Achtung, Betrug: So erkennen Sie gefälschte PayPal-E-Mails und schützen sich davor!
Aktuell sind gefälschte E-Mails im Umlauf, die angeblich von PayPal stammen. Wer da nicht aufpasst, könnte schnell auf den Leim gehen. Die Verbraucherzentrale hat diesen ganz typischen Betrugsversuch entlarvt. Die Mails fordern die Empfänger auf, ihren Zugang zu verifizieren. Andernfalls droht eine „vorsorgliche Einschränkung“ des Kontos innerhalb von nur 24 Stunden. Fragen Sie sich: Wer hat in der heutigen Zeit schon so einen Druck nötig?
Das Problem: Die kurze Frist soll die Nutzer unter Stress setzen, damit sie auf einen Link klicken und persönliche Daten preisgeben. Das ist die Masche der Betrüger. Achten Sie auf die Warnzeichen! Ein unseriöser Absender, die Drohung mit einer 24-Stunden-Frist und eine unpersönliche Anrede wie „Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde“ sind klare Anzeichen dafür, dass hier etwas nicht stimmt. Und dann sind da noch die verdächtigen Links in der Nachricht.
Was tun bei Verdacht?
Wenn Sie so eine E-Mail erhalten, sollten Sie diese am besten gleich in den Spam-Ordner verschieben oder direkt löschen. Experten raten, sich bei Unsicherheit direkt über die offizielle PayPal-Webseite oder in der App einzuloggen. Echte PayPal-Nachrichten enthalten immer den Vor- und Nachnamen oder den Firmennamen in der Anrede. Anonyme Anreden oder bloße E-Mail-Adressen werden von PayPal niemals verwendet. Das sollte Ihnen wirklich zu denken geben.
Ein weiterer Punkt, den das BSI betont: Seien Sie vorsichtig mit Dateianhängen in solchen Mails. Diese könnten Schadsoftware enthalten, die Ihren Computer infizieren kann. Falls Sie aus Versehen einen schädlichen Anhang geöffnet haben, nutzen Sie den Rechner am besten nicht weiter, bis er als „sauber“ gilt. Holen Sie sich im Zweifel Unterstützung von einem Experten oder aktualisieren Sie Ihr Virenschutzprogramm und führen Sie einen vollständigen Scan durch. Schlimmstenfalls könnte eine Neuinstallation des Betriebssystems nötig sein – und das bedeutet, alle Daten zu löschen.
Prävention ist alles
Um sich vor betrügerischen E-Mails zu schützen, gibt es einige praktische Tipps. Kontaktieren Sie Ihren E-Mail-Anbieter, um die Spam-Filter-Einstellungen zu optimieren. Teilen Sie sensible Daten im Internet nur mit Bedacht, um nicht in die Fänge von Kriminellen zu geraten. Bei Bedarf sollten Sie auch Ihre E-Mail-Adresse wechseln, vor allem wenn Sie nur eine einzige Adresse verwenden. Das kann manchmal echt der einzige Ausweg sein!
Und vergessen Sie nicht: Kein Kreditkarteninstitut oder seriöser Anbieter fordert vertrauliche Zugangsdaten per E-Mail an. Überprüfen Sie die Adressleiste in Ihrem Browser, bevor Sie Ihre Daten eingeben. Es ist besser, die Seite über die Startseite der Organisation zu erreichen, als auf Links in dubiosen E-Mails zu klicken. Bei Unsicherheiten hilft oft ein Anruf beim Anbieter.
Eine letzte Sache: Beenden Sie Online-Sessions immer durch einen regulären Log-out und nicht einfach durch Schließen des Browserfensters. Achten Sie auch darauf, dass die Webseiten, auf denen Sie persönliche Informationen eingeben, verschlüsselt sind – erkennbar an „https://“ und nicht „http://“. Halten Sie Ihr Betriebssystem und Ihre Programme auf dem neuesten Stand und sorgen Sie dafür, dass Ihre Antivirus-Software und Firewall aktiv sind. Informationen dazu finden Sie auch auf den Seiten des BSI und der Polizei.
Seien Sie wachsam und schützen Sie sich, denn die digitale Welt ist voller Tücken, und nicht jeder meint es gut mit uns. Das ist die Realität, und es liegt an uns, klug zu handeln.
