Verkehrs-Chaos und Bauarbeiten: Hamburgs Nahverkehr auf der Überholspur
Die Bauarbeiten am Wandsbeker Busbahnhof in Hamburg sind in vollem Gange und sorgen für ordentlich Wirbel im öffentlichen Nahverkehr. Bis zum Freitag, den 17. Juli, wird die gesamte Anlage für den Busverkehr gesperrt, damit der schadhafte Asphalt erneuert werden kann. Ein echtes Ärgernis für die Fahrgäste, denn fast 20 Buslinien halten künftig nicht mehr am zentralen Omnibusbahnhof (ZOB). Stattdessen wurden die Haltestellen in die umliegenden Straßen verlegt – konkret in die Schlossstraße und die Wandsbeker Marktstraße. Das bedeutet, dass sich die Pendler und Besucher auf eine kleine Schnitzeljagd begeben müssen, um ihre Busse zu finden.
Die Baumaßnahmen schränken nicht nur den Busverkehr ein, sondern auch den normalen Straßenverkehr. In der Schlossstraße stadteinwärts und in der Wandsbeker Marktstraße stadtauswärts wird jeweils eine Fahrspur gesperrt. Autofahrer müssen sich also auf Staus einstellen, die sich über die ganze Stadt verteilen. Besonders nachts wird es spannend: In der Wandsbeker Marktstraße wird zwischen 0 Uhr und 5 Uhr eine Spur für Nachtbusse gesperrt, um einen Haltestellenbereich vor dem Einkaufszentrum Quarree einzurichten.
Verkehrschaos in Wandsbek und darüber hinaus
Doch das ist nicht alles! Die Baustelle hat auch Auswirkungen auf die Hamburger U-Bahn-Linie 1 rund um Ohlsdorf. Hier müssen die Fahrgäste ebenfalls mit Einschränkungen rechnen – Ersatzbusse sind zwischen Lattenkamp und Fuhlsbüttel Nord für ganze 13 Wochen im Einsatz. Und als wäre das nicht genug, hat die Deutsche Bahn die Vollsperrung der Strecke vom Hamburger Hauptbahnhof über Dammtor nach Altona von vier auf sechs Wochen verlängert. Ein Hoch auf die Bauarbeiten, die uns in der Stadt ganz schön auf Trab halten!
Der bestehende Straßenbelag am Busbahnhof ist, wie bereits erwähnt, schadhaft und lässt sich nicht mehr reparieren. Daher ist eine vollständige Sanierung der Fahrbahn unumgänglich. Details dazu sind im Umgebungsplan der Hochbahn und in der Fahrplanauskunft auf hvv.de einsehbar. Die Einrichtung der Ersatzhaltestellen wird ebenfalls in den kommenden Tagen voranschreiten.
Ein Blick auf die Zukunft
<pWenn wir schon bei Baustellen sind – ein weiteres großes Projekt ist der Neubau des zentralen Verkehrsknotens ZOB in Harburg. Hier wird eine beeindruckende Tragkonstruktion für das Dach der Busanlage errichtet, die schon fast vollständig steht. Über zwei Jahre ziehen sich die Arbeiten am Harburger Bahnhof, und der neue Busbahnhof soll nicht nur funktional, sondern auch architektonisch neue Akzente setzen. Das Motto des Projekts: „Ein Dach für die Stadt“ – trifft es ganz gut, oder? Allerdings bringt auch dieses Vorhaben erhebliche Einschränkungen für die Fahrgäste mit sich, sodass zahlreiche Buslinien verlegt wurden und die Leute sich auf neue Ersatzhaltestellen rund um das Harburger Rathaus einstellen müssen.
Die Herausforderung, den öffentlichen Verkehr in Hamburg neu zu organisieren, ist enorm. Die bestehende Anlage in Harburg stieß an ihre Kapazitätsgrenzen – täglich zählte man dort rund 40.000 Fahrgäste. Die Umbauten sind also mehr als notwendig! Im Sommer 2024 sollen die Bauarbeiten schließlich starten, nachdem es immer wieder Verzögerungen gab. Und während wir auf die Fertigstellung warten, können wir uns sicher sein: Die Zukunft des Verkehrs in Hamburg wird spannend. Wir bleiben dran!
