In Freiburg Herdern und Brühl ist die Energiekarawane seit Anfang Mai unterwegs – und das ist wirklich eine gute Sache! Diese Beratungskampagne des Umweltschutzamtes wird nun bis zum 3. Juli verlängert und bietet Hauseigentümerinnen die Möglichkeit, sich kostenlos über energetische Sanierungsmöglichkeiten beraten zu lassen. Das ist nicht nur praktisch, sondern auch wichtig, wenn man bedenkt, wie hoch der Energieverbrauch im Gebäudesektor ist.

Die Erstberatungen sind individuell auf die jeweiligen Gebäude abgestimmt und beinhalten sogar einen Hausbesuch durch qualifizierte Energieberaterinnen der Verbraucherzentrale. Themen wie die energetische Optimierung, verschiedene Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen sowie die verfügbaren Fördermöglichkeiten stehen im Fokus. Das Ganze wird im Auftrag der Stadt vom Verein fesa e.V. in enger Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale BW sowie den Bürgervereinen Herdern e.V. und Brühl-Beurbarung durchgeführt. Wer sich für einen Beratungstermin interessiert, kann sich unter www.fesa.de/herdern anmelden oder einfach eine E-Mail an energiekarawane@fesa.de schicken. Telefonisch ist das Team unter 0761 /407361 erreichbar.

Ein wichtiger Schritt in Richtung Klimaschutz

Die Stadt Freiburg setzt mit dieser Initiative einen weiteren Schritt in Richtung Klimaschutz. Denn die Notwendigkeit zur energetischen Sanierung wird immer dringlicher. Um die CO2-Emissionen zu reduzieren, müssen mehr Gebäude in Freiburg auf den neuesten Stand gebracht werden. Hier kommen die finanziellen Unterstützungen ins Spiel: Freiburg bietet Förderungen für drei zentrale Bereiche an. Erstens die optimale Dämmung der Gebäudehülle, zweitens effiziente und erneuerbare Heizungs- und Lüftungssysteme und drittens die Möglichkeit zur erneuerbaren Stromerzeugung durch Photovoltaik (PV).

Kostenlose Erstberatungen zu diesen Themen sind ein echter Vorteil für die Hausbesitzer. Bei Fragen bezüglich der Anträge für Förderungen kann man sich an die Hotline 0761 21430090 oder per E-Mail an klimawohnen@freiburg.de wenden. Und natürlich steht fesa e.V. für die Unterstützung bei bestehenden Anträgen bereit. Wer kreativ ist, kann sogar Mustersanierungen für eine Sanierungsgalerie auf der städtischen Homepage einreichen.

Ein Blick auf die umfassenderen Ziele

Es ist nicht nur Freiburg, das hier aktiv wird. Auf EU-Ebene gibt es mit dem „European Green Deal“ seit Dezember 2019 ein klares Ziel: wirtschaftliches Wachstum und Klimaschutz zu verbinden. Dabei soll die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius, möglichst unter 1,5 Grad Celsius, begrenzt werden. Die EU und alle Mitgliedstaaten haben das Pariser Abkommen ratifiziert, und bis 2050 soll die Klimaneutralität erreicht werden.

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Der Gebäudesektor trägt immerhin 40% zum Energieverbrauch und 36% zu den Treibhausgasemissionen bei. Das ist ein guter Grund, warum die Novellierung der EU-Gebäuderichtlinie und die Energieeffizienzrichtlinie mit verschärften Anforderungen ins Spiel kommen. Mitgliedstaaten wie Deutschland müssen jetzt aktiv werden, um die EU-Ziele bis 2030 und 2035 einzuhalten. Es gibt ein ganzes Paket an Maßnahmen, das darauf abzielt, die Sanierungsanstrengungen zu verstärken und den Umstieg auf erneuerbare Energien zu fördern. Auch das Bundesklimaschutzgesetz sieht eine Reduktion der klimaschädlichen Emissionen um 65% bis 2030 vor.

In diesem Zusammenhang ist die Energiekarawane in Freiburg mehr als nur eine lokale Initiative. Sie spiegelt den großen Trend wider, der sich durch ganz Europa zieht. Es ist ein Zeichen, dass wir alle aufgerufen sind, unseren Beitrag zu leisten. Und hey, vielleicht wird ja der ein oder andere von uns im Sommer bei einer dieser Beratungen auf den Geschmack kommen und entdeckt, wie einfach es sein kann, das eigene Zuhause nachhaltiger zu gestalten!