Heute ist der 9.06.2026 und während wir auf den Markt gehen, um frisches Obst und Gemüse zu kaufen, spüren viele von uns die steigenden Preise für alltägliche Lebensmittel. In Hanoi zum Beispiel hat die Familie von Frau Nguyen Thi Lan, 45 Jahre alt, mit 500.000 VND, was etwa 20 Euro entspricht, Mühe, genügend Nahrungsmittel für eine Woche zu besorgen. Vor einigen Jahren war dieser Betrag noch ausreichend, um mehrere Tage lang für die Familie zu kochen. Heute reicht es gerade mal für ein paar Grundnahrungsmittel wie Schweinefleisch und Gemüse. Das ist schon ein bisschen frustrierend, oder?

Die Preise für Fleisch, Gemüse und Obst sind in den letzten Jahren gestiegen. Zum Beispiel kosten 1 kg Schweinebauch mittlerweile 150.000 bis 160.000 VND, während ein Bund Wasserspinat zwischen 8.000 und 15.000 VND liegt. Und auch die Sommerfrüchte schlagen ordentlich zu Buche: Litschis und Rambutan kosten jeweils zwischen 60.000 und 80.000 VND pro Kilogramm. Da kann man nur staunen, wie viele Hausfrauen gezielt nach reduzierten Lebensmitteln suchen und ihre Mahlzeiten viel sorgfältiger planen müssen.

Veränderte Einkaufsgewohnheiten

Die hohe Inflation hat dazu geführt, dass sich die Essgewohnheiten vieler Vietnamesen verändern. Frau Pham Thu Huong spricht von einer Umstellung ihrer Ernährung hin zu einfacheren Gerichten. Man könnte sagen, die Menschen sind kreativer geworden: Sie nutzen Rabattaktionen und kaufen oft am Ende des Tages ein, wenn die Preise fallen. Frau Le Minh Anh plant ihre Mahlzeiten im Voraus, um Geld zu sparen. Das Kochen zu Hause wird immer beliebter, nicht nur um die Kosten zu senken, sondern auch um die Qualität der Mahlzeiten zu kontrollieren.

Ähnlich verhält es sich in Deutschland. Der Ernährungsreport „Deutschland, wie es isst“, vorgestellt von Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU), zeigt, dass auch hier Verbraucher zunehmend auf Preise und die Transparenz der Lebensmittelqualität achten. 59 Prozent der Befragten legen Wert auf preiswerte Lebensmittel – ein Anstieg von 46 Prozent im Jahr 2020. Auch der Nutri-Score, der seit 2020 in Deutschland eingeführt wurde, erfreut sich wachsender Beliebtheit. Mit einer Farbskala von A bis E zeigt er, wie gesund ein Lebensmittel ist. 90 Prozent der Befragten achten mittlerweile darauf. Ganz schön beeindruckend!

Ein Blick auf die Essgewohnheiten

Die Umfrage, durchgeführt vom Meinungsforschungsinstitut Forsa, zeigt auch, dass 93 Prozent der Befragten Geschmack als wichtigstes Kriterium beim Einkaufen angeben. 79 Prozent achten auf saisonales Obst und Gemüse, 77 Prozent auf Regionalität und Tierhaltung. In Deutschland essen zudem nur 24 Prozent täglich Fleisch oder Wurst – ein Rückgang von 34 Prozent seit 2015. Es ist spannend zu sehen, wie sich die Essgewohnheiten ändern. Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine vegetarische oder sogar vegane Ernährung. Nur 7 Prozent leben vegetarisch, 2 Prozent vegan.

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Wenn man all diese Entwicklungen betrachtet, wird klar: Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die steigenden Lebenshaltungskosten haben nicht nur Auswirkungen auf die vietnamesischen Familien, sondern auch auf die Verbraucher in Deutschland. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiterentwickeln wird und welche neuen Trends in den Küchen der Welt entstehen. Eines steht fest: Die Zeiten, in denen wir einfach im Supermarkt durch die Gänge schlendern konnten, sind vorbei. Heute müssen wir bewusster und klüger einkaufen, um unseren Geldbeutel zu schonen und gleichzeitig auf eine gesunde Ernährung zu achten.