Die Provinz Khanh Hoa, mit ihrer beeindruckenden Naturfläche von über 8.500 km², hat sich in den letzten Jahren zu einem wahren Hotspot für die Viehzucht entwickelt. Hier wird nicht nur eine landwirtschaftliche Nutzfläche von rund 662.177 Hektar bewirtschaftet, sondern auch der Bestand an Ziegen und Schafen wächst rasant. Bis 2026 sollen in dieser Region etwa 266.452 Tiere gezüchtet werden, was eine geschätzte Fleischproduktion von 4.884 Tonnen mit sich bringt. Doch was steckt hinter diesem Erfolg? Ein gut durchdachtes landwirtschaftliches Beratungssystem, das moderne Methoden fördert, spielt eine Schlüsselrolle.

Ein Paradebeispiel für diese Fortschritte ist Herr Dao Van Cuong. Er hat nicht nur sein Ziegenzuchtmodell auf ein halbindustrielles Niveau gehoben, sondern nutzt auch innovative Techniken wie eine Mahlmaschine zur Futteraufbereitung. Sein Pfahlbau-System zur Tierhaltung achtet auf die Gesundheit der Ziegen, und die Überwachung der Futtertröge ist nur ein Teil seines durchdachten Ansatzes. Von 42 Ziegen hat er seine Herde auf 68 Tiere vergrößert. Beeindruckend, oder? Zudem setzt er auf ertragreiche Gräser und fermentierte Sojabohnenrückstände – eine Kombination, die nicht nur die Tiere nährt, sondern auch die Wirtschaft ankurbeln könnte.

Die Schafzucht blüht auf

Auch in der Schafzucht tut sich einiges. Herr Ta Phuong hat durch die Umstellung auf die Dorper-Kreuzung seine Schafherde von 450 auf eine beeindruckende Anzahl vergrößert. Diese Hybriden sind nicht nur schneller im Wachstum, sondern liefern auch eine deutlich bessere Fleischqualität. Die Mastzeit für Lämmer hat sich auf nur fünf Monate verkürzt, und mit Verkaufspreisen zwischen 120.000 und 130.000 VND/kg wird das Geschäft lukrativer denn je. Das Landwirtschaftliche Beratungszentrum von Khanh Hoa hat ein Herdenverbesserungsprogramm ins Leben gerufen, das die Geburts- und Absetzgewichte der Nachkommen um 20 bis 30 Prozent steigert – das sind Fortschritte, die man nicht ignorieren kann.

Die Umstellung auf ertragreiche Gräser und die Silierung von Nebenprodukten haben auch die Problematik der Futterknappheit während der Trockenzeit gelöst. Ein weiterer Schritt in die Zukunft ist das Projekt zur Entwicklung von Ziegen- und Schafprodukten zu Halal-Produkten bis 2030, mit einem Budget von stolzen 200 Milliarden VND. Geplant sind fünf Halal-zertifizierte Ziegen- und Schafzuchtgebiete, jeweils auf 500 Hektar. Das Ziel ist klar: bis 2030 sollen 500.000 Tiere auf einer Fläche von 1.735 Hektar gezüchtet werden.

Fruchtbarer Boden für Innovation

Doch nicht nur die Tierhaltung blüht, auch im Obstbau zeigt die Region enorme Fortschritte. Der gebirgige Kreis Khanh Son hat eine beeindruckende Durian-Anbaufläche von 2.600 Hektar. Der geschätzte Ertrag für dieses Jahr? Rund 17.000 Tonnen, was den Bauern etwa 40 Millionen US-Dollar einbringen kann. Immer mehr Gärtner in der Region stellen auf organischen Anbau um, und über 350 Hektar werden nach Vietnams guter landwirtschaftlicher Praxis (VietGap) bewirtschaftet. Die Gemeinde Son Lam hat mit etwa 1.000 Hektar die größte Durian-Anbaufläche in der Provinz. Hier berichten Gärtner wie Le Minh Cam von den positiven Effekten organischen Düngers auf die Bäume – ein kleiner Schritt für die Natur, ein großer für die Erträge.

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Aber damit nicht genug: Neben Durians werden auch Bananen und Jackfrüchte angebaut. Ganze 3.500 Hektar Obstbäume bringen mehr als 22.000 Tonnen Ertrag pro Jahr. Die Volksgruppe Raglay setzt auf vollorganischen Anbau und geht dabei ganz ohne chemische Dünger oder Pestizide vor. Einige Unternehmen arbeiten sogar mit Wissenschaftlern und Bauern zusammen, um innovative Produkte wie getrocknete Bananen oder Bananenpulver zu entwickeln. Diese werden über soziale Netzwerke und elektronische Marktplätze verkauft – ein schickes Beispiel für moderne Vermarktung!

Ein Blick in die Zukunft

Die vietnamesische Agrarbranche steht an einem spannenden Wendepunkt. Im Jahr 2025 sollen die Ausfuhren auf etwa 70 Milliarden US-Dollar klettern. Insbesondere die pflanzlichen Erzeugnisse werden mit einer Steigerung von fast 20 Prozent auf 8,6 Milliarden Dollar auftrumpfen. Diplomatische Bemühungen helfen, regulatorische Hürden zu überwinden und den Export zu fördern. Vor allem die Zusammenarbeit mit China spielt eine zentrale Rolle. Neue Vereinbarungen ermöglichen den Export von Chili, Passionsfrucht und sogar Vogelnestern. Und wenn man bedenkt, dass China bereits über 2,8 Milliarden Dollar für Durian ausgegeben hat, wird klar, dass hier ein riesiges Potenzial schlummert!

Vietnam strebt an, sich als vertrauenswürdige Qualitätsmarke zu etablieren, auch im Halal-Markt. Der könnte bis 2030 auf fünf Billionen Dollar anwachsen. Unternehmen wie Trung Nguyen Group und Vinh Hoan Corporation haben bereits erfolgreich Halal-Produkte auf den Markt gebracht. Ein nationales System zur Rückverfolgbarkeit von Agrarprodukten soll bis Ende 2026 eingeführt werden, um die Qualität weiter zu steigern. QR-Codes auf Verpackungen werden es den Käufern ermöglichen, die Herkunft und die verwendeten Düngemittel nachzuvollziehen – ein Schritt in die richtige Richtung.