P-Konto oder Problemkonto? So gelingt der Weg zu Ihrem Geld!
Heute ist der 15.06.2026 und die Aktionswoche Schuldnerberatung hat begonnen! Vom 15. bis 19. Juni stehen die Themen rund um das Pfändungsschutzkonto (P-Konto) im Fokus. Unter dem Motto „Wie komme ich an mein Geld? – Wenn das P-Konto zum Problemkonto wird“ wird auf die Schwierigkeiten aufmerksam gemacht, mit denen viele Bürger konfrontiert sind. Denn oft ist das P-Konto, das eigentlich als Schutz vor Pfändungen gedacht ist, alles andere als ein sicherer Hafen.
Wie es so oft im Leben ist, läuft nicht alles nach Plan. Viele Menschen berichten, dass Banken die Umwandlung von Girokonten in P-Konten verweigern oder unnötige Anforderungen stellen. Das kann ganz schön frustrierend sein! Wer hat schon Lust, sich mit Pfändungen oder Rückzahlungsvereinbarungen herumzuschlagen, die rechtlich gar nicht nötig wären? Hier setzt die Aktionswoche an.
Informieren und Unterstützen
Bürger haben die Möglichkeit, sich über ihre Rechte beim P-Konto zu informieren – das ist wichtig! An zwei Terminen wird es Informationsstände der Schuldnerberatung geben: Am Mittwoch, dem 17. Juni, von 10:00 bis 13:00 Uhr im Job Point an der Adresse Hansering 5, 06108 Halle (Saale) und am Freitag, dem 19. Juni, von 09:00 bis 12:00 Uhr im Jobcenter Halle, Neustädter Passage 6, 06122 Halle. Die Berater vor Ort sind bereit, Fragen zu beantworten und hilfreiche Tipps zu geben.
Monatlich gibt es in Deutschland zwischen 300.000 und 350.000 Kontopfändungen – das ist eine alarmierende Zahl! Die Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände (AG SBV) fordert dringend politische Verbesserungen. Dazu gehören verbindliche Standards für Kreditinstitute, besser geschulte Mitarbeiter und niedrigschwellige Ansprechstellen für Betroffene. Das klingt erst mal nach viel Bürokratie, aber es ist notwendig, um Menschen in schwierigen finanziellen Situationen zu unterstützen.
Der rechtliche Rahmen
Die gesetzlichen Regelungen sehen vor, dass ein P-Konto einen festgelegten Freibetrag vor Pfändungen schützt. Für Menschen mit Unterhaltspflichten oder besonderen Lebenssituationen gibt es sogar höhere Freibeträge. Was viele nicht wissen: Die Rechte, die einem zustehen, sind oft nicht so einfach zu durchschauen. Daher ist die Bedeutung von kostenloser und unabhängiger Schuldnerberatung nicht zu unterschätzen.
Ich kann nur jedem ans Herz legen, sich nicht scheuen, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt hat eine Schuldner- und Insolvenzberatung, die man kontaktieren kann. Elke Neuendorf ist der Ansprechpartner vor Ort. Ihr Büro befindet sich in der Steinbockgasse 1, 06108 Halle (Saale). Der Kontakt ist unkompliziert: Einfach anrufen unter +49 345 298 03-73 oder eine E-Mail an bst.schuldner@vzsa.de senden.
In der aktuellen Zeit, in der viele Menschen mit finanziellen Schwierigkeiten kämpfen, ist es wichtiger denn je, sich über seine Rechte im Klaren zu sein. Und auch, wenn es nicht immer einfach ist, den Überblick zu behalten – es gibt Unterstützung! Wer weiß, vielleicht ist der erste Schritt zu einem sorgenfreieren Leben nur ein Gespräch entfernt.
