Neumarkt im Wandel: Gemeinsam gegen Drogen und Verwahrlosung
Am 24. Juni 2026 versammelten sich zahlreiche Interessierte in der Hauptstelle der Kreissparkasse am Neumarkt, um über ein Thema zu diskutieren, das viele Kölner brennend interessiert: Drogenkonsum, Verwahrlosung und die damit verbundene geringe Aufenthaltsqualität. Organisiert von Kölner Presseclub und Kreissparkasse Köln, war die Veranstaltung ein Schritt in die richtige Richtung, um die Probleme am Neumarkt anzugehen. Es wurde nicht nur geredet, sondern auch zum Handeln aufgerufen.
Unter den Teilnehmern war Polizeipräsident Johannes Hermanns, der auf der Podiumsdiskussion klar machte, dass man zwar Verbesserungen wahrnimmt, aber noch ein langer Weg vor uns liegt. Er forderte die Schaffung eines großen Suchthilfezentrums in Köln, wo Suchtkranke nicht nur konsumieren, sondern sich auch aufhalten können. Das klingt zwar nach einem ambitionierten Plan, aber Hermanns hat recht: Die Frage, ob Köln seine Drogenhilfe für alle öffnen sollte oder nur für langjährige Bewohner, ist mehr als nur ein Thema für eine hitzige Debatte. Es geht um menschliche Schicksale und die Frage, wie wir mit den Problemen umgehen, die sich nicht einfach wegdrängen lassen.
Der Neumarkt im Fokus
Der Neumarkt hat sich in den letzten Jahren zu einem Brennpunkt für Drogenkonsum, Verwahrlosung und Kriminalität entwickelt. Die Polizei hat die Situation intensiv im Blick, und die starke Präsenz der Beamten hat zwar zu einer Verlagerung der Drogenszene geführt, aber das Problem bleibt bestehen. Andree Haack, der Beigeordnete für Stadtentwicklung, betont, dass Verdrängung nicht die Lösung sein kann.
Die Gründung der Immobilien- und Standortgemeinschaft Neumarkt (ISG) ist ein weiterer Schritt, um Maßnahmen und Interessen zu bündeln. Ein zentrales Anliegen dieser Gemeinschaft ist die Frage: Was muss passieren, damit es am Neumarkt sichtbar besser wird? Diese Frage ist nicht nur theoretisch, sie betrifft das alltägliche Leben der Menschen, die hier wohnen oder arbeiten. Das Publikum hatte nach der Podiumsdiskussion die Möglichkeit, Fragen zu stellen, und es war deutlich zu spüren, dass viele Kölner an Lösungen interessiert sind.
Impulse für die Zukunft
Herbert Reul, Innenminister von NRW, hielt einen Impulsvortrag über „Innere Sicherheit in Großstädten“. Dabei ließ er keinen Zweifel daran, dass die Herausforderungen groß sind. Stephan Ortolf von der Sparkasse KölnBonn und Udo Buschmann unterstrichen die Unterstützung des Veränderungsprozesses. Das macht Mut! Um das Thema greifbarer zu machen, wurde eine begleitende Ausstellung eröffnet, die vom 24. Juni bis 8. Juli 2026 in der Kassenhalle der Kreissparkasse Köln zu sehen ist. Hier werden Lösungsansätze und Bildbeispiele für die Weiterentwicklung des Neumarkts präsentiert. Sauberkeit, Beleuchtung, die Gestaltung von Hauseingängen und der Umgang mit Leerständen stehen im Fokus.
Die Ausstellung soll nicht nur informieren, sondern auch inspirieren. Der Neumarkt könnte ein lebendiger, einladender Ort sein – wenn die richtigen Maßnahmen ergriffen werden. Und wenn man sich die derzeitige Lage ansieht, wird schnell klar, dass es an der Zeit ist, nicht nur zu reden, sondern auch zu handeln. Das Aufeinandertreffen von Bürgern, Politikern und Experten ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Es bleibt zu hoffen, dass dieses Engagement nicht nur ein einmaliges Ereignis bleibt, sondern den Anstoß für langfristige Veränderungen gibt.
