Neuer Glanz für Werdohl: Goldbäckerei Grote bringt frischen Wind in die Backkultur
In Werdohl tut sich was! Die Goldbäckerei Grote, ein echtes Traditionsunternehmen aus Langenholthausen, hat die leerstehenden Räume von Kayser Drei am Lidl-Markt übernommen. Das ist schon eine kleine Sensation, besonders wenn man bedenkt, dass die alte Filiale von Kayser Drei seit etwa drei Monaten dicht war. Wer hätte gedacht, dass genau hier, am Fritz-Thomée-Platz, eine neue Bäckerei entsteht? Die Goldbäckerei Grote feiert mit diesem Standort ihre 24. Filiale und die zweite in Werdohl. Ein stolzes Erbe, das 1913 von Carl Grote gegründet wurde und mittlerweile in vierter Generation geführt wird!
Die Renovierungsarbeiten haben bereits begonnen und es wird spannend zu sehen, wie die Räumlichkeiten umgestaltet werden. Laut Anna Sellmann, der kaufmännischen Leiterin der Goldbäckerei, ist dieser Standort für sie einfach perfekt. Man kann nur hoffen, dass die Neugestaltung das Flair der Gegend unterstreicht und die Werdohler mit frischen Brötchen und leckeren Backwaren verwöhnt. Der genaue Eröffnungstermin steht zwar noch nicht fest, aber die Eröffnung ist für August geplant – und das nach den Sommerferien! Ein guter Zeitpunkt, um frische Ideen und Geschmäcker in die Stadt zu bringen.
Ein Blick in die Vergangenheit
Die Geschichte von Kayser Drei ist da schon etwas weniger erfreulich. Die Bäckerei-Kette musste am 1. März endgültig ihren Betrieb einstellen, nachdem sie im November 2025 erneut Insolvenz angemeldet hatte. Zuvor hatte Kayser Drei noch 14 Filialen und etwa 120 Beschäftigte. Es ist tragisch, wenn man sieht, wie viele Arbeitsplätze dadurch verloren gehen. Die Bäckereibranche hat es in den letzten Jahren nicht leicht. Steigende Rohstoff- und Energiepreise sowie ein verändertes Kaufverhalten der Kunden setzen den Betrieben zu. Immer mehr Menschen kaufen beim Discounter ein – und das macht es für die traditionellen Bäcker nicht einfacher.
In einem ähnlichen Boot sitzt die Bäckerei-Kette Rackls Backstubn, die am 1. Dezember 2025 Insolvenz anmelden musste. Hier sind 35 Filialen und rund 470 Mitarbeiter betroffen. Sanierungsexperte Tobias Sorg hat die schwierige Aufgabe, Gespräche mit potenziellen Käufern zu führen, um die gesamte Unternehmensgruppe zu verkaufen. Die Situation ist ernst, aber der Fokus liegt auf dem Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze. Geschäftsführer Xaver Rackl, der das Unternehmen in vierter Generation führt, gibt sich kämpferisch und möchte Rackls zukunftsfähig aufstellen. Das ist bewundernswert!
Die Zukunft der Bäckereien
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Branche entwickeln wird. Die Goldbäckerei Grote scheint mit ihrem frischen Ansatz und der Kooperation mit Discountern wie Lidl und Netto auf dem richtigen Weg zu sein. Diese Zusammenarbeit bringt für beide Seiten Vorteile. Während die Kunden von frischen Backwaren profitieren, können die Bäckereien ihre Reichweite erhöhen – ein kluger Schachzug in diesen herausfordernden Zeiten. Die Hoffnung auf ein Comeback der traditionellen Bäckerei bleibt bestehen, und vielleicht wird die Goldbäckerei Grote in Werdohl der Startschuss für eine positive Wende in der Region sein. Wer weiß das schon? Jedenfalls ist es an der Zeit, den Duft frisch gebackener Brötchen in der Luft zu schnuppern und die kleine Bäckerei um die Ecke wieder in unser Leben zu lassen!
