Heute ist der 25.06.2026 und die Krypto-Welt steht mal wieder auf der Kippe. Bitcoin, die Speerspitze der digitalen Währungen, kämpft gerade mit der Marke von 60.000 Dollar. Das klingt nach einem gewaltigen Auf und Ab, und das ist es auch. In den letzten Tagen haben sich die makroökonomischen Spannungen verstärkt, und Abflüsse aus Spot-ETFs setzen dem Kurs zusätzlich zu. Da ziehen institutionelle Anleger Kapital ab, was den Verkaufsdruck immer weiter erhöht. Das ist wie ein Teufelskreis, aus dem es momentan keinen Ausweg gibt.

Und dann gibt’s da noch diesen Ablauf von Optionen im Wert von 10,6 Milliarden Dollar, der für Freitag ansteht. Das könnte die Volatilität noch einmal ordentlich anheizen. Der U.S. Dollar Index (DXY) liegt bei 101,37 Punkten und hat den 200-Tage-Durchschnitt überschritten. Das lässt einen aufhorchen, denn die Korrelation zwischen Bitcoin und dem Tech-Sektor ist hoch. Wenn der KOSPI-Index in Südkorea dann auch noch um 10% fällt, überträgt sich das wie ein Lauffeuer auf den Nasdaq und den Kryptomarkt.

Die ETF-Abrisse und ihre Folgen

Am 26. September gab es dann die nächste Hiobsbotschaft: Bitcoin-ETFs verzeichneten Nettoabflüsse von 418,25 Millionen Dollar. Uff! Damit ist die vierwöchige Serie positiver institutioneller Zuflüsse beendet. Besonders Fidelitys FBTC hat mit 300,41 Millionen Dollar die meisten Rücknahmen zu verzeichnen – das sind über 71% der täglichen Abflüsse. BlackRocks IBIT und Grayscale’s GBTC folgen mit Abflüssen, die die Lage weiter verschärfen. Das gesamte Nettovermögen der Bitcoin-ETFs ist auf 143,56 Milliarden Dollar gesunken, was schon eine ziemliche Hausnummer ist.

Die Situation ist also angespannt. Der Markt bewegt sich unter dem „Gamma-Flip“, was auf fehlende stabilisierende Liquidität hinweist. Das Risiko eines Durchbruchs unter die 60.000-Dollar-Marke bleibt hoch. Wenn diese Marke fällt, könnte das einen Kaskadeneffekt in Richtung 54.000- bis 56.000-Dollar-Marke auslösen. Und wie wir alle wissen, sind solche Trends nicht gerade das, was man sich wünscht.

Marktpsychologie und die Aufwärtsbewegung

Eine interessante Facette ist das Range-Bound Trading von Bitcoin, das aktuell Unterstützung bei 108.600 Dollar und Widerstand bei 111.000-112.000 Dollar findet. Der 30-Tage-Momentum-Index von CryptoQuant hat ins Negative gedreht, was auf nachlassende Kaufkraft hinweist. Ein Tagesschlusskurs über 113.500 Dollar wäre nötig, um die Fortsetzung der Rallye zu bestätigen. Allerdings sind die historischen Q4-Daten vielversprechend: Sie zeigen eine durchschnittliche Rendite von 85%, was die „Santa Rally“-These unterstützt.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Es bleibt also spannend. Der Markt wartet auf neue Liquidität, um vielleicht doch noch eine Trendwende zu ermöglichen. Für viele Anleger ist das wie ein Drahtseilakt ohne Netz. Es bleibt abzuwarten, ob Bitcoin die Kurve kriegt oder ob wir uns auf eine weitere Achterbahnfahrt einstellen müssen. Die kommenden Tage werden entscheidend sein, und ein Blick auf die Entwicklungen lohnt sich allemal.