Sicherheitsmarkt im Aufwind: Wachstum und Herausforderungen der elektronischen Sicherheitstechnik in Deutschland
Heute ist der 29.06.2026, und wir blicken auf einen Markt, der sich trotz aller Widrigkeiten stetig weiterentwickelt. Im Jahr 2025 hat der Markt für elektronische Sicherheitstechnik in Deutschland ein Umsatzplus von 3,9 % erzielt und damit die beeindruckende Summe von 5,74 Milliarden Euro erreicht. Das ist schon eine Hausnummer, oder? Dirk Dingfelder, der Vorsitzende des ZVEI-Fachverbands Sicherheit, berichtet von einer ungebrochenen Nachfrage, die wohl kaum zu bremsen ist. Das zeigt, wie wichtig Sicherheitstechnik in unserer heutigen Welt geworden ist.
Axel Schmidt, Vorstandsvorsitzender des BHE Bundesverband Sicherheitstechnik, bringt es auf den Punkt: Die Baukonjunktur hat es nicht leicht, und dennoch scheinen sich die Wogen langsam zu glätten. Mit steigenden Baugenehmigungen und dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität am Horizont könnte es bald wieder aufwärts gehen. Ein Lichtblick, wenn man bedenkt, dass die Bauwirtschaft unter hohen Finanzierungskosten und einer gewissen Investitionszurückhaltung leidet.
Wachstumstreiber und Marktentwicklung
Das KRITIS-Dachgesetz, das Mindeststandards für den Schutz kritischer Infrastrukturen einführt, könnte ebenfalls einen Schub geben. Besonders in Bereichen wie Energieversorgung, Gesundheitswesen und Telekommunikation ist der Bedarf an Sicherheitstechnik enorm gestiegen. Man fragt sich, wie viele Rechenzentren mittlerweile auf integrierte Sicherheitskonzepte angewiesen sind – schließlich boomt die Nachfrage nach Cloud-Diensten und digitaler Infrastruktur.
Die Zahlen sprechen für sich: Der Umsatz mit Brandmeldetechnik, dem größten Segment der elektronischen Sicherheitstechnik, liegt jetzt bei 2,7 Milliarden Euro – ein Wachstum von 3,9 %. Auch Sprachalarmanlagen zeigen sich robust, mit einem Anstieg um 3,8 % auf 143 Millionen Euro. Zutrittssteuerungssysteme sind mit einem Plus von 6,1 % auf 541 Millionen Euro ebenfalls gut unterwegs. Videosicherheitstechnik, die immer mehr in intelligente Sicherheitsplattformen integriert wird, verzeichnet ein ähnliches Wachstum und erreicht 870 Millionen Euro.
Schwankungen und Herausforderungen
Nicht alles läuft jedoch in einem geraden Strahl. Der Umsatz mit Überfall- und Einbruchmeldeanlagen, der bei 942 Millionen Euro liegt, wächst nur gemächlich – lediglich um 2,4 %. Das ist zwar ein Plus, bleibt aber hinter dem Marktdurchschnitt zurück. Und während die Rauch- und Wärmeabzugsanlagen einen Anstieg um 2,8 % auf 182 Millionen Euro verzeichnen, stagnieren andere Technologien wie Rufanlagen und Fluchttürsysteme bei 360 Millionen Euro.
Die Herausforderungen sind nicht zu unterschätzen. Laut Dirk Dingfelder ist die Integration elektronischer Sicherheitstechnik durch Digitalisierung und Vernetzung von großer Bedeutung. Es wird spannend zu beobachten sein, wie sich der Markt mit der digitalen Produktpass-Initiative und neuen Anforderungen an Normung und Nachhaltigkeit entwickelt. Auch der Fachkräftemangel ist ein Thema, das allmählich an Bedeutung gewinnt – woher sollen die qualifizierten Leute kommen?
Egal, wie man es dreht und wendet, der Sicherheitsmarkt zeigt sich robuster als andere Segmente der Bau- und Gebäudetechnik. Langfristige Investitionen könnten dem Markt in den kommenden Jahren weiter Auftrieb geben, besonders wenn die Bauwirtschaft wieder auf die Beine kommt. Die Zeichen stehen auf Wachstum – und das ist für viele Unternehmen ein Grund zur Freude!
