Sicher unter Palmen: Wie Kriminalität die Urlaubsträume auf Mallorca bedroht
Die Playa de Palma auf Mallorca – ein Hotspot für Sonnenanbeter und Partytiger. Doch in letzter Zeit gibt es immer mehr besorgte Stimmen, die vor einem Anstieg von Taschendiebstählen und anderen kriminellen Machenschaften warnen. Man fragt sich: Ist der entspannte Urlaub unter Palmen noch sicher? Anwohner und Geschäftsleute berichten von einer auffälligen Zunahme von Kleinkriminellen, die es gezielt auf die Touristen abgesehen haben. Besonders in belebten Gegenden wie der Schinkenstraße und rund um Geldautomaten scheinen die Täter aktiv zu sein.
Die Methoden sind oft raffiniert und gut durchdacht. Professionelle Banden agieren in Gruppen und nutzen Ablenkungstechniken, um ihre Opfer auszuspionieren und zu bestehlen. Da gibt es die Hütchenspieler, die im Team auftreten; Ablenker, die das Interesse der Urlauber auf sich ziehen, während der Taschendieb zuschlägt. Ein Beispiel, das kürzlich in den Nachrichten war: Ein Straßenverkäufer wurde festgenommen, nachdem er einer Frau Geld und einer anderen ein Handy gestohlen hatte. Die Polizei hat sogar vergrabene Beute in der Nähe der Tatorte gefunden – Handtaschen, Handys und mehr. Es ist schon ein wenig erschreckend, wenn man darüber nachdenkt.
Die Tricks der Diebe
Die Liste der gängigen Betrugsmaschen ist lang. Da ist zum Beispiel der „Abdeck-Trick“, bei dem ein hilfsbedürftiger Passant eine Landkarte hochhält, um unbemerkt in die Tasche zu greifen. Oder die „Nelkenfrauen-Masche“, bei der einem Blumen angeboten werden, während ein Komplize ablenkt. Und dann gibt es da noch den „Antanzen“-Trick, bei dem Betrüger im Vorbeigehen anrempeln und dabei direkt in die Taschen greifen. Man könnte fast schmunzeln, wenn es nicht so traurig wäre.
Die Polizei und Sicherheitsbehörden raten den Urlaubern, einige einfache Vorsorgemaßnahmen zu treffen. Taschen und Gürteltaschen sollten am besten nach vorn getragen werden, mit der Reißverschlussseite zum Körper. Karabinerhaken und Gepäckschlösser sind ebenfalls empfehlenswert, um Wertsachen zu sichern. Um die Sicherheit zu erhöhen, sollten nur die notwendigsten Wertsachen mitgenommen und wertvolle Gegenstände im Hotelsafe gelassen werden. Ein weiterer wichtiger Tipp: Wichtige Dokumente kopieren und getrennt aufbewahren. Und falls das Handy gestohlen wird – die Ortungsfunktion aktivieren! Das könnte helfen, das Gerät wiederzubekommen.
Die Rolle der Gastgeber
Die Gastgeber und Vermieter vor Ort könnten eine entscheidende Rolle spielen, um die Sicherheit der Urlauber zu erhöhen. Sichtbare Hinweise in mehreren Sprachen könnten Touristen sensibilisieren. Auch eine Schulung des Personals, um verdächtige Personen anzusprechen, wäre sinnvoll. Es gibt Ideen für mehr Polizeipräsenz in den Abendstunden oder temporäre CCTV-Zonen an kritischen Punkten. Schließlich sollten auch Investitionen in sichere Schließfächer für Touristen nicht außer Acht gelassen werden.
Ein bisschen enttäuschend ist, dass trotz rückläufiger Kriminalitätszahlen in Deutschland, wie die Polizeiliche Kriminalstatistik zeigt, die Kleinkriminalität an beliebten Urlaubsorten wie Mallorca weiterhin floriert. Während die Gesamtkriminalität im Jahr 2025 um 5,6 % gesenkt wurde, sind Betrugsdelikte, besonders im digitalen Raum, auf dem Vormarsch. Das ist ein Phänomen, das nicht nur in Deutschland zu beobachten ist, sondern auch in vielen anderen europäischen Ländern.
Für Reisende ist es also umso wichtiger, wachsam zu sein. Wer sich nicht sicher ist, sollte nicht zögern, Hilfe von anderen Urlaubern zu suchen oder sogar die Polizei zu informieren, wenn etwas Verdächtiges bemerkt wird. Und bei einem Diebstahl sollte man nicht zögern, sofort Anzeige zu erstatten und die Ortung gespeicherter Geräte zu veranlassen. So kann man vielleicht ein Stück weit gegen die Kriminalität ankämpfen, die die Urlaubsfreude trüben könnte. Man möchte ja nicht, dass der Urlaub zur Horrorstory wird!
