Heute ist der 20.05.2026 und wir schauen uns die Entwicklungen der Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) bei der Axa an. Tobias Bierl, ein Spezialist auf diesem Gebiet, hat einige interessante Punkte zu den jüngsten Verbesserungen in der BU-Lösung des Versicherers aufgezeigt. Zum einen erkennt er Fortschritte, die Axa gemacht hat, um im harten Wettbewerb mithalten zu können. Andererseits wird der Versicherer oft als schwerfällig beschrieben, besonders im Vergleich zu den agilen Mitbewerbern, die sich schneller anpassen können.

Axa hat sich in einem spannenden Spannungsfeld bewegt: Auf der einen Seite gibt es den kritischen Maklermarkt und auf der anderen die eigene Ausschließlichkeit. Diese Herausforderung hat den Versicherer dazu gebracht, neue Ansätze zu entwickeln. Ein bemerkenswerter Schritt ist die Einführung der Karrieregarantie. Diese bietet Angestellten und Selbstständigen die Möglichkeit, ihren BU-Betrag bei Gehaltserhöhungen zu steigern – bis zu 6.000 Euro, wenn die Gehaltserhöhung mindestens 5% beträgt. Allerdings gibt es Einschränkungen: Angestellte in befristeten Arbeitsverhältnissen können diese Garantie nicht nutzen, und Selbstständige müssen mindestens sechs Jahre im Geschäft sein, um in den Genuss der Erhöhung zu kommen.

Reform der Berufsgruppensystematik

Was die Beitragsdynamik angeht, hat Axa einige Schwächen. Wenn die monatliche BU-Rente 5.000 Euro erreicht, erlöschen die Erhöhungen. Diese 5.000 Euro gelten nicht gerade als ausreichend für Akademiker und Berufe aus der Kammer, was durchaus kritisch betrachtet werden kann. Auf der anderen Seite wurde die Berufsgruppensystematik reformiert: Die bisherigen 2×11 Hauptgruppen wurden auf 20 Berufsgruppen zusammengeführt. Das hat dazu geführt, dass es bei verschiedenen Berufen sowohl Preissenkungen als auch Anhebungen gegeben hat, wobei akademische Berufe besonders profitieren.

Obwohl Axa versucht, sich besser zu positionieren, bleibt der Versicherer hinter der Spitzenklasse zurück. Dennoch gibt es einige Verbesserungen, die nicht unerwähnt bleiben sollten: Schüler können nun eine Beitragsdynamik von bis zu 5% wählen, und interessante Leistungen für Rehabilitation sind bis zu 12.000 Euro abrufbar. Auch bei Vertragsanpassungen, etwa beim Wechsel von Teilzeit auf Vollzeit, gibt es jetzt mehr Flexibilität. Die Verträge mit „gebrochener Dauer“ lassen sich ebenfalls einfacher verlängern, was für viele ein entscheidender Vorteil sein kann.

Kundenfreundliche Gesundheitsfragen

Wichtig ist auch, dass der Versicherer im Leistungsfall Informationen von „sonstigen auskunftsfähigen Personen“ einholen darf. Diese Maßnahme könnte in kritischen Situationen von großer Bedeutung sein. Axa hat also, trotz aller Herausforderungen, den Anschluss an die Spitzenklasse nicht ganz verloren – die BU-Versicherung bleibt solide und punktet mit kundenfreundlichen Gesundheitsfragen. Besonders für Beamte könnte die Dienstunfähigkeitsversicherung der DBV eine interessante Option darstellen, die Axa im erweiterten Kreis der Beratung anbietet.

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Insgesamt zeigt sich, dass Axa auf einem guten Weg ist, aber die Konkurrenz schläft nicht. Die Frage ist, ob diese Veränderungen ausreichen, um die Position im Markt entscheidend zu verbessern. Die kommenden Monate werden spannend sein, und wir dürfen gespannt sein, wie sich die Landschaft der Berufsunfähigkeitsversicherungen weiterentwickelt.