Heute ist der 14.07.2026 und in Ulm, da wo der MediaMarkt steht, ist die Stimmung angespannt. Vor einem halben Jahr, genauer gesagt Mitte Januar, ereignete sich ein schrecklicher Vorfall, der die Stadt erschütterte. Ein Mann stach unvermittelt auf einen Angestellten ein, und das mitten im Geschäft. Die Taten werden nun vor dem Landgericht Ulm verhandelt, und der Prozess wegen versuchten Mordes hat heute begonnen.

Das Opfer, ein 25-jähriger Verkäufer, wurde dabei lebensgefährlich verletzt und liegt als Nebenkläger im Fokus des Verfahrens. Der Angeklagte, ein 30-jähriger Eritreer namens Ismail M., kannte sein Opfer nicht. Der Angriff, bei dem der Verkäufer mehrere Stichverletzungen davontrug, wurde von einer Überwachungskamera aufgezeichnet. Die Aufnahmen könnten im Laufe des Prozesses eine entscheidende Rolle spielen.

Der Verlauf des Prozesses

Der Prozess findet unter dem Vorsitz von Richter Wolfgang Tresenreiter statt und wird voraussichtlich noch fünf weitere Verhandlungstage bis Mitte August umfassen. Neben dem versuchten Mord wird Ismail M. auch wegen gefährlicher Körperverletzung in mehreren tateinheitlichen Fällen angeklagt. Zwei weitere Mitarbeiter wurden verletzt, als sie dem Verkäufer zur Hilfe eilten. Der Vorwurf lautet, dass Ismail M. seine Wut und Frustration an einem anderen Menschen auslassen wollte. Dies wirft ein grelles Licht auf seine Psyche – die Staatsanwaltschaft stuft ihn als „hochgefährlich“ ein, mit einer geringen Frustrationstoleranz und fehlender Impulskontrolle.

Der Angriff passierte in der Blaubeurer Straße, ein Ort, der jetzt für viele mit Schrecken und Angst verbunden ist. MediaMarkt blieb einen Tag lang geschlossen, und seitdem ist ein Sicherheitsdienst regelmäßig vor Ort, um den Kunden ein sicheres Gefühl zu geben. Der Verkäufer wird inzwischen in einem anderen Bereich des Unternehmens eingesetzt, da der direkte Kundenkontakt für ihn nicht mehr möglich ist. Er lag nach dem Angriff lange im Krankenhaus und war zeitweise im Koma – das hat sicherlich auch seine Lebensqualität stark beeinflusst.

Die Hintergründe des Täters

Ismail M. wurde nach der Tat von der Polizei gestellt und versuchte sogar, die Beamten mit einem Messer anzugreifen. Dies führte dazu, dass die Polizisten zwei Schüsse abgaben, einer davon traf ihn im Bauchbereich, was ihn schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzte. Der Mann saß bis Dezember 2025 wegen Gewaltdelikten im Gefängnis und war vor der Tat erst vor kurzem entlassen worden. Er war ein abgelehnter und ausreisepflichtiger Asylbewerber, dessen Abschiebung aufgrund fehlender Ausweisdokumente gescheitert war.

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Der Prozess wird unter starker Beobachtung geführt, und die Anwältin des Opfers, Rechtsanwältin Müller aus Augsburg, wird alles daran setzen, dass Gerechtigkeit geschieht. Die Verhandlung verspricht, einige interessante Wendungen zu nehmen, da 24 Zeugen und zwei Sachverständige gehört werden sollen. Am 12. August 2026 wird dann mit einem Urteil gerechnet.