des Entry/Exit Systems (EES) in Europa beginnt. Drittstaatsangehörige – also all jene, die keinen Pass eines EU-Staates, Island, Liechtenstein, Norwegen oder der Schweiz besitzen – müssen sich auf neue Verfahren gefasst machen. Sie können bei der Einreise über die Schengen-Außengrenzen Deutschlands im EES erfasst werden. Das klingt alles ein bisschen nach Science-Fiction, aber es ist Realität. Um Informationen über den besten Weg durch die Grenzkontrolle zu erhalten, müssen sie bis zu 8 Fragen beantworten. Wer denkt, das sei kompliziert, hat die stundenlangen Wartezeiten an den Grenzen noch nicht erlebt.

Die Situation an den Grenzen

An vielen Grenzübergängen, insbesondere zu Polen, Tschechien und der Schweiz, sind die Kontrollen mittlerweile stationär. Staus und Wartezeiten sind vorprogrammiert. Autofahrer müssen sich auf die A12 Frankfurt (Oder) oder die Übergänge Pomellen/Stettin, Forst und Ludwigsdorf/Görlitz einstellen, wenn sie aus Deutschland ausreisen wollen. Und das ist nicht nur ein Problem für die Einreisenden – auch die Ausreise kann sich zu einer Geduldsprobe entwickeln. Pendler müssen dabei möglichst wenig betroffen sein, weshalb häufig stichprobenartige Kontrollen durchgeführt werden.

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Die weitreichenden Kontrollen haben nicht nur Auswirkungen auf den Reiseverkehr, sondern auch auf das allgemeine Sicherheitsgefühl der Reisenden. Man fragt sich, ob man wirklich immer wieder durch solche Schleusen gehen muss, um ans Ziel zu kommen. Auf der anderen Seite – wer möchte schon unerlaubte Einreisen riskieren? Das ist die Herausforderung, mit der wir uns alle im heutigen Europa konfrontiert sehen.