Cleverbuy im Abgrund: Verbraucher im Würgegriff der Insolvenz
Heute ist der 29.05.2026, und die Nachrichten aus der Welt der Online-Gebrauchthändler sind alles andere als erfreulich. Cleverbuy GmbH, eine Krefelder Plattform, die sich auf den An- und Verkauf von Elektronik spezialisiert hat, steckt in einem tiefen Schlamassel. Nach der Einstellung des Geschäftsbetriebs und dem Antrag auf vorläufige Insolvenz sind viele Verbraucher, die ihre Geräte eingeschickt haben, in der Luft hängen geblieben. Die Verbraucherzentrale Thüringen hat bereits eindringlich gewarnt, dass Betroffene ihre Ansprüche genauestens prüfen sollten. Ein echter Albtraum für alle, die auf ihr Geld warten!
Es läuft nicht gut für Cleverbuy. Der Geschäftsführer, Karl-Heinz Joschko, sitzt in Untersuchungshaft – und das wegen Wiederholungsgefahr. Da fragt man sich schon, was da genau abgelaufen ist. Die Staatsanwaltschaft erhebt Vorwürfe wegen gewerbsmäßigen Betrugs und strafbarer Kennzeichenverletzung. Über 1.000 Strafanzeigen liegen bereits vor, darunter auch von großen Playern wie Apple und Samsung. Die Situation ist ernst, und das Vertrauen der Verbraucher ist durch die falschen Versprechungen, die Cleverbuy in der Werbung gemacht hat, schwer beschädigt worden. Die sofortige Überweisung des Geldes – ja, das klang einfach zu gut, um wahr zu sein.
Die Situation für Verbraucher
Für die Kunden, die auf ihre Zahlungen warten, wird es nun knifflig. Die Zahlungsprobleme, die zur Insolvenzanmeldung führten, haben viele in die Bredouille gebracht. Die Verbraucherzentralen hatten bereits seit November 2024 vor Cleverbuy gewarnt, insbesondere wegen der verzögerten Auszahlungen. Jetzt wird geraten, keine weiteren Geräte mehr an Cleverbuy zu senden. Es ist einfach nicht sicher. Die Rückzahlung für bereits versendete Geräte könnte sehr gering ausfallen, und die Ansprüche müssen beim Insolvenzverwalter angemeldet werden. Das klingt nach einem langen, mühsamen Prozess – und wer weiß, ob man am Ende überhaupt etwas zurückbekommt?
Die Verhandlungen zur Übernahme von Cleverbuy durch die DIS-CONNECT GmbH sind gescheitert. Das Unternehmen war im Handelsregister Krefeld unter HRB 17657 eingetragen und hatte ein Stammkapital von 25.000 Euro. Aber was hilft das einem Verbraucher, der auf sein Geld wartet? Nichts, absolut nichts. Das Geschäftsmodell, das auf dem An- und Verkauf von Elektroartikeln im Internet basierte, wird damit wohl ein trauriges Ende finden.
Ein Blick in die Zukunft
Die Scherben, die Cleverbuy hinterlässt, sind weitreichend. Es zeigt sich einmal mehr, wie wichtig transparente Auszahlungsprozesse im Onlinehandel sind. Vertrauen ist in der heutigen Zeit ein kostbares Gut, und wenn es einmal beschädigt ist, wird es schwer, das wiederherzustellen. Die Verbraucher sollten ihre Rechte genau im Auge behalten und sich nicht scheuen, ihre Ansprüche geltend zu machen. Es bleibt zu hoffen, dass solche Fälle nicht zur Regel werden und dass es bald wieder sichere Plattformen für den An- und Verkauf von Elektronik gibt. Aber bis dahin bleibt uns nur, die Entwicklungen bei Cleverbuy genau zu beobachten und uns auf das Schlimmste vorzubereiten.
