Corona nach der Pandemie: Neue Varianten und der Weg zur Sicherheit
Heute ist der 24.06.2026, und in Deutschland gibt es trotz des Endes des internationalen Gesundheitsnotstands wegen Sars-CoV-2 im Mai 2023 nach wie vor eine gewisse Aktivität bei den Corona-Fallzahlen. Die Situation ist allerdings weit weniger angespannt als noch während der Pandemie. Die 7-Tage-Inzidenz zeigt sich stabil; in Bundesländern wie Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein liegt sie bei erfreulichen 0,0, während Hamburg mit 0,3 die höchsten Werte aufweist. Man könnte sagen, die Luft ist etwas klarer geworden, auch wenn die Dunkelziffer der Covid-19-Infektionen nach wie vor als hoch eingeschätzt wird.
Im Abwasser sieht es ähnlich aus: Die Viruslast von SARS-CoV-2 bleibt stabil, und wir können uns darauf verlassen, dass Antigentests aus dem letzten Jahr weiterhin ihre Dienste tun – vorausgesetzt, sie sind richtig gelagert und nicht abgelaufen. Allerdings gibt es keinen kostenlosen Anspruch auf Schnelltests mehr. Wer also auf Nummer sicher gehen möchte, muss in die Apotheke oder den nächsten Laden gehen, um sich mit Selbsttests einzudecken.
Neue Varianten und ihre Ausbreitung
Jetzt zu den neuen Corona-Varianten, die es in sich haben. Die häufigste zirkulierende Variante ist derzeit NB.1.8.1, die auch Nimbus genannt wird, gefolgt von XFG, besser bekannt als Stratus. Diese Stratus-Variante breitet sich in Deutschland rasant aus und ist bereits seit Juli 2025 dominant. So ist sie für etwa 65% aller Covid-Infektionen verantwortlich. Ein Alarmzeichen? Vielleicht, aber die WHO stuft das Risiko für die öffentliche Gesundheit als gering ein.
Die Symptome von Stratus, die von Heiserkeit, schmerzhaftem Kratzen im Hals über Fieber und trockenen Husten bis hin zu Müdigkeit und Durchfall reichen, könnten an sich unangenehm sein, allerdings gibt es keine Hinweise darauf, dass diese Variante zu schwereren Erkrankungen oder einer erhöhten Sterblichkeit führt. Das ist immerhin eine kleine Erleichterung. Übrigens: Stratus und Nimbus sind die ersten Varianten mit Spitznamen seit der Pirola-Variante, und das, so heißt es, soll die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf Covid-Varianten lenken.
Impfempfehlungen und Schutzmaßnahmen
Im Hinblick auf den Impfschutz gibt es Neuigkeiten. Der angepasste Impfstoff von Biontech ist seit September 2025 verfügbar. Für bestimmte Gruppen – darunter Personen ab 60 Jahren, Menschen mit Vorerkrankungen, Pflegeheimbewohner und Gesundheitsmitarbeiter – wird eine Auffrischung empfohlen. Der Herbst gilt als optimaler Zeitpunkt für diese Maßnahme, und dies mindestens 12 Monate nach der letzten Impfung oder Infektion. Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat diese Empfehlungen ebenfalls ausgesprochen und rät zu einer verantwortungsvollen Herangehensweise.
Übrigens, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder anderen Bereichen gibt es keine Maskenpflicht mehr. Dennoch könnte es für immungeschwächte Personen sinnvoll sein, eine Maske zu tragen. Es bleibt uns also überlassen, wie wir mit den Empfehlungen umgehen. Bei akuten Atemwegsinfektionen ist es ratsam, zu Hause zu bleiben, Kontakte zu reduzieren und grundlegende Hygienepraktiken zu befolgen – einfach die Armbeuge beim Niesen oder Husten nutzen und regelmäßig die Hände waschen. Man weiß ja nie, was um einen herum so schwirrt.
