Die elumeo SE hat am 12. Juni 2026 die vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 veröffentlicht, und es gibt einiges zu berichten. Nach einer gründlichen Restrukturierung scheint das Unternehmen auf dem Weg zur Profitabilität zu sein, auch wenn die Umsatzentwicklung nicht ganz nach Plan verlief. Mit einem Umsatz von 39.094 TEUR, der im Vergleich zum Vorjahr um 9,9 % gesunken ist, liegt elumeo jedoch besser als zunächst befürchtet. Experten hatten mit einem Rückgang zwischen 10 % und 15 % gerechnet. Das zeigt, dass das Unternehmen trotz der Herausforderungen, wie den stark gestiegenen Rohmaterialkosten für Gold und Silber, irgendwie die Kurve gekriegt hat.

Der Umsatz setzt sich wie folgt zusammen: 24.253 TEUR aus Live TV und 14.815 TEUR aus dem Webshop. Letzterer hat sich sogar um 3,4 % gesteigert! Das ist doch ein kleiner Lichtblick in der derzeit herausfordernden Marktlage. Die Rohertragsmarge blieb stabil bei 47,8 %, was zeigt, dass elumeo die Kontrolle über die Kosten im Griff hat, selbst wenn die absoluten Zahlen zurückgegangen sind. Die Gesamtkosten des Konzerns sanken um 11,4 % auf 23,7 Mio. EUR, was ebenfalls positiv zu werten ist.

Umsatz und Kundenzahl im Fokus

Die Zahlen zur Kundenzahl sind allerdings weniger erfreulich. Mit 62.000 aktiven Kunden hat elumeo einen Rückgang von 13,9 % im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Das ist schon eine Hausnummer. Auch die Absatzmenge ist um 24,1 % auf 428 Tonnen gesunken. Die Gründe dafür? Nun, die Reduzierung des Angebots unter 50 EUR hat sicherlich seinen Teil dazu beigetragen. Doch auf der anderen Seite zeigt der durchschnittliche Umsatz pro Stück von 92 EUR einen Anstieg von 19,5 %. Das zeigt, dass die Kunden bereit sind, mehr auszugeben, wenn das Angebot stimmt.

Die Restrukturierungsmaßnahmen, die im April 2025 eingeleitet wurden, haben wohl ihren Teil dazu beigetragen, zumindest in Bezug auf die Kosten. Der Abbau von 50 Vollzeitstellen und die Reduzierung der Live-Sendezeit von 15 auf 10 Stunden scheinen grundlegende Schritte gewesen zu sein, um die Effizienz zu steigern. Außerdem plant elumeo, sich gegen Vodafone wegen überhöhter Einspeiseentgelte zu wehren. Ein Schritt, der zeigen könnte, dass das Unternehmen bereit ist, sich auch juristisch zur Wehr zu setzen.

Marktentwicklungen und Ausblick

Die Marktentwicklung bleibt angespannt. Die deutsche Wirtschaft wuchs im Jahr 2025 lediglich um 0,2 %, und die Inflation lag bei 2,2 %. Doch das Unternehmen blickt optimistisch in die Zukunft. Für 2026 wird eine Umsatzveränderung zwischen -7 % und +10 % erwartet, und das bereinigte EBITDA könnte zwischen -0,5 Mio. EUR und +1,5 Mio. EUR liegen. Die Rohertragsmarge soll stabil zwischen 47 % und 49 % bleiben. Das klingt nach einem Plan!

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Die Eigenkapitalquote von 8,1 % liegt weit unter dem Ziel von über 50 %. Das ist ein Punkt, den elumeo dringend angehen muss, wenn man die finanzielle Stabilität langfristig sichern möchte. Immerhin gibt es eine Wandelschuldverschreibung, die am 14. Dezember 2023 emittiert wurde und bis 2028 läuft – mit einem Zinssatz von 3,8 %. Die Aktionärsstruktur zeigt, dass Blackflint Ltd. mit 25,16 % den größten Anteil hält, gefolgt von PEN GmbH mit 16,79 % und dem Verwaltungsrat mit 7,57 %.

In einem größeren Kontext steht elumeo nicht alleine da. Laut einer aktuellen Erhebung von Roland Berger erwarten 98 Prozent der Experten steigenden Transformationsdruck für Unternehmen in Deutschland. Vor allem die Automobilindustrie ist gefordert, doch auch im Bau, Handel und Maschinenbau gibt es signifikanten Restrukturierungsbedarf. Es wird eine Zeit kommen, in der tragfähige Geschäftsmodelle und belastbare Planungen mehr denn je gefragt sind. Die Finanzierungsmöglichkeiten für Unternehmen in Krisensituationen sind so herausfordernd wie seit zwei Jahrzehnten nicht mehr. Elumeo muss also weiterhin am Ball bleiben, um nicht in dieser Welle unterzugehen.