In Deutschland sind Haustiere längst nicht mehr nur Tiere, sie sind Familienmitglieder. Über 38 Millionen von ihnen leben in unseren Haushalten – darunter rund 10,5 Millionen Hunde und etwa 15,9 Millionen Katzen. Das ist eine beachtliche Zahl! Renate Ohr, emeritierte Professorin an der Universität Göttingen, geht davon aus, dass die Deutschen im Jahr 2024 mehr als 18 Milliarden Euro für ihre Heimtiere ausgeben werden. Ein gewaltiger Anstieg, der nicht von ungefähr kommt. Der Wohlstand ist gestiegen, viele Haushalte sind kleiner geworden, und es gibt mehr Singles sowie ältere Menschen, die allein leben. Haustiere bieten Gesellschaft und Wärme – und das wollen viele Menschen sich etwas kosten lassen.

Eines der auffälligsten Merkmale dieses Marktwachstums ist die wachsende Bereitschaft der Halter, Geld auszugeben. 2024 werden die Deutschen über 7,5 Milliarden Euro allein für Heimtiernahrung ausgeben. Ein Blick darauf, wie sich das Futterangebot entwickelt hat, zeigt: Es ist spezialisierter geworden. Premiumfutter ist in aller Munde, auch wenn man sagen muss, dass dieser Begriff nicht geschützt ist. Die Preise richten sich häufig nicht nach den Herstellungskosten, sondern nach dem, was Verbraucher bereit sind zu zahlen. Und die sind, wie gesagt, bereit, tief in die Tasche zu greifen.

Der Gesundheitsboom für unsere pelzigen Freunde

Ein weiteres spannendes Feld ist die Tiermedizin. Hier hat sich seit 2013 die Ausgaben für Tierkrankenversicherungen auf über 700 Millionen Euro versiebenfacht. Auch tiermedizinische Behandlungen haben sich verdoppelt und belaufen sich mittlerweile auf über vier Milliarden Euro. Es wird sogar zunehmend üblich, Behandlungen aus der Humanmedizin für Tiere zu nutzen – von MRT bis CT. Das zeigt, wie wichtig die Gesundheit unserer Haustiere geworden ist. Immer mehr Halter möchten ihre Tiere einäschern lassen und die Urne mit nach Hause nehmen. Ein emotionaler Schritt, der verdeutlicht, wie stark die Bindung zwischen Mensch und Tier ist.

Soziale Netzwerke spielen dabei ebenfalls eine große Rolle. Dort werden Produkte empfohlen und Erfahrungen ausgetauscht, was den Trend zu hochwertigen Produkten weiter fördert. Im stationären Handel wurden 2024 über 1,1 Milliarden Euro mit Zubehör für Haustiere umgesetzt. Das zeigt: Die Nachfrage nach hochwertigen Produkten ist ungebrochen und zeigt keine Anzeichen einer Abflachung.

Der Online-Handel und seine Herausforderungen

Im Internet boomt der Markt ebenfalls. Webseiten wie der Premium Pet Shop bieten zahlreiche Produkte an und versuchen, die Nutzererfahrung ständig zu optimieren. Hierbei werden allgemeine Daten über die Besucher gesammelt, um Probleme zu identifizieren und den Verkauf zu fördern. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass keine persönlichen Daten wie Geschlecht oder Alter übermittelt werden. Das sorgt für ein gewisses Maß an Sicherheit, auch wenn die Beobachtung der Nutzung etwas fragwürdig erscheint. Auf jeden Fall wollen die Betreiber die Nutzer auf ihrem Weg durch den Onlineshop begleiten – ein Service, der durchaus geschätzt wird.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Ein Blick in die Zukunft

<pDer Markt für Heimtierprodukte zeigt sich resilient, trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten. Die Umsätze im deutschen Heimtiermarkt werden bis 2025 voraussichtlich auf knapp 7 Milliarden Euro steigen. Im stationären Fach- und Lebensmitteleinzelhandel wurden im letzten Jahr über 5,3 Milliarden Euro erzielt. Allerdings gab es hier einen kleinen Rückgang von 0,7 % im Vergleich zum Vorjahr. Während der Online-Handel mit 1,5 Milliarden Euro um 0,6 % zulegte, stagnierte der Umsatz mit Heimtier-Fertignahrung. Katzenfutter bleibt das Umsatzcenter im Bereich der Fertignahrung – das ist kaum überraschend, wenn man bedenkt, wie beliebt Katzen sind.

Mit 33,4 Millionen Heimtieren, was 43 % der Haushalte in Deutschland entspricht, ist die Tierhaltung ein fester Bestandteil unseres Lebens geworden. Katzen führen die Liste der beliebtesten Haustiere an, gefolgt von Hunden. Die Altersstruktur der Tierhalter bleibt stabil, wobei vor allem Menschen im mittleren Alter dominieren. Und während der Markt sich weiterentwickelt, bleibt die Liebe zu unseren tierischen Begleitern ungebrochen. Einfach nur schön!