Die Börsenwelt blickt gespannt auf den 23. Juni. An diesem Tag wird der MSCI seine Annual Market Classification Review veröffentlichen, und das hat es in sich. Der MSCI World ETF, der aktuell bei 203,05 USD notiert, steht im Fokus. Mit einer Kursbewegung von +0,36% in der letzten Woche und +0,77% in den letzten 30 Tagen, scheint der ETF derzeit recht stabil zu sein. Aber das könnte sich bald ändern! Der Relative Strength Index liegt bei 55,4, was bedeutet, dass wir uns im neutralen Territorium bewegen. Es bleibt also spannend.

Am 18. Juni haben wir bereits die Veröffentlichung des Global Market Accessibility Review erlebt. Diese Überprüfung ist ein wichtiger Schritt zur Beurteilung der Marktzugänglichkeit für internationale Investoren. Aber keine Sorge, sie ist noch kein direkter Auslöser für Änderungen im Index. Vielmehr dient sie als Vorstufe, um die Rahmenbedingungen der Märkte zu analysieren. MSCI bewertet die Märkte nach wirtschaftlicher Entwicklung, Größe, Liquidität und Zugänglichkeit. Das Ziel? Investoren sollen die Märkte besser verstehen und vergleichen können – eine Art Orientierungshilfe im Dickicht der Finanzwelt.

Die Bedeutung der Marktklassifikation

Die jährliche Marktklassifikationsüberprüfung ist nicht nur ein formaler Akt. Sie stellt sicher, dass die MSCI-Indizes die Märkte korrekt abbilden, was für Investoren von entscheidender Bedeutung ist. Wenn ein Markt in die Kategorie der entwickelten Länder wechselt oder herausfällt, hat das direkten Einfluss auf den MSCI World ETF. Gleichzeitig ist es wichtig zu wissen, dass der ETF ausschließlich entwickelte Märkte abbildet. BlackRock verwaltet dabei ein Portfolio von 1.284 Einzelwerten und ein Fondsvermögen von etwa 8,07 Milliarden USD. Die laufenden Kosten von 0,24% jährlich sind im Vergleich zu anderen Produkten durchaus akzeptabel.

In der breiten Produktpalette, wie dem iShares MSCI ACWI ETF oder dem Vanguard Total World Stock ETF, finden wir sowohl entwickelte als auch Schwellenmärkte. Eine Änderung in der Schwellenland-Klassifizierung hat für den MSCI World ETF also nur dann Relevanz, wenn sie direkte Auswirkungen auf die Klassifizierung von entwickelten Märkten hat. Momentan scheint der Markt jedoch ruhig zu sein, die Volatilität liegt bei einem annualisierten Wert von 14,12%. Eine angenehme Ruhe vor dem Sturm, könnte man sagen.

MSCI – ein Schwergewicht in der Indexwelt

MSCI ist nicht irgendein Anbieter, sondern ein führender Indexanbieter, der die globalen Märkte in verschiedene Indizes unterteilt. Diese Struktur funktioniert wie Matroschka-Puppen – eine passt in die andere. Der MSCI ACWI spiegelt die Mehrheit der globalen Märkte wider und umfasst rund 3.000 große und mittelständische Unternehmen aus 23 Industrieländern und 24 Schwellenländern. Dabei machen die USA über 61% des MSCI ACWI aus. Ein Blick auf die Struktur zeigt, dass Schwellenländer zwar rund 40% des weltweiten BIP ausmachen, aber nur etwa 11% im MSCI ACWI vertreten sind. Das ist schon ein wenig paradox, oder?

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Letztlich ist es die MSCI-Marktklassifikation, die Vertrauen schafft. Sie hilft nicht nur, Märkte zu gruppieren, sondern auch, die tatsächlichen Erfahrungen der Investoren zu reflektieren. Die Ergebnisse der jährlichen Marktzugänglichkeitsüberprüfung, die jedes Jahr im Juni bekannt gegeben werden, betreffen alle investierbaren Märkte und sind entscheidend für die Stabilität der Benchmark-Rahmenbedingungen.