Cyberversicherungen im Aufwind: Höchstnote „FFF+“ setzt neue Maßstäbe
Heute ist der 15. Mai 2026, und es gibt Grund zur Freude für die Versicherungsbranche: Zum ersten Mal wurde die Höchstnote „FFF+“ für gewerbliche Cyberversicherungen vergeben. Diese begehrte Auszeichnung, die für höchste Bedingungsqualität steht, ging an die Produkte der Provinzial Nord und der Provinzial Versicherung. Ein echter Lichtblick! Insgesamt wurden 201 Angebote von 27 Versicherern untersucht – das zeigt, wie wichtig das Thema Cyberrisiken mittlerweile ist. Immerhin, vor nicht allzu langer Zeit, im Jahr 2018, waren viele Policen noch mit erheblichen Schwächen ausgestattet.
Die Franke und Bornberg GmbH (FuB) hat sich dieser Herausforderung angenommen und die Bedingungsqualität der Cyberversicherungspolicen gründlich bewertet. Dabei kamen 106 Prüfkriterien ins Spiel, die in 27 Hauptpunkte untergliedert wurden. Von Ausschlüssen über Drittschäden bis hin zu IT-Forensik und der Wiederherstellung von IT-Systemen – die Kriterien sind vielfältig. Die Qualität der Regelungen wurde auf einer Skala von 0 (schlecht) bis 100 (sehr gut) eingeordnet, und ein siebenstufiges Bewertungsschema von „FFF+“ bis „F-“ macht die Ergebnisse übersichtlich.
Verbesserungen und Herausforderungen
Nun, was bedeutet das für die Versicherungsnehmer? Ein Blick auf die Ergebnisse zeigt, dass nur drei Cyberpolicen die Höchstnote „FFF+“ erreichen konnten. 31 Angebote wurden mit „FFF“ (sehr gut) bewertet, während 97 Tarifkonfigurationen mit „FF+“ (gut) abschlossen. Das ist eine deutliche Verbesserung im Vergleich zur ersten Auflage von 2018, wo zahlreiche Deckungslücken und unklare Regelungen aufgedeckt wurden. Im aktuellen Test schnitt kein Produkt mit „ungenügend“ ab – ein kleiner Fortschritt, wenn man bedenkt, dass 1,5% der Prüflinge die Höchstnote erhielten und fast jeder sechste ein „FFF“ bekam. Der Anteil der Angebote mit „FF“ stieg von 28,4% (2018) auf 47,1% (2026). Wow, das klingt doch vielversprechend!
Doch der Schein trügt nicht ganz – trotz dieser positiven Entwicklungen zeigen sich weiterhin strukturelle Schwächen, die für Versicherte erhebliche Konsequenzen haben können. Christian Monke von FuB hebt hervor, dass Cyberversicherungen mittlerweile zu den wichtigsten Gewerbeversicherungen zählen. Kritische Punkte wie fehlende Deckungen bei Ertragsausfällen und unklare Definitionen bei Sachschäden sind nach wie vor ein großes Thema. Man könnte fast sagen, dass die Versicherer hier noch Nachholbedarf haben.
Ein Blick in die Zukunft
Was kommt als Nächstes? Die Branche steht vor der Herausforderung, nicht nur die bestehenden Schwächen zu beheben, sondern auch auf die sich ständig weiterentwickelnden Cyberrisiken zu reagieren. Die digitale Welt schläft nie, und damit auch die Bedrohungen nicht. Versicherer sind gefordert, ihre Policen ständig zu überprüfen und anzupassen, um den Bedürfnissen der Unternehmen gerecht zu werden. Die steigende Tarifqualität ist ein Schritt in die richtige Richtung, doch bleibt abzuwarten, wie die Branche auf die künftigen Herausforderungen reagieren wird.
