Geschenke, die die Welt bewegen: Skurrile Diplomatie im Zeichen der Staatsgeschenke
Heute ist der 30.06.2026 und während wir uns in der Welt der Diplomatie umsehen, entdecken wir eine merkwürdige, ja fast schon skurrile Seite der Staatsgeschenke. Diese kleinen oder großen Aufmerksamkeiten sind mehr als nur materielle Präsente – sie sind Teil eines feinen, oft auch heiklen Spiels zwischen Nationen. Manchmal fragt man sich, was hinter diesen Geschenken steckt und welche Bedeutung sie tatsächlich haben.
Nehmen wir das Beispiel von Bundespräsident Guy Parmelin, der kürzlich mit einem Sachbuch über die Schweizer Verfassungsgeschichte in den USA aufgetaucht ist. Ein ziemlich passendes Geschenk für den US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer, der sich offensichtlich dafür interessiert hat. Solche Gesten sind nicht neu. 2020 überreichte eine Delegation von Schweizer Wirtschaftsführern US-Präsident Trump Geschenke im Rahmen eines Zollstreits – darunter eine schicke Rolex-Uhr und einen gravierten Goldbarren. Das ist Diplomatie auf eine Art, die man kaum für möglich hält!
Gesten, die Geschichte schreiben
Ein weiteres Beispiel, das ins Gedächtnis bleibt, stammt aus Mali. Die malische Regierung schenkte dem französischen Präsidenten François Hollande ein junges Kamel – eine Danksagung für die Befreiung Timbuktus im Jahr 2013. Komischerweise endete das arme Tier auf dem Teller einer Familie, die das Geschenk nicht ganz verstanden hat. Die Ironie des Schicksals, nicht wahr?
Und wie wäre es mit der Versicherung gegen Krokodilangriffe, die Barack Obama aus Australien erhielt? Ein merkwürdiges Geschenk, das 50.000 Dollar bei einem Angriff hätte zahlen sollen. Man fragt sich: War das ein Scherz oder ernst gemeint? Im Gegensatz dazu war die DVD-Box mit amerikanischen Filmklassikern, die Obama 2009 Gordon Brown überreichte, eher unpraktisch – in Großbritannien hätte die niemanden wirklich interessiert. Browns Geschenke waren da deutlich treffender: Churchill-Biografien und ein Stifthalter aus historischem Holz. Man könnte beinahe meinen, es sei alles Teil eines großen Spiels.
Zoll und Geschenke – eine heikle Angelegenheit
Doch bevor wir uns ganz in diese skurrilen Geschichten verlieren, sollten wir einen Blick auf die rechtlichen Aspekte werfen. Laut der Zollbefreiungsverordnung sind Geschenke im Rahmen zwischenstaatlicher Beziehungen unter bestimmten Bedingungen zollfrei. Man muss jedoch darauf achten, dass es sich nicht um kommerzielle Geschenke handelt. Alkohol und Tabak sind ausgeschlossen – anscheinend gibt es Grenzen, selbst in der Diplomatie.
Die Anmeldung solcher Geschenke kann manchmal ganz unkompliziert sein, aber bei Zweifeln wird eine schriftliche Zollanmeldung verlangt. Es ist schon erstaunlich, wie viel Bürokratie hinter einem scheinbar einfachen Geschenk stecken kann. Und dennoch, die meisten Geschenke, die wir hier erwähnen, sind in Deutschland auch von der Einfuhrumsatzsteuer befreit – ein kleiner Lichtblick in der Welt der Geschenke.
Ein Geschenk, viele Möglichkeiten
Wer hätte gedacht, dass ein Kamel, eine Rolex oder sogar handschriftliche Gedichte von Hermann Hesse – geschenkt von Wladimir Putin an Ueli Maurer – eine solche Bedeutung tragen? Diese Gegenstände sind nicht nur Symbole der Freundschaft, sondern auch Werkzeuge der Diplomatie. Man könnte sagen, sie tragen Geschichten in sich, die weit über ihren materiellen Wert hinausgehen. Und während wir über all diese Geschenke nachdenken, bleibt die Frage: Was ist das nächste große Geschenk, das wir vielleicht bald in den Nachrichten hören werden?
