Heute ist der 5.05.2026 und in Krefeld blüht es – im wahrsten Sinne des Wortes! Der traditionelle Geranienmarkt auf dem Westwall zieht wieder zahlreiche Besucher an. Hier, wo die bunten Blüten in einer schier endlosen Vielfalt leuchten, entfaltet sich ein Fest für die Sinne. Der Westwall hat sich über die Jahre als ein etablierter Marktstandort etabliert, der wöchentlich Menschen zusammenbringt – ein Ort, an dem man nicht nur Blumen, sondern auch Geschichten findet.

Inmitten des bunten Treibens, zwischen duftenden Geranien und fröhlichem Stimmengewirr, gibt es auch einen ganz besonderen Grund zur Erinnerung: Karl Heinz Lengwenings. Er war nicht nur ein talentierter Pressefotograf und Bildjournalist, sondern auch ein Chronist seiner Heimatstadt. Geboren am 10. Februar 1927, hat er von 1954 bis 1965 für die Neue Rhein/Neue Ruhr Zeitung (NRZ) in Krefeld gearbeitet. Danach war er von 1965 bis 1970 als Bildjournalist für die Westdeutsche Zeitung (WZ) tätig. Sein Blick hinter die Linse hat unzählige Momente eingefangen, die das Alltagsleben, gesellschaftspolitische Ereignisse und kulturelle Highlights von Krefeld dokumentieren.

Ein Leben für die Fotografie

1970 wechselte Lengwenings zur Stadt Krefeld und übernahm die Leitung der Stadtbildstelle, die später zum Presseamt umbenannt wurde. Bis zu seinem Ruhestand 1989 war er ein unermüdlicher Dokumentarist – seine Fotografien sind Zeitzeugen, die das gesellschaftliche Leben und die kulturellen Höhepunkte der Stadt für die Nachwelt festhielten. Von Festakten über Jubiläen bis hin zu sportlichen Anlässen – seine Bilder bieten einen einzigartigen Einblick in die Geschichte Krefelds.

Ein besonderes Erbe hinterließ er mit seinem umfangreichen Archiv, das mehrere hunderttausend schwarz-weiß-Negative umfasst. Diese Zeitdokumente, die von 1954 bis 1970 entstanden, sind nicht nur für Historiker von Bedeutung, sondern auch für alle, die sich für die Entwicklung der Stadt Krefeld interessieren. Nach seinem Ruhestand blieb Lengwenings als freiberuflicher Fotograf aktiv und arbeitete für überregionale Medien wie den Stern und die Bild-Zeitung sowie für Privatkunden.

Digitalisierung und Bewahrung der Erinnerung

Das Stadtarchiv Krefeld, in dem viele von Lengwenings‘ Arbeiten aufbewahrt werden, hat sich der Digitalisierung verschrieben. Es beteiligt sich an Projekten, die darauf abzielen, die Zugänglichkeit und Nutzung der Archivbestände zu verbessern. Dabei wird nicht nur die Stadtgeschichte bewahrt, sondern auch die Erinnerungen der Menschen lebendig gehalten. Von der Digitalisierung der Ratsprotokolle, die von 1826 bis 1988 reichen, bis zu den historischen Filmaufnahmen, die Krefelds Entwicklung im 20. Jahrhundert dokumentieren, zeigt das Archiv, wie wichtig es ist, unsere Vergangenheit festzuhalten und für zukünftige Generationen zugänglich zu machen.

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Krefelds Geschichte ist eng mit den Erinnerungen und den fotografischen Arbeiten von Persönlichkeiten wie Karl Heinz Lengwenings verbunden. Während der Geranienmarkt auf dem Westwall die Stadt zum Blühen bringt, ist es auch eine Gelegenheit, innezuhalten und die Bedeutung solcher Erinnerungen zu schätzen – sei es durch die Blumen, die wir kaufen, oder durch die Geschichten, die wir erzählen.