Heute ist der 17.07.2026, und im Milchmarkt tut sich ganz schön was. Die USA haben sich ganz schön ins Zeug gelegt und boomen beim Export von Milchprodukten. Die Zahlen sprechen für sich – die Ausfuhren sind in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um 12 % gestiegen. Besonders Käse und Butterfett treiben diesen Anstieg voran. Der Käseexport hat sich im Vergleich zum Vorjahr um fast 24 % erhöht, was etwa 57.000 Tonnen ausmacht. Und als ob das nicht genug wäre, sind die Exporte von Butterfett sogar um 90,7 % auf 76.000 Tonnen gestiegen! Wahnsinn, oder?

Interessanterweise hat sich das Exportvolumen von Butterfett im Vergleich zum ersten Halbjahr 2024 mehr als verfünffacht. Damit ist die USA nun der zweitgrößte Käseexporteur weltweit, nur hinter der EU und Großbritannien. Laut einem Bericht der Rabobank bleibt Europa zwar ein wichtiger Akteur am Milchmarkt, aber der Rückgang des Anteils am weltweiten Handel ist nicht zu ignorieren. Das liegt an der Ausschöpfung des Produktionspotenzials, strengen Regulierungen und einer alternden Landbevölkerung. Währenddessen profitieren die USA und Argentinien von weniger strengen Vorgaben und ungenutztem Wachstumspotenzial. Ein klassischer Fall von „Die einen können, die anderen nicht“.

Herausforderungen für die Milchproduktion

Aber es gibt auch Herausforderungen. Die Milchanlieferungen in den USA sind aufgrund einer Hitzewelle um 3,7 % zurückgegangen. In der 27. Kalenderwoche 2026 verzeichneten die Molkereien 3,6 % weniger Milch als in der Vorwoche. Die Anlieferung lag allerdings nur 1,4 % über dem Niveau von 2025, was immerhin ein Plus von 5,9 % seit Jahresbeginn bedeutet. Im Markt für Magermilchpulver ist das Angebot gesunken, was die Rohstoffverfügbarkeit angeht. Die Weltmarktnachfrage ist ruhiger geworden. Zudem nimmt die Konkurrenz aus Neuseeland und den USA zu. Trotzdem bleibt die EU-Ware wettbewerbsfähig, was auch nicht selbstverständlich ist.

Die Preise für Lebensmittelware zeigen eine feste Tendenz, während Futtermittelware bei ruhiger Nachfrage leicht ansteigt. Die Nachfrage nach geformter Markenbutter in 250-g-Packungen ist stabil, mit Preisen zwischen 3,85 und 4,60 €/kg. Und auch die Nachfrage nach loser Markenbutter im 25-kg-Block ist gestiegen, mit Preisen zwischen 3,85 und 4,00 €/kg. Spotmilchpreise liegen bei etwa 37,00 €/100 kg in Norddeutschland und etwa 39,00 €/100 kg im Süden. Es gibt also viel Bewegung im Markt!

Ein Blick auf den globalen Milchhandel

<pDer weltweite Handel mit Milchprodukten zeigt ebenfalls eine positive Entwicklung, insbesondere im Käsebereich. Zwischen 2017 und 2025 ist das Handelsvolumen von Milchprodukten um 11 % gestiegen und erreicht nun 101 Milliarden Kilogramm. Die EU ist zwar noch mit 27 % führend im Milchexport, muss aber feststellen, dass sie allmählich Marktanteile verliert. Die USA, Argentinien und Uruguay nutzen die Gunst der Stunde, um ihre Positionen zu stärken.

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Der globale Käsehandel ist zwischen 2017 und 2025 sogar um etwa 40 % gewachsen, und die jährliche Wachstumsrate liegt bei rund 3,3 %. In den USA und Argentinien haben sich die Käseexporte seit 2017 verdoppelt. Das zeigt, dass der Markt nicht schläft und sich ständig weiterentwickelt. Butterexporte aus den USA stiegen von 45.000 Tonnen im Jahr 2024 auf 123.000 Tonnen im Jahr 2025. Auch China bleibt zwar der größte Importeur von Milchprodukten, aber die Importe sinken wegen steigender Eigenproduktion.

Die Exporteure richten ihren Fokus auf neue Märkte wie den Nahen Osten, Südostasien und Brasilien, was die Dynamik im globalen Milchhandel weiter anheizt. Auch wenn die USA und Argentinien als vielversprechende Lieferanten für zusätzliches Angebot gelten, könnte Europa durch strengere Produktionsvorschriften eingeschränkt werden. Der Milchmarkt bleibt also spannend und ist voller Herausforderungen und Chancen.