Heute ist der 22.04.2026 und die Diskussion um den Zugang von Krypto-Unternehmen zu den Zahlungssystemen der Federal Reserve nimmt Fahrt auf. Der PACE Act, ein überparteilicher Gesetzesvorschlag, wurde von den US-Abgeordneten Young Kim und Sam Liccardo ins Leben gerufen und zielt darauf ab, die Zahlungsinfrastruktur in den Vereinigten Staaten zu modernisieren. Mit diesem Gesetzesentwurf sollen qualifizierte Nicht-Bank-Zahlungsunternehmen, darunter auch solche aus der Krypto-Branche, direkten Zugang zu den Federal-Reserve-Zahlungssystemen erhalten.

Der PACE Act verfolgt das Ziel, die Überweisungen zu beschleunigen und die Kosten für Verbraucher sowie kleine Unternehmen zu senken. Derzeit sind Anbieter digitaler Zahlungsdienste oft auf Partnerbanken angewiesen, um Zugang zu den Clearing- und Abwicklungssystemen zu erhalten. Dies führt zu Verzögerungen und hohen Gebühren, die letztlich an die Nutzer weitergegeben werden. Kim bezeichnet das bestehende System als veraltet und fordert schnellere Zahlungen und niedrigere Kosten. Die Blockchain Association und andere Branchenverbände unterstützen den Vorstoß und betonen die Notwendigkeit, gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen.

Modernisierung der Zahlungsinfrastruktur

Ein zentraler Punkt des Vorschlags ist die Beseitigung von Zwischenhändlern, die oft für die langsamen Überweisungen und die hohen Gebühren verantwortlich sind. Liccardo hebt hervor, dass ein erweiterter Zugang den Wettbewerb im Fintech-Bereich verbessern und Bankgebühren verringern könnte. Der Gesetzentwurf sieht zudem einen neuen Rahmen für die Registrierung von Zahlungsunternehmen auf Bundesebene vor, der vom Office of the Comptroller of the Currency (OCC) beaufsichtigt wird.

Die Verbraucher sollen durch den PACE Act besser geschützt werden. Unternehmen müssen sicherstellen, dass Kundengelder vollständig mit liquiden Mitteln gedeckt sind und strenge Risikomanagementstandards einhalten. Im Falle einer Insolvenz haben die Kunden Vorrang bei der Rückforderung ihrer Gelder. Diese Schutzmaßnahmen sind besonders wichtig in einer Zeit, in der digitale Zahlungssysteme zunehmend an Bedeutung gewinnen und Bargeld weiter an Relevanz verliert.

Die Zukunft der digitalen Zahlungen

Digitale Zahlungssysteme entwickeln sich rasant. In Deutschland sind Kartenzahlungen mit 47 % die meistgenutzte Zahlungsart, während Bargeld bei 41 % liegt. Kontaktlose Zahlungen wachsen stark, und digitale Wallets wie Apple Pay und Google Wallet bieten Verbrauchern schnellere und bequemere Zahlungsmöglichkeiten. Prognosen zeigen, dass digitale Wallets bis 2026 einen Marktanteil von 28 % in Europa erreichen könnten.

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Der PACE Act kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Digital-Asset-Vorhaben in Washington unter Druck stehen, und er spiegelt den wachsenden Konsens wider, dass das bestehende Zahlungssystem den Anforderungen der modernen Finanzlandschaft nicht mehr gerecht wird. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Diskussion um Stablecoins und die Regulierung in diesem Bereich entwickeln wird, da Banken und Krypto-Unternehmen in einem ständigen Wettstreit um Zugangsrechte und Marktanteile stehen.

Insgesamt könnte der PACE Act nicht nur den Zugang zu den Federal-Reserve-Zahlungssystemen für Krypto-Unternehmen erleichtern, sondern auch eine grundlegende Veränderung im Zahlungsverkehr herbeiführen, die letztlich den Verbrauchern zugutekommt. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um zu sehen, wie sich dieser legislative Vorstoß auf die Landschaft der digitalen Zahlungen auswirken wird.