In der malerischen Kulisse von Bozen fand kürzlich eine inspirierende Veranstaltung statt, die sich mit einem Thema beschäftigte, das nicht nur für die Zukunft von Unternehmen, sondern auch für unseren Planeten von entscheidender Bedeutung ist: Nachhaltigkeit. Im Rahmen des „Giro d’Italia delle donne che fanno impresa“ lud die Handelskammer Bozen Unternehmerinnen, Gründerinnen und Managerinnen ein, um über die Rolle von Frauen in der nachhaltigen Wirtschaft zu diskutieren. Es war ein Treffen, das ganz im Zeichen der Vernetzung und des Wissensaustauschs stand.

Organisiert von Unioncamere in Zusammenarbeit mit den Beiräten für die Förderung des weiblichen Unternehmertums der Handelskammern Bozen und Trient, zielte die Veranstaltung auf die Vermittlung von Wissen über die drei Säulen der Nachhaltigkeit ab: Umwelt, Soziales und Governance (ESG). Michl Ebner, Präsident der Handelskammer Bozen, eröffnete die Veranstaltung mit einer klaren Botschaft: Frauen sind entscheidend für den Fortschritt in der nachhaltigen Unternehmensführung.

Wachstum durch Netzwerke

Ein zentrales Anliegen der Veranstaltung war es, Netzwerke zu schaffen und den Zugang zu Dienstleistungen für Unternehmerinnen aus Südtirol und dem Trentino zu fördern. Die Bedeutung der ESG-Dimensionen für kleine und mittlere Unternehmen wurde von Sarah Russo, Assistant Professor an der University of Manchester, eindrucksvoll hervorgehoben. Ihre Erkenntnisse zeigen, dass Unternehmen mit mehr Geschlechtervielfalt in Führungspositionen bessere ESG-Kennzahlen aufweisen. Ja, das klingt fast wie ein zauberhaftes Rezept für unternehmerischen Erfolg!

Mara Rinner, eine Unternehmerin und Unternehmensberaterin, verdeutlichte, wie wichtig es ist, unternehmerische Nachhaltigkeit zu fördern, um dauerhaft Wert zu schaffen. Und wenn wir ehrlich sind: Wer will nicht in einem Unternehmen arbeiten, das nicht nur Gewinne, sondern auch Verantwortung für die Umwelt und die Gesellschaft übernimmt? Das ist nicht nur gut fürs Gewissen, sondern auch für das Geschäft.

Frauensichtbarkeit in der Unternehmenswelt

Ein weiterer spannender Punkt war die Vorstellung des VSME-Standards als Werkzeug für die Berichterstattung über Nachhaltigkeit. Caterina Sperandio von der Handelskammer Bozen stellte das europäische Projekt WomenESEPack vor, das darauf abzielt, Frauen in der Unternehmensführung zu stärken. Es braucht mehr Sichtbarkeit für Frauen in Führungspositionen, denn wie eine aktuelle McKinsey-Studie zeigt, erzielen Unternehmen mit vielfältigen Führungsteams eine um 39 % höhere Eigenkapitalrendite. Das klingt nach einem klaren Geschäftsvorteil!

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Die anschließende Podiumsdiskussion, geleitet von Vertreterinnen lokaler Netzwerke, bot Raum für den Austausch über Herausforderungen und Chancen für Frauenunternehmen. Hier wurde deutlich, dass Frauen oft mit proaktiver Risikobewertung und langfristiger Entscheidungsfindung verbunden sind – Eigenschaften, die in der heutigen Geschäftswelt Gold wert sind. Und ganz ehrlich, es ist an der Zeit, dass wir diese Eigenschaften auch auf die Chefetagen bringen.

Ein Blick in die Zukunft

Wie sieht die Zukunft von ESG aus? Viele sind sich einig: Sie wird weiblich sein. Frauen bringen nicht nur einzigartige Führungsqualitäten und ein systemisches Denken mit, sondern fördern auch Klima- und Umweltverantwortung. Unternehmen, die ESG-Risiken ignorieren, laufen Gefahr, finanzielle Instabilität und Reputationsschäden zu erleiden. Das ist kein Geheimnis, sondern eine Tatsache, die wir ernst nehmen sollten.

In Anbetracht der Tatsache, dass nur 8 % der Fortune-500-CEOs Frauen sind und weniger als 25 % der Führungspositionen im Bereich Nachhaltigkeit weltweit von Frauen besetzt sind, gibt es noch viel zu tun. Empfehlungen zur Verbesserung der Geschlechtervielfalt in ESG-Rollen sind mehr als nur Lippenbekenntnisse. Es braucht konkrete Maßnahmen, um Frauen in der Nachhaltigkeitsführung zu unterstützen.

Insgesamt zeigte die Veranstaltung in Bozen, dass Frauen nicht nur in der Lage sind, Unternehmen zu führen, sondern dass sie auch die treibende Kraft hinter einer positiven Veränderung in der wirtschaftlichen Landschaft sind. Es bleibt zu hoffen, dass wir in Zukunft noch mehr solcher inspirierenden Zusammenkünfte erleben werden, die das Potenzial von Frauen in der Wirtschaft beleuchten und fördern.