Steuerrevolution in Vietnam: Kleinunternehmer atmen auf und digitalisieren Rechnungswesen
Die Welt der Steuern kann manchmal wie ein Dschungel voller verworrener Regeln und Vorschriften wirken. Aber keine Sorge! In Vietnam gibt es frische Nachrichten, die vor allem Kleinunternehmer und Einzelunternehmer betreffen. Das Steueramt der Provinz Thanh Hoa hat neue Hinweise zur Steuererklärung und -zahlung veröffentlicht, die für Geschäftsinhaber mit einem Jahreseinkommen zwischen 500 Millionen VND und 1 Milliarde VND von Bedeutung sind. Diese Veränderungen sind nicht nur für die Steuermeldung relevant, sondern auch für die Nutzung elektronischer Rechnungen.
Am 29. April erließ die Regierung das Dekret Nr. 141/2026/ND-CP, das die Umsatzschwelle für die Anwendung der Steuerrichtlinien anhebt. Von 500 Millionen VND auf 1 Milliarde VND pro Jahr! Das bedeutet, dass Kleinstunternehmen und Einzelunternehmer, die unter dieser Grenze bleiben, von der Körperschaftsteuer befreit sind. Neu gegründete Unternehmen brauchen sich keine Sorgen zu machen, solange ihr prognostizierter Jahresumsatz ebenfalls unter der 1-Milliarde-Grenze liegt. Ein echter Lichtblick für den Mittelstand, oder?
Elektronische Rechnungen – Ein Muss für die Zukunft
Die Zukunft ist digital, und das gilt auch für die Rechnungsstellung. Gewerbetreibende und Einzelunternehmen, die die Umsatzgrenze überschreiten, müssen künftig elektronische Rechnungen mit Steuerkennzeichen verwenden. Diese Rechnungen müssen von Kassensystemen stammen, die direkt mit der Steuerbehörde verbunden sind – das klingt nach einer Menge Bürokratie, aber es hat seine Vorteile. Die Nutzung elektronischer Rechnungen vereinfacht die Prozesse im Rechnungswesen, sorgt für weniger Fehler und spart Zeit.
Ab dem 1. Januar 2025 wird es sogar noch strenger. Dann gelten nur noch Rechnungen in strukturiertem elektronischen Format als gültig. Einfache PDFs fallen nicht mehr darunter – also besser rechtzeitig umstellen! Rechnungen, die nicht den Anforderungen entsprechen, gelten als „sonstige Rechnungen“. Das könnte für einige Unternehmen eine unerfreuliche Überraschung sein, wenn sie nicht rechtzeitig handeln.
Ein Blick über den Tellerrand – Vietnams E-Rechnung
Und während wir hier über die deutschen E-Rechnungs-Vorschriften sprechen, gibt es auch in Vietnam spannende Entwicklungen. Am 20. März hat die vietnamesische Regierung ein Dekret zur Änderung der nationalen E-Invoicing-Verordnung veröffentlicht, das am 1. Juni 2025 in Kraft tritt. Es erweitert den Kreis der Unternehmen, die elektronische Rechnungen nutzen dürfen, auch auf nicht ansässige Lieferanten im E-Commerce. Das ist ein großer Schritt in Richtung Digitalisierung und Modernisierung des Steuersystems!
Ein weiterer interessanter Punkt ist, dass Unternehmen, die im Export tätig sind, elektronische Verkaufs- oder Mehrwertsteuerrechnungen verwenden müssen, je nach Steuererklärungsmethode. Die Rechnungen für ausgeführte Waren müssen bis zum nächsten Werktag nach Zollabfertigung ausgestellt werden – das sorgt für einen reibungsloseren Ablauf und weniger Wartezeiten.
Ein paar praktische Tipps
Für Kleinunternehmer gibt es einige wichtige Punkte zu beachten. Wenn dein Jahresumsatz 1 Milliarde VND übersteigt, musst du dich innerhalb von 30 Tagen auf elektronische Rechnungen umstellen. Das klingt nach einer Herausforderung, ist aber eine Chance, die eigene Buchhaltung zu optimieren. Und keine Sorge, auch wenn du erst einmal nur die Kleinunternehmergrenze überschreitest: Es gibt Übergangsregelungen bis Ende 2026, die die Ausstellung von anderen Rechnungen anstelle von E-Rechnungen erlauben.
Die Umstellung auf elektronische Rechnungen mag auf den ersten Blick wie ein zusätzlicher Aufwand erscheinen, doch die Vorteile überwiegen. Weniger Papierkram, weniger Fehler und die Sicherheit, dass alles korrekt verbucht wird – das sind nur einige der vielen Vorteile. Also, ran an die digitale Transformation!
