Am 21. Mai 2026 erstrahlte die Aula der Realschule Scheßlitz im vollen Glanz, als der 1. WIRKEN.Markt die Türen öffnete. Rund 120 Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe hatten in den letzten Tagen ihrer Projektwoche „WIRKEN lassen!“ kräftig geschuftet, um die Ergebnisse ihrer Arbeiten zu präsentieren. Teams mit vier bis fünf Jugendlichen hatten sich in die Welt der regionalen Unternehmen gestürzt, echte Herausforderungen angenommen und kreative Lösungen entwickelt. Das Ergebnis war eine beeindruckende Ausstellung mit 30 Stationen, die die Neugier der Besucher weckten.

Die Projekte waren so vielfältig wie die Interessen der Schüler selbst. Vom präzisen Arbeiten an der Analyse von Reinheitsgraden bei Dr. Pfleger über die Entwicklung innovativer Verpackungsideen beim Milchhof Albert bis hin zur Erstellung von Unternehmensfilmen und Plakaten zur Firmengeschichte bei Zeck – die Schaffenskraft der Jugendlichen war unübersehbar. Besonders spannend war die Entwicklung eines Podcastformats und eigener Unterrichtsmaterialien in Zusammenarbeit mit dem Don Bosco Jugendwerk. Einige Schüler waren sogar kreativ genug, um einen Flaschenöffner in Gitarrenform für Lohmann-Koester zu designen! Die Modenschau zu Beginn, in Kooperation mit Bullani Mützen, setzte dem Ganzen die Krone auf.

Zusammenarbeit mit Unternehmen und Feedback

Fast alle beteiligten Unternehmen waren vor Ort, um das Engagement der Schüler zu würdigen und wertvolles Feedback zu geben. Diese direkte Rückmeldung war für viele Schüler eine bereichernde Erfahrung. „Es war einfach toll, die eigenen Ideen in der Praxis zu sehen!“, äußerte ein Schüler begeistert. Unterstützt wurde das Projekt auch von der Sparkasse Bamberg, die mit einer großzügigen Spende zur Realisierung beigetragen hat. Ein echter Gewinn für alle Beteiligten!

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass die Realschule Scheßlitz dem MINT-Netzwerk der Region beigetreten ist. Diese Mitgliedschaft ist ein klarer Schritt, um mathematisch-naturwissenschaftliche Kompetenzen zu fördern und den Schülerinnen und Schülern eine solide Grundlage für ihre berufliche Zukunft zu bieten. Die nächste Projektwoche „WIRKEN lassen!“ ist bereits für den Zeitraum vom 15. bis 19. Februar 2027 geplant. Die Vorfreude auf neue Ideen und Kooperationen ist groß, denn weitere Unternehmen und sogar die Bundesagentur für Arbeit haben bereits Interesse an einer Teilnahme signalisiert.

MINT-Bildung und ihre Bedeutung

In einem größeren Kontext betrachtet, spielt die MINT-Bildung (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) eine entscheidende Rolle. In Hessen arbeiten rund 600.000 Menschen in MINT-Berufen – und der Bedarf an Fachkräften wächst stetig. Doch viele Kinder und Jugendliche haben oft nur unzureichende Kenntnisse über die Möglichkeiten in diesen Bereichen. Hier setzt der Schulunterricht an, der eine solide Grundausbildung bietet, während außerschulische MINT-Angebote dazu anregen, zu experimentieren und die Neugier zu wecken.

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Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum hat eine Übersicht über diese außerschulischen Aktivitäten erstellt. Diese Übersicht ist ein echter Lichtblick für MINT-Interessierte und erleichtert den Zugang zu einer spannenden MINT-Erlebniswelt. Mit einem Fokus auf praktische Erfahrungen und niederschwellige Bildungsangebote wird versucht, auch benachteiligte Gruppen zu erreichen, insbesondere Mädchen und Jugendliche in Risikolagen.

MINT-Cluster und ihre Rolle

MINT-Bildung ist nicht nur für individuelle Karrierewege wichtig, sondern auch für gesellschaftliche Teilhabe und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Der MINT-Aktionsplan des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) hat regionale MINT-Cluster ins Leben gerufen, die verschiedene Akteure aus Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft miteinander vernetzen. Diese Cluster bieten vielfältige Lernorte und Formate, wie etwa Maker Spaces oder Forschungswerkstätten, und tragen dazu bei, MINT-Bildung nachhaltig zu stärken.

Mit der Gründung von 73 MINT-Clustern über verschiedene Förderwettbewerbe hinweg wurde ein starkes Netzwerk etabliert, das auf die regionalen Bedürfnisse eingeht. Auch in Bamberg gibt es Initiativen wie das MINT-Mobil, das außerschulische Angebote in ländlichen Räumen fördert. Das Ziel dieser Cluster ist klar: Chancengerechtigkeit zu schaffen und die MINT-Kompetenzen der nächsten Generation zu fördern. Das alles lässt auf eine vielversprechende Zukunft hoffen, in der Jugendliche bestens auf die Herausforderungen der digitalen Transformation vorbereitet sind.