Am 25. April fand im Alten Helmholtz in Hilden eine spannende Veranstaltung zum Thema energieeffizientes Wohnen statt. Organisiert von der Stabsstelle Klimaschutz und der Gleichstellungsstelle der Stadt Hilden, zog sie rund 40 Teilnehmerinnen an, darunter Eigentümerinnen und Mitglieder von Wohnungseigentümergemeinschaften. Die Atmosphäre war geprägt von Neugier und dem Wunsch, mehr über nachhaltiges Wohneigentum zu erfahren. In Impulsvorträgen und Gesprächen mit Expertinnen wurden Themen wie Investitionsentscheidungen, Werterhalt von Immobilien und klimarobuste Häuser behandelt. Auch Finanzierungsmöglichkeiten und Handwerksbetriebe kamen zur Sprache – alles, was Frauen auf dem Weg zu einem umweltbewussten Zuhause unterstützen könnte.

Ein besonderes Highlight der Veranstaltung war die neue Workshopreihe „Energ(et)isch anpacken“, die von der Verbraucherzentrale NRW für Frauen im Kreis Mettmann ins Leben gerufen wurde. Diese Reihe bietet praxisnahes Wissen zur energetischen Sanierung. Die Workshops sind auf 15 Personen pro Sitzung begrenzt, was für einen intensiven Austausch sorgt. Der erste Workshop, „Check-up fürs Haus“, startet am 6. Mai in der Stadtbibliothek Hilden. Hier dürfen sich die Teilnehmerinnen auf spannende Inhalte freuen: von der Bestandsaufnahme über die Gebäudehülle bis hin zu erneuerbaren Heizsystemen.

Die Herausforderungen der Wärmewende

Das Thema energetische Sanierung ist nicht nur lokal relevant. Das Umweltbundesamt hat die Dringlichkeit einer umfassenden Sanierung des Gebäudebestands in Deutschland betont. Bis 2050 soll der Gebäudebestand nahezu klimaneutral werden. Das klingt ambitioniert, aber die Herausforderungen sind gewaltig. Obwohl die nötigen Maßnahmen seit Jahrzehnten bekannt sind, hapert es oft an der Umsetzung. Die Transformation des Gebäudebestands wird Zeit brauchen, auch wenn viele motiviert sind, etwas zu bewegen. Und während der Energieverbrauch durch steigende Pro-Kopf-Wohnflächen steigt, könnte eine effizientere Wohnraumnutzung – etwa durch Untervermietung – den jährlichen Energieverbrauch erheblich senken.

Die Notwendigkeit, auf erneuerbare Heizsysteme umzusteigen, wird immer deutlicher. Das Impulspapier der dena hebt hervor, dass der Gebäudesektor die Klimaziele verfehlt. Eine energetische Sanierung ist essenziell, um die Emissionen drastisch zu senken. Hierbei spielen nicht nur die Gebäudehüllen eine Rolle, sondern auch der Austausch fossiler Heizungen durch moderne Systeme wie Wärmepumpen. Diese Maßnahmen sollten in einen sozial ausgerichteten Förderrahmen eingebettet sein, um möglichst viele Menschen zu erreichen.

Praktische Ansätze und innovative Lösungen

Die Energiepreiskrise 2022 hat uns die Relevanz von Effizienz deutlich vor Augen geführt. Die Diskussion über Betriebskosten und Preisrisiken wird lauter – und das zu Recht! Wer an der richtigen Stelle ansetzt, kann nicht nur die Umwelt, sondern auch das eigene Portemonnaie entlasten. Das Infoportal wohngebaeude.info liefert dazu spannende Daten zum Energieverbrauch und Modernisierungsstand, die für viele Hausbesitzer von Interesse sind.

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All diese Themen fließen zusammen in die Workshops, die den Frauen in Hilden und Umgebung Orientierung bieten. Sie sind nicht nur eine Gelegenheit, Fachwissen zu erlangen, sondern auch eine Plattform für Austausch und Inspiration. Der erste Workshop am 6. Mai in der Stadtbibliothek Hilden könnte der Anfang von etwas Großem sein – einer Bewegung hin zu mehr Nachhaltigkeit und Energieeffizienz in unseren eigenen vier Wänden.