Heute ist der 21. Mai 2026, und die Wellen schlagen hoch im Bundesstaat Missouri. Catherine Hanaway, die Generalstaatsanwältin, hat am 20. Mai eine Klage gegen Coinflip eingereicht. Was steckt dahinter? Nun, Coinflip betreibt über 140 Bitcoin-Geldautomaten (BTMs) im Bundesstaat – und die Gebühren können bis zu schwindelerregenden 21,9 % betragen! Ein 80-jähriger Veteran ist dabei besonders ins Visier geraten und hat bis zu 200.000 US-Dollar an Betrüger verloren, die ihn dazu verleitet haben, Bargeld in die Automaten einzuzahlen. Das klingt irgendwie nach einem Albtraum.

Die Klage, die beim Circuit Court von Jasper County eingereicht wurde, zielt darauf ab, den Betrieb von Coinflip in Missouri auszusetzen, bis die notwendigen Maßnahmen zur Bekämpfung von Betrug implementiert sind. Hanaways Büro hatte bereits im Dezember 2025 eine Untersuchung eingeleitet und fünf Betreiber von Krypto-Geldautomaten, darunter auch Coinflip, ins Visier genommen. Die Vorwürfe sind ernst: Die Klage beschreibt gleich drei Fälle von Betrug, bei denen Opfer Geld an den Automaten verloren haben. Coinflip selbst gibt an, das größte Netzwerk an Kryptowährungs-Geldautomaten weltweit zu betreiben, mit über 5.500 ATMs in den USA und anderswo.

Missouris rechtliche Schritte und die Hintergründe

Die Klage fordert Zivilstrafen in Höhe von bis zu 1.826.000 US-Dollar gemäß dem Missouri Merchandising Practices Act (MMPA). Ein besonders brisanter Punkt: Coinflip hatte an seinen Automaten nur eine pauschale Netzwerkgebühr von 2,99 $ ausgewiesen. Die separate Transaktionsgebühr von bis zu 21,9 % war in den Nutzungsbedingungen versteckt – was natürlich Fragen aufwirft! Daten der Federal Trade Commission zeigen zudem, dass Betrugsverluste an Bitcoin-Geldautomaten von 2020 bis 2023 fast verzehnfacht haben. In der ersten Hälfte 2024 beliefen sich die gemeldeten Verluste auf über 65 Millionen US-Dollar, mit einem Medianverlust von 10.000 US-Dollar pro Transaktion. Wahnsinn!

Besonders alarmierend ist dabei, dass die Verluste von Erwachsenen über 60 Jahren seit 2020 mehr als verzwanzigfacht haben. In der Klage wird argumentiert, dass Coinflip über die Mittel verfügte, um betrügerische Transaktionen zu erkennen, diese jedoch nicht einsetzte. Sie haben Zugang zur Blockchain-Analysesoftware Elliptic, und jeder Kiosk verfügt über eine fernsteuerbare Videokamera. Interne Daten aus dem Jahr 2021 zeigen, dass 99,64 % der Transaktionen Käufe waren – was eindeutig auf betrugsgetriebene Einzahlungen hindeutet. Coinflip hingegen bezeichnet die Klage als „unbegründet“ und plant, sich gegen die Vorwürfe zu wehren.

Überblick über die regulatorischen Herausforderungen

Ein Blick über die Landesgrenzen zeigt, dass Krypto-Automaten nicht nur in Missouri, sondern auch in Deutschland in der Kritik stehen. Die Finanzaufsicht BaFin hat kürzlich deutschlandweit Krypto-Automaten sichergestellt und etwa 250.000 Euro Bargeld einbehalten. Insgesamt wurden 13 Automaten beschlagnahmt, die ohne die erforderliche Erlaubnis der BaFin betrieben wurden. Die Aktion fand an 35 Standorten statt und wurde von Polizei, Deutscher Bundesbank und Bundeskriminalamt (BKA) unterstützt. Rund 60 Einsatzkräfte waren beteiligt. Laut § 32 Kreditwesengesetz ist der Handel mit Krypto-Währungen nur mit ausdrücklicher Genehmigung der BaFin erlaubt.

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Krypto-Automaten bergen ein Risiko der Geldwäsche. Betreiber müssen zur Geldwäscheprävention die Identität ihrer Kunden feststellen – das sogenannte KYC-Verfahren. Dies gilt entweder beim Start der Geschäftsbeziehung oder bei Geldwechseln von 1.000 Euro oder mehr. Anhaltspunkte für illegale Geldherkunft oder Terrorismusfinanzierung müssen an die Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen (FIU) gemeldet werden. Automaten, die diese Sorgfaltspflichten nicht einhalten, sind besonders anfällig für Geldwäsche. Die BaFin verfolgt das öffentliche Interesse und möchte ein stabiles und integres Finanzsystem gewährleisten. Die Abteilung Integrität des Finanzsystems (IF) der BaFin prüft die Erlaubnispflicht und verfolgt unerlaubte Geschäfte.

Die Entwicklungen rund um Coinflip und die regulatorischen Maßnahmen in Deutschland zeigen deutlich, dass die Welt der Kryptowährungen nicht nur aufregend, sondern auch riskant ist. Die Aufsicht wird schärfer, und die Betrüger stehen unter Druck. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Dinge weiterentwickeln und ob die Klage von Hanaway tatsächlich zu einer signifikanten Veränderung im Betrieb von Coinflip führen wird.