Kühlen oder Mogelpackung? Die Wahrheit über mobile Klimageräte im Hitzesommer 2026
Heute ist der 25.06.2026 und die Temperaturen steigen wieder in schwindelerregende Höhen. Bei der Suche nach einer geeigneten Abkühlung greifen viele auf mobile Klimageräte zurück. Doch Simon Lautenbach, Verbraucherschützer, hat am 24. Juni 2026 eindringlich vor den Nachteilen von Geräten ohne Abluftschlauch gewarnt. Laut der Verbraucherzentrale NRW sind diese Modelle nicht in der Lage, die Raumtemperatur effektiv zu senken. Warum? Ganz einfach: Die Wärme, die sie entziehen, bleibt im Raum. Ein Teufelskreis! Man könnte fast sagen, dass sich die Geräte selbst ins Knie schießen.
Ein Beispiel hierfür ist das Klarstein Skyscraper Ice, das mit drei Ventilationsstufen und einem Sechs-Liter-Wassertank aufwartet. Es mag zwar als cooles Gadget erscheinen, doch die Erfrischung, die man dabei spürt, stammt vor allem vom Luftzug des Ventilators. Das Ergebnis? Höhere Luftfeuchtigkeit und ein schwüles Raumklima. Lautenbach macht darauf aufmerksam, dass echte Klimaanlagen einen echten kühlenden Effekt haben – etwas, das diese Geräte einfach nicht bieten können.
Effizienz und Alternativen
Einige dieser Geräte versuchen, mit einem Wasserspeicher durch Verdunstung zu kühlen, doch die Tests zeigen deutliche Defizite. Der Temperaturunterschied, selbst in Nähe des Geräts, ist kaum spürbar. Und bei einer solchen Hitze können wir uns einfach keine Mogelpackungen leisten! Als Alternativen nennt Lautenbach den Midea AC100-20ARB und den ProBreeze Omni Air 7L. Diese Modelle scheinen in der Kühlleistung etwas besser abzuschneiden.
Um das Beste aus einem Klimagerät mit Abluftschlauch herauszuholen, empfiehlt Lautenbach, die Fenster sorgfältig abzudichten, denn ein einfach heraushängender Schlauch kann die Wohnung nur wieder aufheizen. Eine dämmende Hülle kann hier helfen, die Effizienz zu steigern. Trotzdem bleibt die Leistung solcher Geräte weit hinter der einer klassischen Klimaanlage zurück. Während die TU Dresden an neuen Kühlansätzen für urbane Räume forscht, bleibt den Verbrauchern nicht viel anderes übrig, als sich durch den Dschungel der mobilen Klimageräte zu kämpfen.
Monoblock vs. Split-Klimaanlagen
Ein weiterer Punkt, den man hierbei beachten sollte, ist die Unterscheidung zwischen Monoblock- und Split-Klimaanlagen. Monoblock-Geräte sind steckerfertig und können selbst aufgestellt werden, was sie besonders flexibel macht. Allerdings sind sie nur für sporadisches Kühlen geeignet. Split-Klimaanlagen hingegen erfordern eine Fachinstallation und sind für die dauerhafte Nutzung die bessere Wahl. Que Choisir hat 2026 acht neue Monoblock-Klimaanlagen getestet, wobei nur ein Gerät – die De’Longhi PAC EL 92 HP – die Bestnote „Sehr gut“ erhielt, aber leider nicht mehr erhältlich ist.
Die Kosten für die Nutzung sind ebenfalls nicht zu vernachlässigen. Que Choisir hat die Stromkosten für zwei Wochen Betrieb ermittelt: Die Bosch Cool 4000 schlägt mit etwa 33 Euro zu Buche, während das Ariston Mobis Plus 10 und die Black+Decker BXAC9000E auf 34 und 42 Euro kommen. Bei einem Strompreis von 40 Cent pro kWh könnten die Kosten in Deutschland zwischen 53 und 67 Euro liegen. Und das ist nur ein grober Richtwert – in der Realität könnten die Zahlen höher ausfallen.
Ein weiterer interessanter Aspekt ist das Midea Portasplit, ein mobiles Splitgerät, das durch ein leicht geöffnetes Fenster betrieben werden kann und dabei eine Effizienz erreicht, die mit fest installierten Splitgeräten vergleichbar ist. Und wenn man bedenkt, dass Photovoltaikanlagen die Betriebskosten von Monoblock-Anlagen senken können, wird es spannend, wie sich der Markt in den kommenden Jahren entwickeln wird.
