Heute ist der 29.04.2026 und in der Welt der Kleinunternehmen tut sich einiges: Die vietnamesische Regierung plant, die Steuerschwelle für Kleinunternehmen auf 1 Milliarde VND pro Jahr anzuheben. Diese Regelung wird ab dem 1. Januar 2026 wirksam und könnte für viele Unternehmer eine spürbare Erleichterung darstellen. Mit dieser Änderung, die im Dekret Nr. 141/2026/ND-CP festgehalten ist, wird der bisherige Betrag von 500 Millionen VND auf 1 Milliarde VND angehoben, was eine signifikante Entlastung für zahlreiche Kleinunternehmer darstellt.

Ein entscheidender Aspekt dieser neuen Regelung ist, dass private Haushalte und Einzelunternehmen, die einen Jahresumsatz von 1 Milliarde VND oder weniger erzielen und bereits Einkommensteuer sowie Mehrwertsteuer entrichtet haben, die gezahlte Steuer gemäß Artikel 12 des Dekrets Nr. 68/2026/ND-CP zurückverarbeiten dürfen. Dies könnte viele Unternehmer dazu anregen, ihre Geschäftstätigkeiten zu professionalisieren und den Sprung in die formelle Wirtschaft zu wagen.

Verpflichtung zur Nutzung elektronischer Rechnungen

Für Unternehmen mit einem Jahresumsatz von über 1 Milliarde VND wird zudem die Verpflichtung zur Verwendung elektronischer Rechnungen eingeführt. Dies soll nicht nur die Verwaltung erleichtern, sondern auch für mehr Transparenz im Steuerwesen sorgen. Die Schätzung der Anzahl der Haushalte und Einzelpersonen mit einem Einkommen unter 1 Milliarde VND beläuft sich auf etwa 2.556.042, was zeigt, wie viele von dieser Regelung profitieren könnten.

Die neue Regelung wird auch Auswirkungen auf die Staatseinnahmen haben. Prognosen zufolge wird ein Rückgang von rund 16.650 Milliarden VND im Vergleich zu 2025 erwartet. Dies könnte die finanzielle Planung des Staates vor Herausforderungen stellen, insbesondere wenn man bedenkt, dass der Rückgang im Vergleich zur aktuellen Regelung mit einer Grenze von 500 Millionen VND jährlich rund 4.850 Milliarden VND betragen könnte.

Steuerbefreiung und Förderung von Unternehmensgründungen

Ein weiterer positiver Aspekt dieser Reform ist die Steuerbefreiung für neu gegründete Unternehmen mit einem prognostizierten Gesamtumsatz von 1 Milliarde VND oder weniger. Diese Unternehmen müssen keine vorläufigen Körperschaftsteuerzahlungen leisten. Es wird erwartet, dass rund 235.800 Unternehmen von dieser Steuerbefreiung profitieren könnten. Die geschätzte Körperschaftsteuerbefreiung für diese Unternehmen beträgt etwa 2.164 Milliarden VND, was ein erhebliches Finanzpolster für die Unternehmer darstellt.

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Die Regelung zielt nicht nur darauf ab, die Steuerlast für Kleinunternehmer zu verringern, sondern auch darauf, mehr Fairness in der Steuerpolitik zu schaffen. Das langfristige Ziel der Regierung ist es, bis 2030 etwa 2 Millionen aktive Unternehmen zu haben, was einem Durchschnitt von 20 aktiven Unternehmen pro 1.000 Einwohner entspricht. Diese Ambitionen könnten die wirtschaftliche Landschaft in Vietnam nachhaltig verändern.

Insgesamt zeigen die geplanten Änderungen, dass die vietnamesische Regierung die Bedürfnisse der Kleinunternehmer ernst nimmt und bereit ist, einen Schritt in Richtung einer gerechteren Steuerpolitik zu gehen. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Regelungen in der Praxis auswirken werden und ob sie tatsächlich den erhofften Anstieg an Unternehmensgründungen und die Professionalisierung der bestehenden Unternehmen fördern können.