Die Welt der Sozialversicherung in Vietnam steht vor einem markanten Umbruch. Die Sozialversicherungsbehörde der Provinz Phu Tho hat in einer Antwort auf eine Anfrage klargestellt, dass das neue Sozialversicherungsgesetz, das am 1. Juli 2025 in Kraft tritt, einige wichtige Änderungen mit sich bringt. Einfach gesagt, Unternehmer, die ein registriertes Unternehmen führen und an der Sozialversicherung teilnehmen, müssen ab diesem Zeitpunkt der obligatorischen Sozialversicherungspflicht nachkommen. Das betrifft vor allem diejenigen, die ihre Steuern über die Erklärungsmethode abwickeln. Wer also denkt, er kommt damit durch, der irrt sich gewaltig!

Die Verpflichtung zur Teilnahme an der Sozialversicherung wird jedoch nicht für alle sofort wirksam. Inhaber von Unternehmen, die nicht in die erste Kategorie fallen, haben bis zum 1. Juli 2029 Zeit, um sich anzumelden. Ein Beispiel für die neue Regelung ist Herr Le Van Huu, der bereits aufgrund seiner Angaben der obligatorischen Teilnahme an der Sozialversicherung unterliegt. Er wird also nicht umhinkommen, sich den Richtlinien zu fügen, die durch das Gesetz festgelegt sind.

Die Details des neuen Gesetzes

Am 29. Juni 2024 wurde das geänderte Sozialversicherungsgesetz in Vietnam verabschiedet. Es tritt zur gleichen Zeit wie das oben genannte Gesetz am 1. Juli 2025 in Kraft und umfasst 11 Kapitel und 141 Artikel – das sind zwei Kapitel und 16 Artikel mehr als das vorherige Gesetz. Das neue Gesetz bildet die rechtliche Grundlage für das Sozialversicherungssystem in Vietnam und wird die alten Regelungen, die bis 2014 zurückreichen, auf den Kopf stellen. Viele der vorherigen Gesetze, wie das Arbeitsrecht oder das Gesetz über die Sicherheit und Hygiene am Arbeitsplatz, verlieren somit ihre Gültigkeit.

Was bedeutet das konkret für die Betroffenen? Auf den ersten Blick lässt sich sagen, dass die Teilnahme an der Sozialversicherung für Arbeitnehmer und Arbeitgeber nun noch verbindlicher wird. Zu den neuen Teilnehmern gehören auch Inhaber von Geschäftshaushalten, Teilzeitmitarbeiter in Dörfern und Geschäftsleiter. Das sorgt für eine breitere Abdeckung und könnte viele Menschen erreichen, die bisher nicht im System waren.

Rechte und Pflichten im neuen Sozialversicherungssystem

Die Vielfalt der Sozialversicherungsarten ist ein weiteres spannendes Thema. Es gibt sowohl Pflicht- als auch freiwillige Versicherungen. Die Pflichtversicherung deckt Bereiche wie Krankheit, Mutterschaft, Rente, Tod und Arbeitsunfälle ab. Bei der freiwilligen Versicherung hingegen können die Teilnehmer ihren Beitrag und die Zahlungsweise selbst wählen. Eine interessante Option, die sicherlich viele ansprechen wird – vor allem, wenn man bedenkt, dass man ab einem Alter von 15 Jahren teilnehmen kann!

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Die Beitragssätze sind ebenfalls nicht ohne. Bei der Pflichtversicherung zahlen die Arbeitnehmer 8 % zum Renten- und Sterbegeldfonds, während die Arbeitgeber 3 % zur Kranken- und Mutterschaftsversicherung und 14 % zur Renten- und Sterbegeldversicherung beisteuern. Das summiert sich ganz schön! Doch die Rücklagen des Systems sollen helfen, die sozialen Leistungen zu sichern – sei es durch Renten, Unterstützungszahlungen im Falle eines Todes oder auch einfach nur durch einen gesunden Mutterschutz.

Die neuen Regelungen lassen darauf hoffen, dass die sozialen Sicherheitsnetze in Vietnam gestärkt werden. Das könnte nicht nur für die betroffenen Unternehmer eine Erleichterung sein, sondern auch für die Arbeitnehmer, die sich auf eine stabilere finanzielle Absicherung verlassen können. Wer Fragen zu den Änderungen in der Sozialversicherung hat oder sich einfach nur informieren möchte, sollte nicht zögern, sich an die zuständigen Stellen zu wenden. Denn mit einem so umfassenden Gesetz ist es wichtig, alle Aspekte im Blick zu haben.