Heute ist der 20.05.2026 und in der Welt der Kryptowährungen wird es mal wieder richtig turbulent. US-Senatorin Elizabeth Warren hat einen Schuss vor den Bug der Bankenaufsicht OCC abgegeben. In einem Brief an Comptroller Jonathan Gould wirft sie der Behörde vor, unzulässige Banklizenzen an Krypto-Firmen wie Ripple und Coinbase zu vergeben. Was für ein Aufruhr! Von der Vergabe dieser National Trust Bank Charters, die seit Dezember 2025 erteilt wurden, sieht Warren gravierende Mängel im Genehmigungsprozess. Die Aufsichtsbehörde hat in diesem Zeitraum mindestens neun Lizenzen für Krypto-Unternehmen bewilligt, und Warren hat die Nase voll.

Die Senatorin sieht in diesem Vorgehen ein bewusstes Unterlaufen der Finanzmarktstabilität. Ihrer Meinung nach agieren Krypto-Unternehmen wie Banken, ohne die dafür notwendigen Verpflichtungen einzugehen. Sie argumentiert, dass dies nicht nur gegen den National Bank Act verstoße, sondern auch ernsthafte Risiken für Verbraucher und das gesamte Bankensystem birgt. Die American Bankers Association, ein bedeutender amerikanischer Bankenverband, unterstützt Warrens Kritik und fordert eine defensivere Haltung der OCC – und das aus gutem Grund.

Gravierende Vorwürfe und Forderungen

In ihrem Brief hat Warren auch die vollständige Dokumentation aller Genehmigungen sowie die Kommunikation zwischen OCC-Beamten und Präsident Trump oder dessen Familie bis zum 1. Juni 2026 gefordert. Sie ist überzeugt, dass die genehmigten Geschäftsmodelle der Krypto-Firmen, die von Verwahrung über Staking bis hin zu Kreditvergabe und Stablecoin-Emission reichen, nicht dem entsprechen, was man als treuhänderische Kerntätigkeiten bezeichnen könnte. Was da wohl hinter den Kulissen läuft?

Die OCC hat in einer umstrittenen Entscheidung am 12. Dezember 2025 gleich fünf Genehmigungen auf einmal erteilt, darunter auch für die Ripple National Trust Bank. Im Februar 2026 folgten dann weitere Genehmigungen für Unternehmen wie Bridge und Protego. Und am 2. April 2026 war es schließlich Coinbase, das das grüne Licht erhielt. In den USA gibt es mittlerweile etwa 60 nationale Trust-Banken unter der Aufsicht der OCC. Das klingt fast nach Wildwest-Methoden!

Regulatorische Herausforderungen und politische Verstrickungen

Warren ist als ranghöchstes Mitglied im zuständigen Ausschuss des US-Senats natürlich ganz vorne mit dabei, wenn es um die Kontrolle dieser Entwicklungen geht. Interessanterweise hat US-Präsident Donald Trump mit einer Executive Order die Federal Reserve beauftragt, die Regeln für den Zugang von Fintech- und Krypto-Firmen zu überprüfen. Ziel dieser Order ist es, übermäßige Vorschriften abzubauen und digitale Vermögenswerte stärker ins traditionelle Finanzsystem zu integrieren. Ein riskantes Spiel, das die Aufregung nur weiter anheizt!

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Die Branche selbst ist gespalten. Während einige die neuen Möglichkeiten begrüßen, gibt es auch heftige Opposition. Verbände wie die Independent Community Bankers of America und die American Bankers Association äußern Bedenken hinsichtlich der Risiken, die mit der regulatorischen Arbitrage zugunsten der Krypto-Industrie verbunden sind. Man fragt sich wirklich, ob das alles gutgehen kann. Die OCC verteidigt ihre Entscheidungen mit dem Hinweis auf neue Marktteilnehmer, aber die Frage bleibt: Ist das wirklich der richtige Weg?

Die Zukunft der Krypto-Regulierung

Am 1. Juni 2026 endet die Frist zur Vorlage der angeforderten Unterlagen und die Augen sind auf die OCC gerichtet. Was wird die Behörde tun? Und wie wird die Situation im Krypto-Sektor weiter eskalieren? Mit weiteren Anträgen auf Trust-Charters von Firmen wie Morgan Stanley Digital Trust und Payoneer, die beim OCC anhängig sind, bleibt es spannend. Der Senate Banking Committee hat bereits den revidierten CLARITY Act verabschiedet, der die Krypto-Marktstruktur regeln soll. Ob das alles tatsächlich zur Stabilität des Finanzsystems beiträgt, bleibt abzuwarten. Eines ist sicher: Die Diskussion um Krypto und Regulierung ist längst nicht vorbei und wird uns weiterhin begleiten.