Heute ist der 28.06.2026 und ich kann euch sagen, das Thema Elektromobilität hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt – sowohl in der öffentlichen Debatte als auch in den persönlichen Überlegungen von über 26 Millionen Autofahrern in Deutschland. Die Frage ist nicht mehr nur, ob man ein Elektrofahrzeug fahren sollte, sondern vielmehr: Ist es wirklich günstiger als ein herkömmlicher Verbrenner? Die Antwort darauf ist alles andere als einfach. Steigende Strompreise und schwankende Spritkosten machen die Kostenrechnung zu einem echten Kopfzerbrechen.

Eine aktuelle Analyse des ADAC und des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung bringt Licht ins Dunkel. Elektroautos kosten in der Erstanschaffung mehr als vergleichbare Verbrenner – kein Geheimnis. Nehmen wir den VW ID.3, der 6.000 bis 8.000 Euro mehr kostet als der benzinbetriebene Golf. Bei Premiummarken kann der Aufschlag sogar bis zu 15.000 Euro betragen. Und das Ende der staatlichen Kaufprämie zum Jahreswechsel 2023? Das macht den Preisabstand noch größer. Es ist also kein Wunder, dass der Preis im Kleinwagensegment für viele Privatkäufer eine große Hürde bleibt.

Die Lade-Strategie und ihre Tücken

Doch wie steht es um die laufenden Kosten? Hier kommt es ganz darauf an, wie und wo man sein Elektroauto auflädt. Zu Hause laden, das kostet etwa 30 Cent pro kWh. Das macht rund 6 Euro auf 100 Kilometer. Im Vergleich dazu müssen Autofahrer mit Verbrennern 12 bis 14 Euro aufbringen. Wer clever ist und eine Photovoltaikanlage hat, kann seine Stromkosten sogar auf etwa 3 Euro drücken. Aber wehe, man muss an einen öffentlichen Schnelllader! Da wird’s richtig teuer, mit Preisen zwischen 55 und 75 Cent pro kWh, was die Kosten auf 11 bis 15 Euro pro 100 Kilometer steigen lässt. Das ist schon ein ganz schöner Sprung, oder?

Ein weiterer Punkt, den wir nicht vergessen dürfen: die Wartungskosten. Elektroautos haben nur wenige bewegliche Teile – weniger als 20 bei Elektromotoren im Vergleich zu über 1.200 bei Verbrennern. Das bedeutet für die Halter eine Ersparnis von 30 bis 50 Prozent bei den Wartungskosten, was sich über 10 Jahre auf 3.000 bis 5.000 Euro summieren kann. Klingt gut, oder? Allerdings bleibt die Hochvoltbatterie nach Ablauf der Garantie ein gewisses Risiko. Nach acht Jahren könnte die Restkapazität auf 70 Prozent fallen, und das möchte natürlich niemand erleben.

Versicherungsprämien und Wertverlust

Ein weiterer Dämpfer sind die Kfz-Versicherungen für Elektroautos. Diese werden bis 2025 um bis zu 44 Prozent teurer als bei Verbrennern. Die Prämien sind in den letzten Jahren um 30 Prozent für Elektroautos und um 25 Prozent für Verbrenner gestiegen. Hinzu kommt die Kfz-Steuer: Elektroautos sind bis Ende 2030 steuerbefreit, während ein Mittelklasse-Diesel jährlich zwischen 200 und 350 Euro Steuer zahlt. Plug-in-Hybride werden übrigens wie Verbrenner behandelt. Was für ein Durcheinander!

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Und dann ist da noch der Wertverlust. Elektroautos verlieren nach drei Jahren stärker an Wert als ihre Verbrenner-Kollegen. Allerdings stabilisiert sich der Markt allmählich, insbesondere Modelle mit 800-Volt-Technik halten ihren Wert besser. Interessant, oder? Wenn wir die Total Cost of Ownership betrachten, dann zeigt sich, dass ein Mittelklasse-Elektroauto nach drei Jahren Kostengleichheit erreicht. Kleinwagen brauchen dafür 5 bis 8 Jahre, aber über 15 Jahre könnte der Stromer in der Gesamtbilanz vorn liegen, sofern man eine eigene Lademöglichkeit hat.

Fazit: Wer profitiert wirklich?

Die Jahresfahrleistung spielt eine entscheidende Rolle. Vielfahrer, die über 20.000 Kilometer pro Jahr zurücklegen, profitieren von den niedrigen Energiekosten. Wer jedoch weniger als 8.000 Kilometer fährt, findet oft günstigere Alternativen in gebrauchten Benzinern. Daher kann man sagen: Wer zu Hause laden kann und mindestens 15.000 Kilometer pro Jahr fährt, hat mit dem Stromer die Nase vorn. Steuerbefreiung und niedrigere Wartungskosten sind klare Vorteile, aber steigende Versicherungsprämien und die hohen Kosten für Schnellladung schmälern den Vorteil. Letztlich machen eine eigene PV-Anlage und eine Wallbox die Elektromobilität erst richtig vorteilhaft.