Vietnams Steuerreform: Ein Befreiungsschlag für Kleinunternehmer und Familien
Die vietnamesische Regierung hat mit der Erhöhung der Steuerfreigrenze auf 1 Milliarde VND pro Jahr einen bedeutenden Schritt zur Entlastung kleiner Unternehmen und Haushalte gemacht. Viele Kleinunternehmer und Familien können nun aufatmen, da sie von der Steuerpflicht befreit sind. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die finanzielle Belastung für über fünf Millionen Kleinunternehmen zu verringern und gleichzeitig bürokratische Hürden abzubauen.
Zusätzlich wurde die Umsatzgrenze für die Steuerbefreiung von Kleinstunternehmen angehoben, was bedeutet, dass viele Betriebe von der Mehrwertsteuer und Einkommensteuer befreit sind. Kleingewerbebetriebe sind jedoch verpflichtet, ihre Einnahmen weiterhin anzugeben, um die Transparenz im Wirtschaftssystem zu fördern.
MISA und die Unterstützung für kleine Unternehmen
Um die neuen Richtlinien zu unterstützen, bietet MISA kostenlose Software auf Lebenszeit für Unternehmen an, die diese Anforderungen erfüllen. Bereits zuvor hatte das Unternehmen ein ähnliches Programm ins Leben gerufen, als die Steuerfreigrenze bei 500 Millionen VND lag. Die MISA eShop-Plattform ist speziell für den Einzelhandel unterschiedlichster Größen konzipiert und bietet umfassende Funktionen wie stationären Handel, Multichannel-Vertrieb und Buchhaltung.
Die Software ist so gestaltet, dass sie auf Mobiltelefonen genutzt werden kann, ohne dass Nutzer in teure Computer oder spezielle Verkaufsausstattung investieren müssen. Besonders hervorzuheben ist die benutzerfreundliche Oberfläche und die Sprachbestellfunktion, die es auch weniger technikaffinen Nutzern erleichtert, mit der Software zu arbeiten. MISA bietet darüber hinaus ein „3-Monats-Partnerschaftspaket“ für größere Geschäftshaushalte an, um den Zugang zu erweiterten Funktionen während der Einarbeitungsphase in die neuen Bestimmungen zu ermöglichen.
Reformen zur Verbesserung des Geschäftsumfelds
Die Maßnahmen zur Unterstützung kleiner Unternehmen sind Teil eines umfassenderen Reformprogramms der vietnamesischen Regierung, das darauf abzielt, die Wirtschaftsstruktur zu modernisieren und das Geschäftsumfeld zu verbessern. Diese Reformen zielen darauf ab, Verwaltungsprozesse zu digitalisieren und die Zahl der erforderlichen Verwaltungsschritte bis Ende 2026 um 30% zu reduzieren. Bis zu 2.700 von insgesamt 9.000 Verwaltungsvorgängen sollen abgebaut werden, insbesondere bei Arbeitsgenehmigungen für ausländische Beschäftigte.
Die Regierung hat auch Maßnahmen ergriffen, um Hochtechnologieprojekte zu fördern, einschließlich Steuerbefreiungen und -vergünstigungen. Diese Reformen sind nicht nur auf die Unterstützung bestehender Unternehmen ausgerichtet, sondern auch auf die Schaffung neuer Arbeitsplätze und die Förderung von Innovationen. Bis 2030 sollen in Vietnam bis zu zwei Millionen Privatunternehmen entstehen, was die wirtschaftliche Landschaft nachhaltig verändern könnte.
Insgesamt ist es das Ziel der Reformen, Vietnam bis 2045 zu einem Industrieland mit hohem Einkommen zu entwickeln. Trotz der positiven Ansätze gibt es allerdings Herausforderungen bei der Umsetzung der Reformen, die von vielen Unternehmern als bürokratische Hürden wahrgenommen werden. Dennoch werden die Entwicklungen in Vietnam von vielen deutschen Unternehmern als Schritt in die richtige Richtung begrüßt.
Für weitere Informationen zu den aktuellen Entwicklungen in Vietnam, besuchen Sie bitte die Webseite der deutschen Außenhandelskammer.
