Luftschlacht der 3D-Drucker: Wer setzt sich an die Spitze?
Heute ist der 26.06.2026, und im Markt für 3D-Druck-Komponenten tut sich einiges. Jiangsu Runice 3D Technology hat kürzlich eine Finanzierungsrunde in Höhe von knapp 100 Millionen Yuan, das sind rund 12 Millionen Euro, abgeschlossen. Diese Runde wurde von Cowin Capital angeführt, unterstützt von Haojun Capital, Wuzhong Financial Holdings und dem Shihu Fund. Flow Capital hat dabei als Finanzberater fungiert. Man könnte sagen, die Luft wird immer dicker in der 3D-Druck-Welt!
Die eingesammelten Mittel sollen in die Entwicklung von Kerntechnologien und die Etablierung digitalisierter Fertigungssysteme fließen. Runice plant zudem den Ausbau eines zweiten Produktionsstandorts in Dongguan, um die Entwicklung, Fertigung und Auslieferung zu skalieren. Das Unternehmen, das 2013 gegründet wurde, hat sich auf wichtige Komponenten für 3D-Drucker spezialisiert: Hotends, Extruder und Bewegungssysteme. Diese Bauteile sind entscheidend für die zuverlässige Förderung von Filament und die Verarbeitung technischer Materialien. Das ist ein Thema, das immer mehr an Bedeutung gewinnt, vor allem durch Trends wie Mehrfarb- und Mehrmaterialdruck.
Neuer Player auf dem Markt
Aber Runice ist nicht der einzige Akteur, der sich in dieser dynamischen Branche positioniert. Auch die Suzhou Rongsu Manufacturing Technology Co., Ltd., besser bekannt als Rongsu Technology, hat kürzlich eine Serie-A-Finanzierung in ähnlicher Höhe abgeschlossen. Fast 100 Millionen Yuan flossen in das Unternehmen, das erst 2020 gegründet wurde und sich auf großformatige Additivfertigung spezialisiert hat. Gründer Xu Fangda, ein Postdoktorand der Universität of Bath, hat sich mit seinem Team insbesondere auf DED Drahtzufuhr-3D-Drucktechnologie konzentriert und bietet Dienstleistungen in Bereichen wie Luft- und Raumfahrt sowie Stahlmetallurgie an.
Die STAR-Serie von Rongsu hat bereits Aufträge von namhaften Firmen wie AVIC, CRRC und CSSC erhalten. Das zeigt, dass die Nachfrage nach solchen Technologien groß ist. Ein neuer Desktop-Metall-3D-Drucker, der Laser Mini, wird mit seinen kompakten Abmessungen und der hohen Druckgenauigkeit als umweltfreundlich und benutzerfreundlich angepriesen. Die Produktionsgeschwindigkeit konnte von 1 kg/Stunde auf erstaunliche 4 kg/Stunde gesteigert werden! Hier geht’s wirklich zur Sache.
Die Zukunft der 3D-Druck-Technologie
Die Entwicklungen bei Rongsu haben das Potenzial, die Produktionskosten mit traditionellen Fertigungsmethoden zu konkurrieren. Das geplante globale Servicecenter für Additivfertigung in der Suzhou High-tech Zone wird über 500 Millionen Yuan kosten und soll nach Fertigstellung mit einem Jahresumsatz über 300 Millionen Yuan aufwarten. Das sind ambitionierte Pläne, und das Unternehmen hat bereits Kooperationen mit kommerziellen Raumfahrtkunden sowie eine wachsende Kundenbasis in der Stahlmetallurgie und Petrochemie.
Die Kombination aus innovativen Technologien und einer strategischen Ausrichtung auf aufstrebende Bereiche wie die Low-Altitude Economy könnte Rongsu zu einem wichtigen Player im Markt machen. Während der Umsatz aus Ausrüstung momentan den größten Anteil an den Dienstleistungen ausmacht, wird der Druckdienstleistungsbereich in Zukunft zum Hauptumsatztreiber avancieren. Prognosen deuten darauf hin, dass der Umsatz bis 2025 mehrere Millionen Yuan erreichen und bis 2026 sogar verdreifacht werden könnte.
Bleibt abzuwarten, wie sich diese beiden Unternehmen im aufstrebenden Markt für 3D-Druck-Komponenten behaupten werden. Es ist klar, dass die Konkurrenz hart umkämpft ist und Innovationen der Schlüssel zum Erfolg sind. Die spannende Frage bleibt: Wer wird die Nase vorn haben?
