Schleswig-Holstein: Pionier der digitalen Souveränität in Deutschland
Heute ist der 6.05.2026, und es gibt spannende Neuigkeiten aus Schleswig-Holstein! Der nördliche Bundesland hat sich nicht nur als Vorreiter in der digitalen Unabhängigkeit etabliert, sondern wurde auch mit dem Nextcloud Award 2025 in der Kategorie „Implementation Role Model“ ausgezeichnet. Das wurde im Rahmen des Nextcloud Summit in München gefeiert, und es freut mich, dass Schleswig-Holstein hier ein echtes Vorbild abgibt.
Die Landesregierung hat es sich zur Aufgabe gemacht, digitale Souveränität zu fördern, und das merkt man. Die Zusammenarbeit mit Nextcloud zielt darauf ab, eine KI für die Behördenkommunikation zu entwickeln – ein riesiger Schritt in die richtige Richtung! In Zeiten, in denen die Abkehr von US-amerikanischen Cloud-Diensten immer mehr zum Trend wird, zeigt Schleswig-Holstein, wie man es richtig macht. Die Umstellung auf Open-Source-Anwendungen, vom Betriebssystem über Bürosoftware bis hin zu Kollaborationsplattformen, wird schrittweise vollzogen. Und das Ziel? Ein unabhängiger, sicherer und zukunftsfähiger IT-Arbeitsplatz für alle!
Nextcloud Hub 26: Der Schlüssel zur digitalen Autonomie
Im Februar 2023 hat Nextcloud Hub 26 das Licht der Welt erblickt – und das mit einem klaren Fokus auf digitale Autonomie. Die neuen Funktionen sind nicht nur ein technisches Update; sie revolutionieren die Art und Weise, wie Behörden kommunizieren und zusammenarbeiten. Die Föderation für Anwendungen wie Deck, Kalender und Teams ermöglicht eine serverübergreifende Zusammenarbeit, die einfach nur genial ist. Außerdem sorgt die echte Verschlüsselung im Browser dafür, dass sensible Daten sicher verwaltet und ausgetauscht werden können. Und das Beste? Vertrauliche Dokumente werden automatisch klassifiziert – da bleibt kein Geheimnis mehr verborgen!
Die Zahlen sind beeindruckend. Schleswig-Holstein plant bis Ende 2025 die Umstellung seines gesamten E-Mail-Systems, was 44.000 Postfächer und unfassbare 110 Millionen E-Mails und Kalendereinträge umfasst. Dabei werden jährliche Einsparungen von über 15 Millionen Euro an Lizenzgebühren erwartet. Die einmaligen Umstellungskosten von etwa 9 Millionen Euro amortisieren sich in weniger als einem Jahr – ein echtes Schnäppchen, wenn man bedenkt, wie viel Geld sonst für proprietäre Software draufgeht.
Ein europäisches Netzwerk für digitale Souveränität
Das Beispiel Schleswig-Holstein wirkt wie ein Magnet auf andere europäische Institutionen. Das französische Bildungsministerium plant, Nextcloud auf 1,2 Millionen Nutzer auszuweiten, während die niederländische IT-Kooperative SURF bereits 100.000 Nutzer mit der Lösung versorgt. Nextcloud wird als feste Säule in der Souveränitätsstrategie bezeichnet, und das ist kein Zufall. Ein generatives Sprachmodell wird lokal betrieben, ohne Abhängigkeit von externen Cloud-Anbietern. Das zeigt, dass die Datenschutzorientierung der Plattform nicht nur ein leeres Versprechen ist, sondern tatsächlich gelebt wird.
Im ersten Quartal 2026 verzeichnete Nextcloud einen Buchungsanstieg von über 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Partnernetzwerk wuchs um 300 Prozent, mit großen Anbietern wie IONOS und Deutsche Telekom, die Managed-Sovereign-Cloud-Dienste anbieten. Das ist ein starkes Zeichen, dass der Markt bereit ist für diese Art von Lösungen. Und die über 500 Drittanbieter-Apps im Nextcloud Store? Ein klarer Hinweis darauf, wie modular die Software ist – eine echte Bereicherung für jede Organisation.
Ein Blick in die Zukunft
Das alles kulminiert in der Initiative „Euro-Office“, die beim Nextcloud Summit am 9. Juni 2026 in München im Mittelpunkt stehen wird. Ein interoperables Open-Source-Büro-Ökosystem ist das Ziel, und ich bin gespannt, in welche Richtung sich das entwickeln wird. Schleswig-Holstein, unter der Leitung von CIO Sven Thomsen, hat sich hier eine Vorreiterrolle erarbeitet und zeigt, dass digitale Unabhängigkeit nicht nur ein Traum ist, sondern Wirklichkeit werden kann.
Am Ende des Tages sehen wir in Schleswig-Holstein, dass der Weg hin zu einer datenschutzorientierten und souveränen digitalen Zukunft nicht nur möglich, sondern auch machbar ist. Dirk Schrödter, Chef der Staatskanzlei, hat es treffend gesagt: Die Notwendigkeit und Machbarkeit der digitalen Unabhängigkeit ist unbestreitbar. Und jetzt, wo die ersten Schritte gemacht sind, bleibt nur zu hoffen, dass viele andere Bundesländer und Institutionen diesem Beispiel folgen werden.
