Krypto-Katastrophe oder cleverer Schachzug? Die wackelige Zukunft der Vorzugsaktie STRC
Heute ist der 20.06.2026 und die Krypto-Welt lebt. Aber oh je, was ist da gerade los? Die strategisch variabel verzinste Vorzugsaktie STRC hat es nicht leicht. Sie schloss bei 89 USD, also satte 11% unter dem Nennwert von 100 USD. Das ist schon ein ganz schöner Schlag ins Kontor! Anleger, die auf monatliche Dividenden hoffen, sehen sich einem wahren Schlamassel gegenüber. Der aktuelle Dividendenzinssatz liegt bei 11,50% pro Jahr, aber ob das wirklich gezahlt werden kann, steht in den Sternen. Und das, obwohl der Erlös aus den Vorzugsaktien in den Kauf von Bitcoin fließt. Kluger Schachzug, könnte man denken – aber nur wenn die Stammaktie MSTR über dem Wert der Bitcoin-Reserven notiert, was aktuell nicht der Fall ist.
Der Bitcoin-Kurs hat sich in letzter Zeit nicht gerade von seiner besten Seite gezeigt. Rund 63.000 USD sind es jetzt, fast 29% weniger als zu Jahresbeginn. Das macht die Sache für Strategy nicht einfacher, denn das Unternehmen muss im kommenden Jahr rund 1,7 Milliarden USD an Dividenden bedienen. Dabei erwirtschaftet das Softwaregeschäft gerade mal 477 Millionen USD Umsatz! Der Liquiditätspool hat sich von 2,25 Milliarden USD zu Jahresbeginn auf etwa 900 Millionen USD reduziert. Das reicht gerade mal für sieben Monate – ein bisschen wie ein leeres Portemonnaie nach dem Einkauf. Und das ist noch nicht alles: Strategy hat kürzlich Bitcoin verkauft, um die Dividenden zu bedienen. Ein klarer Bruch mit der bisherigen „Niemals verkaufen“-Strategie. Irgendwie traurig, oder?
Strategische Kursänderungen
Aber das Unternehmen bleibt nicht stehen. Strategy, ehemals MicroStrategy, plant den Börsengang von 2,5 Millionen Vorzugsaktien der 10% Series A Perpetual Stride Preferred Stock (STRD). Ziel ist es, frisches Kapital zu sammeln – vor allem für den Kauf von Bitcoin. Diese Vorzugsaktien bieten eine jährliche Dividende von 10%, die jedoch nicht zwingend ausgezahlt wird. Hier wird es knifflig, denn die Dividenden werden nur dann gezahlt, wenn der Verwaltungsrat das für sinnvoll hält und genügend Mittel vorhanden sind. Also, wenn man Glück hat, gibt’s was auf die Hand, aber man kann auch leer ausgehen. Ein bisschen wie im Casino, wenn man so will. Aber die Möglichkeit, alle ausstehenden Vorzugsaktien zurückzukaufen, wenn weniger als 25% der ursprünglich ausgegebenen Aktien im Umlauf sind, könnte für einige Anleger attraktiv sein.
Die Liste der Banken, die dieses IPO unterstützen, ist beeindruckend. Barclays, Morgan Stanley, Moelis & Company und TD Securities sind als Joint Book-Runner am Start, während BTIG und Keefe, Bruyette & Woods als Co-Manager fungieren. Vorzugsaktien gelten ja als sicherer Hafen für Investoren, da sie Vorrang vor Stammaktien haben – besonders bei Liquidationen. Aber die Unsicherheit bleibt. Die Dividendenpolitik kann die Risiken erheblich erhöhen. Man fragt sich einfach: Wie weit kann Strategy mit dieser Strategie noch gehen?
Ein Blick in die Zukunft
Nicht zu vergessen: STRC hat bereits 846.843 BTC zu einem Durchschnittspreis von 75.656 USD pro Münze erworben – das sind unglaubliche 64,07 Milliarden USD! Aber die fallenden Bitcoin-Werte bringen nicht nur die Liquidität ins Wanken, sondern auch die Bilanz. Unrealisierte Verluste von fast 8,29 Milliarden USD! Da wird einem schon ganz schwindelig. Der Verkauf von 32 BTC für etwa 2,5 Millionen USD zur Deckung der Dividendenanforderungen ist ein weiteres Zeichen dafür, dass die Dinge nicht gut laufen. Die Verbindung zwischen Bitcoin-Bewertungen und der Performance von STRC muss von Anlegern genau unter die Lupe genommen werden. Wenn weitere BTC verkauft werden müssen, könnte das Vertrauen in die Bitcoin-Reservestrategie ganz schön wackeln.
Am Ende des Tages bleibt die Frage: Wie wird sich Strategy weiterentwickeln? Die Anpassungsfähigkeit im Umgang mit digitalen Vermögenswerten wird entscheidend sein. Und während die Krypto-Märkte weiter wackeln, bleibt das Geschehen rund um STRC und Bitcoin spannend – wie ein Krimi, der noch lange nicht zu Ende erzählt ist.
