Heute ist der 2.05.2026 und die Krypto-Welt dreht sich weiter. Jack Mallers, CEO von Strike und Twenty-One, hat auf der Bitcoin 2026 in Las Vegas eine strategische Neuausrichtung seiner Unternehmen vorgestellt, die sowohl die Branche als auch die Anleger in Bewegung versetzen könnte. Er plant eine Fusion von Twenty-One mit Strike und Tethers Infrastruktur-Sparte Electron, um das „ideale Bitcoin-Unternehmen“ zu schaffen. Mit dieser Neuausrichtung will Mallers klare Zeichen setzen und sich von Plattformen wie Coinbase und Robinhood abgrenzen, die er als „Krypto-Casinos“ bezeichnet. Er kritisiert, dass diese Unternehmen trotz ihres ökonomischen Erfolgs keine echte Überzeugung für Bitcoin zeigen und hält es für bedenklich, dass Coinbase das Zehnfache an Fiat-Reserven im Vergleich zu Bitcoin halte.

Mallers, der an die transformative Kraft von Bitcoin glaubt, hat zudem angekündigt, dass die neuen Strukturen von Twenty-One auf vier Säulen basieren werden. Diese umfassen Finanzdienstleistungen über Strike, physische Infrastruktur durch Tethers Mining-Operationen, Kapitalmärkte und strategische Akquisitionen. Ein zentraler Bestandteil seiner Strategie ist der Ausbau des Kreditgeschäfts, wobei Strike und Tether eine Kreditfazilität von 2,1 Milliarden US-Dollar anbieten wollen. Damit sollen Hodler, die sich für ein „Never Sell“-Modell entschieden haben, Liquidität erhalten, ohne ihre Bitcoin-Bestände zu verkaufen. Mallers hat auch die Einführung von „Lending Proof of Reserves“ angekündigt, die es Nutzern ermöglicht, die Sicherheiten in einer separaten On-Chain-Adresse zu verifizieren, um das Vertrauen in die neuen Finanzstrukturen zu stärken.

Neue Kreditstrukturen und Transparenz

Ein weiteres Highlight der angekündigten Produkte ist das Konzept der „volatilitätssicheren Kredite“. Diese Kredite bieten Kunden gegen eine Gebühr die Garantie, dass ihre Sicherheiten bei Kursschwankungen nicht liquidiert werden. Die aktuellen Zinssätze für Kredite sind ebenfalls attraktiv: Rund 10,5% APR für Kredite unter 250.000 US-Dollar und etwa 7,49% APR für Kredite über 5 Millionen US-Dollar. Diese Struktur zeigt, dass viele Nutzer es vorziehen, gegen Bitcoin zu leihen, anstatt ihre Bestände zu verkaufen, was Bitcoin für viele wie ein Sparkonto erscheinen lässt.

Die geplante Fusion mit Tether Investments und der Bitcoin-Miner Elektron Energy, der rund 50 EH/s verwaltet und somit etwa 5% der Bitcoin-Netzwerk-Hashrate kontrolliert, könnte einen erheblichen Einfluss auf die Marktlandschaft haben. Mallers hat Raphael Zagury als Präsident der neuen Einheit vorgeschlagen, die eine umfassende Integration von Bitcoin-Treasury-Beständen, Mining, Finanzdienstleistungen, Kreditvergabe und Kapitalmärkten anstrebt.

Regulatorische Herausforderungen in Europa

Doch während Mallers an der Zukunft des Bitcoin-Ökosystems feilt, stehen Unternehmen in Europa vor neuen regulatorischen Herausforderungen. Ab Ende 2024 treten die Regeln der MiCAR (Markets in Crypto-Assets Regulation) in Kraft. Diese Vorschriften zielen darauf ab, Anleger zu schützen, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu verhindern sowie die Markt-Funktionalität und Finanzstabilität zu gewährleisten. Die MiCAR bringt umfassende Anforderungen mit sich, darunter Transparenz- und Offenlegungspflichten sowie Zulassungspflichten für Kryptowerte-Dienstleister. Unternehmen müssen sich intensiv mit diesen Anforderungen auseinandersetzen, um die Wahrscheinlichkeit eines positiven Bescheids bei der BaFin zu erhöhen.

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Insgesamt zeigt sich, dass Jack Mallers mit seiner Vision und den geplanten strategischen Schritten nicht nur die Entwicklung von Bitcoin vorantreibt, sondern auch bewusst auf die Notwendigkeiten und Herausforderungen im regulatorischen Umfeld eingeht. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um zu beobachten, wie sich diese Pläne in der Praxis umsetzen lassen und welche Auswirkungen sie auf die gesamte Branche haben werden.