Die Tricks der Shrinkflation: Wenn weniger mehr kostet
Heute ist der 23.05.2026 und wir sitzen hier in der Verbraucherzentrale, um über ein Thema zu plaudern, das uns alle betrifft: die sogenannte Shrinkflation. Ja, genau – das klingt fast wie ein Zaubertrick, bei dem die Preise steigen, während die Füllmengen schrumpfen. Hersteller wie Milka, Dr. Oetker und Kölln haben in letzter Zeit ihre Packungsgrößen verkleinert, während gleichzeitig die Preise durch die Decke gehen. Man könnte fast meinen, die Hersteller hätten ein geheimes Handbuch für diese Tricks.
Nehmen wir die Milka Alpenmilch-Tafel: Die hat von jetzt auf gleich nur noch 90g statt der gewohnten 100g, aber die Verpackung bleibt unverändert. Das ist schon irgendwie dreist, oder? Und die Verbraucherzentrale in Hamburg hat sich auch schon zu Wort gemeldet und kritisiert, dass die Angabe der Füllmenge schwer erkennbar ist. Ein Urteil des Landgerichts Bremen hat das Ganze dann auch noch untermauert (Az. 12 O 118/25): Der Hinweis auf das geringere Gewicht sei nicht deutlich genug. Man fragt sich, wie oft wir noch auf solche subtile Tricks hereinfallen müssen!
Preiserhöhungen und versteckte Kosten
Die Preiserhöhung ist nicht ohne. Der Preis der Milka Alpenmilch-Tafel kletterte von 1,49 Euro auf 1,99 Euro – das sind satte 48%! Und wer gedacht hat, dass es dabei bleibt, der irrt sich. Schokoladenpreise stiegen zwischen Anfang 2024 und 2025 um etwa 8%, während Mondelez die Preise sogar um bis zu 64% erhöhte. Krass, oder? Und während wir hier von Schokolade sprechen, hat Upfield die Füllmenge von Sanella ebenfalls reduziert – von 500g auf 400g, und wir mussten dafür 25% mehr hinblättern. Da fragt man sich, ob die Firmen noch alle Tassen im Schrank haben.
Und dann gibt es da noch Dr. Oetker, die ebenfalls ihre Füllmengen bei verschiedenen Produkten reduzieren, aber immerhin darauf hinweisen. Kölln hat es noch „besser“ gemacht: Ihr Schoko Hafer-Müsli wurde von 1.700g auf 1.050g reduziert, und der Preis stieg um rund 30%. So wird das Einkaufen zum echten Abenteuer – denn man weiß nie, was man am Ende wirklich bekommt.
Forderungen nach mehr Transparenz
Die Verbraucherzentrale fordert nun, dass solche Tricksereien aufhören und die Verpackungen klarer gekennzeichnet werden, insbesondere in den ersten vier Monaten nach Umstellung. Österreich hat bereits ab dem 1. April 2026 eine Kennzeichnungspflicht gegen Shrinkflation eingeführt. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber warum dauert es in Deutschland so lange? Es bleibt das Gefühl, dass die Preisbildung bei Lebensmitteln hierzulande unglaublich intransparent ist. Wo bleibt da die Fairness?
Die Vermutung liegt nahe, dass Unternehmen Umsätze auf Kosten der Verbraucher steigern. Versteckte Preiserhöhungen durch Mogelpackungen könnten ein häufiges Phänomen sein. Man denkt an die vielen Produkte, deren reduzierte Inhaltsmengen oft nicht sofort erkennbar sind. Das erzeugt ein Gefühl der Verwirrung und macht einen misstrauisch. Die Firmen nutzen nicht nur Shrinkflation, sondern auch Skimpflation – das bedeutet, dass hochwertige Inhaltsstoffe durch minderwertige ersetzt werden. Und während wir uns über die hohen Lebensmittelpreise ärgern, wächst die Abhängigkeit von Preisvergleichen und günstigen Alternativen. Es ist ein Teufelskreis!
Die Forderung nach einer gesunden und nachhaltigen Ernährung, die nicht vom Geldbeutel abhängt, wird immer lauter. Die Verbraucher sind gefordert, und es bleibt zu hoffen, dass die Bundesregierung endlich Maßnahmen ergreift, um die hohen Lebensmittelpreise in den Griff zu bekommen. Es ist an der Zeit, dass die Verbraucher nicht länger die Leidtragenden dieser Tricks werden.
