In vielen Küchen sind Teflon-Pfannen unverzichtbare Begleiter. Sie erleichtern das Braten und Kochen ungemein, weil einfach nichts kleben bleibt. Doch was steckt eigentlich hinter diesem praktischen Helfer? Teflon, ein Markenname für das Kunststoffmaterial PTFE (Polytetrafluorethylen), sorgt nicht nur für den Antihaft-Effekt, sondern wirft auch einige gesundheitliche Fragen auf. Die Verbraucherzentrale Bayern hat sich mit diesem Thema auseinandergesetzt und dabei das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) befragt. Deren Fazit: Bei sachgemäßem Gebrauch sind PTFE-Pfannen unbedenklich. Aber wie sieht es mit den Risiken aus, wenn die Teflon-Beschichtung beschädigt ist oder die Pfanne überhitzt wird?

Ein kritischer Punkt ist die Temperatur. Wenn eure Pfanne über 360 Grad Celsius erhitzt wird, kann die Beschichtung anfangen zu zersetzten und giftige Gase freisetzen. Das kann grippeähnliche Symptome verursachen! Das geht nicht nur den Menschen an, sondern ist auch für unsere gefiederten Freunde, die Vögel, lebensbedrohlich. Und wie steht’s mit den PTFE-Plastikpartikeln, die während des Kochens freigesetzt werden? Hier ist die Forschung noch nicht weit genug fortgeschritten, um klare Aussagen zu treffen.

Die Schattenseiten von PFAS

PTFE gehört zur Gruppe der PFAS (Per- und Polyfluoralkylsubstanzen), die sich in der Umwelt und im menschlichen Körper anreichern. Diese „Ewigkeitschemikalien“ sind stabil und bauen sich nicht ab. Das klingt nicht gerade beruhigend, oder? Besonders problematisch ist die Herstellung und Entsorgung von PTFE. Während die Nutzung an sich als unproblematisch gilt, können bei unsachgemäßer Verbrennung von PTFE gefährliche Substanzen freigesetzt werden. Ein ganzes Sammelsurium an gesundheitlichen Risiken wird mit PFAS in Verbindung gebracht, darunter Leberschäden und Schilddrüsenerkrankungen. Auch wenn die akuten Gefahren bei sachgemäßer Verwendung von Teflon-Pfannen als gering gelten, ist ein gewisses Risiko nicht von der Hand zu weisen.

Das Thema PFAS ist mittlerweile in den Fokus gerückt, nicht zuletzt wegen der EU-Regulierungen, die 2026 in Kraft treten. Diese Vorschriften schränken die Verwendung von PFAS in vielen Bereichen ein. Auch in der Pfannenherstellung geht es darum, Alternativen zu finden. PFAS-freie Pfannen werden immer häufiger beworben, aber vorsicht: „PFOA-frei“ bedeutet nicht, dass sie auch völlig unbedenklich sind. Oft werden andere kritische fluorierte Verbindungen verwendet.

Alternativen zu Teflon-Pfannen

Wer sich von Teflon verabschieden möchte, hat einige Alternativen zur Auswahl. Unbeschichteter Edelstahl ist unverwüstlich und vielseitig einsetzbar, erfordert jedoch etwas Erfahrung beim Kochen. Gusseisen- oder Schmiedeeisenpfannen sind ebenfalls langlebig und bieten einen guten Antihaft-Effekt nach dem Einbrennen. Aber: Diese Pfannen sind schwer und nicht für saure Speisen geeignet. Wer es etwas leichter möchte, kann zu keramikbeschichteten Pfannen greifen. Diese bieten anfangs einen guten Antihaft-Effekt, verlieren jedoch im Laufe der Zeit an Wirksamkeit. Außerdem sind sie nicht für die Spülmaschine geeignet – also lieber Handarbeit!

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Die Debatte um PFAS und Teflon-Pfannen ist also weit mehr als nur ein Kochthema. Es geht um Gesundheit, Umwelt und die Fragen, die uns in der heutigen Zeit beschäftigen. Wenn ihr also das nächste Mal eure Pfanne auf den Herd stellt, denkt daran: Es gibt Alternativen! Und die sind manchmal sogar besser, als man denkt. Ganz nach dem Motto: „Weniger ist mehr“, probiert doch mal eine Eisenpfanne für das perfekte Anbraten aus! Wer weiß, vielleicht wird sie euer neuer Küchenliebling?