Heute ist der 11.07.2026 und der PC-Markt zeigt sich in einem ziemlich bescheidenen Licht. Die Preise für PCs und Notebooks steigen, und das ist nicht gerade ein Grund zur Freude für die Verbraucher. Laut einem Bericht von Omdia hat der Markt im zweiten Quartal 2026 einen Rückgang der Auslieferungszahlen um 3,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erlebt. Insgesamt wurden 65,7 Millionen Geräte verkauft – das ist eine ganze Menge, aber dennoch ein Rückgang in einer Zeit, in der wir eigentlich auf Wachstum hoffen würden.

Die Verkaufszahlen sind aufgeteilt in 13,9 Millionen Desktops, was einem Minus von 1,3 Prozent entspricht, und 51,7 Millionen Notebooks, die um 4,2 Prozent zurückgegangen sind. Die Ursachen für diesen Rückgang sind klar: die steigenden Kosten für Komponenten, insbesondere beim Arbeitsspeicher und SSD-Speicher, haben die Preise für vergleichbare Geräte um 20 bis 40 Prozent in die Höhe getrieben. Das macht es für viele schwerer, sich neue Geräte zuzulegen, vor allem in einer Zeit, in der über 50 Prozent der befragten Vertriebspartner berichten, dass Geschäftskunden geplante Hardware-Upgrades aufschieben.

Marktführer und ihre Herausforderungen

Lenovo bleibt trotz eines Rückgangs von 2 Prozent der Marktführer mit 16,6 Millionen ausgelieferten Geräten und einem Marktanteil von 25 Prozent. HP folgt mit 13 Millionen Geräten, was einen heftigen Rückgang von 9 Prozent bedeutet. Dell bleibt mit 9,3 Millionen Geräten auf dem dritten Platz, während Apple mit 7,3 Millionen ausgelieferten Macs einen kleinen Marktanteilszuwachs von zwei Prozentpunkten verzeichnen kann. Asus hat sich mit 5 Millionen Geräten den fünften Platz gesichert. Die Liste der großen Player zeigt, dass es nicht nur um Verkaufszahlen, sondern auch um die Fähigkeit geht, in einem herausfordernden Markt zu bestehen.

Etwas Licht am Ende des Tunnels: Die Preise für Speicher sollen im zweiten Halbjahr 2026 etwas nachlassen. Aber die Herausforderung bleibt, denn auch andere Bauteile werden teurer. Die Hersteller haben es nicht leicht – Engpässe bei Speicher- und Storage-Komponenten belasten die Branche. Und das kann auf lange Sicht auch die Prognosen für 2026 beeinträchtigen. Laut Analyst Ben Yeh steigen die Kosten für diese Komponenten zwischen dem ersten und vierten Quartal 2025 um bis zu 70 Prozent, und diese Preissteigerungen werden in der Regel an die Verbraucher weitergegeben.

Ein Blick in die Zukunft

<pTrotz der momentanen Schwierigkeiten gibt es auch positive Aussichten. Omdia prognostiziert, dass der weltweite PC-Absatz im Jahr 2025 um über 9 Prozent zunehmen wird. Die Nachfrage bleibt bestehen, insbesondere durch Geräteerneuerungen und ein generelles Interesse an neuen Technologien. Lenovo, HP und Dell werden weiterhin die großen Akteure sein, wobei Apple das höchste Wachstum unter den Top-Anbietern verzeichnen könnte.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Herausforderungen sind also vielfältig, aber die Unternehmen scheinen gewillt, sich diesen zu stellen. Viele Anbieter richten ihren Fokus zunehmend auf höherwertige Modelle, während im mittleren und unteren Preissegment abgespeckte Konfigurationen angeboten werden. Es bleibt spannend zu sehen, wie sich der Markt entwickeln wird, und ob die Hersteller mit ihren Beschaffungsstrategien den Anforderungen gerecht werden können. Die Zeichen stehen auf Veränderung, und man kann nur hoffen, dass die Verbraucher nicht nur auf der Strecke bleiben.