Rhabarber richtig genießen: Vorsicht vor Aluminium und Oxalsäure!
Rhabarber – dieser grünlich-rote Stängel, der in so vielen Kuchen und Kompotts die Hauptrolle spielt, hat mehr zu bieten als nur einen säuerlichen Geschmack. Doch Vorsicht! Bei der Zubereitung kann ein kleiner Küchenfehler große Folgen haben. Besonders wenn es um die Wahl des Kochgeschirrs geht, sollte man nicht leichtfertig sein. Wer Rhabarber in Aluminiumgeschirr zubereitet, könnte sich auf gefährliches Terrain begeben. Es ist zwar leicht, preiswert und leitet die Wärme gut – doch die Vorteile des Aluminiumkochgeschirrs verblassen, wenn man sich die chemischen Reaktionen vor Augen führt.
Rhabarber enthält Säuren, die Aluminium aus dem Kochgeschirr lösen können. Das klingt erstmal nicht so dramatisch, aber die langfristige Aufnahme von Aluminium kann ernsthafte Schäden an unserem Nervensystem, unserer Fruchtbarkeit und sogar der Knochenentwicklung verursachen. Die Verbraucherzentrale Bayern rät deshalb dringend, von Aluminiumtöpfen abzusehen, wenn Rhabarber auf dem Speiseplan steht. Stattdessen sollten wir auf Glas- oder Edelstahlgeschirr zurückgreifen – das ist nicht nur sicher, sondern auch geschmacksneutral. Und wenn wir schon dabei sind, Frischhaltefolie statt Aluminiumfolie verwenden, um Rhabarberkuchen oder -kompott abzudecken. Ein kleiner, aber feiner Unterschied, der große Auswirkungen haben kann!
Die Tücken der Oxalsäure
Aber das ist noch nicht alles, was wir über Rhabarber wissen sollten. Er hat einen hohen Gehalt an Oxalsäure, die, ähnlich wie bei Mangold und Spinat, die Aufnahme von wichtigen Mineralstoffen wie Eisen, Magnesium und Calcium hemmt. Das klingt ganz schön fies, oder? Um die negative Wirkung der Oxalsäure zu mildern, hilft es, Rhabarber vorher zu schälen und zu kochen. Und hier ist ein richtiger Kniff: Das Kochwasser sollte man unbedingt wegschütten! Es enthält nämlich einen Großteil der Oxalsäure.
Wer Rhabarber genießt, sollte diesen mit calciumreichen Lebensmitteln wie Milch, Joghurt oder Quark kombinieren. Das hilft, die Oxalsäure im Darm zu binden und ihre Aufnahme im Körper zu reduzieren. Ein kleiner Schlenker zu den gesundheitlichen Aspekten: Menschen mit Nierensteinen oder einer Neigung zu Harnsteinen sollten besser einen großen Bogen um oxalsäurereiche Lebensmittel machen. So wird der Genuss von Rhabarber zu einem unbeschwerten Erlebnis, ohne böse Überraschungen.
Ein Genuss ohne Reue
Zusammengefasst gibt es also einige Punkte, die wir beachten sollten, wenn wir uns in die Welt des Rhabarbers wagen. Von der Wahl des Kochgeschirrs bis hin zur richtigen Zubereitung – es sind oft die kleinen Dinge, die einen großen Unterschied machen. Und wenn wir das alles im Hinterkopf behalten, steht einem köstlichen Rhabarberkuchen oder einer fruchtigen Rhabarbermarmelade nichts mehr im Wege. Lasst uns also diese wunderbare Zutat in unsere Küche einladen – mit Bedacht und Freude!
