In Da Nang, Vietnam, blüht eine digitale Revolution, die vor allem Kleinunternehmen und Einzelhändler in der Region zugutekommt. Das gerade gestartete Programm zielt darauf ab, die digitale Wirtschaftsentwicklung voranzutreiben und ein zweistelliges Wachstum zu fördern. Gleichzeitig wird die Umsetzung politischer Maßnahmen in den Bereichen Wissenschaft, Technologie und Innovation unterstützt. Die Stadt wurde aufgrund ihrer starken digitalen Infrastruktur ausgewählt, die als Sprungbrett für die digitale Transformation dient.

Ein wichtiger Aspekt der Initiative ist die Förderung von Kleinbetrieben, die sich an die neuen digitalen Handelstrends anpassen müssen. Hierbei stehen die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit sowie die Standardisierung von Management-, Finanz- und Datenprozessen im Vordergrund. Die Unterstützung ist vielfältig: Unternehmen erhalten eine kostenlose Bewertung ihrer digitalen Transformationsbereitschaft und können auf ein umfangreiches Angebot an digitalen Lösungen zugreifen.

Praktische Unterstützung für Unternehmen

Die konkreten Unterstützungsleistungen sind beeindruckend. Von kostenloser Vertriebsmanagement-Software über digitale Signaturen bis hin zu tausend kostenlosen elektronischen Rechnungen – die Palette ist breit gefächert. Kleinunternehmer können sich auch auf eine nationale Domain für zwei Jahre freuen, was in der heutigen Zeit von unschätzbarem Wert ist. Zudem gibt es Hilfestellungen beim bargeldlosen Bezahlen und beim Aufbau einer Marke auf Social-Media-Plattformen, um in der digitalen Welt Fuß zu fassen.

Das Programm zielt darauf ab, bis Ende November 2026 insgesamt 10.000 Gewerbebetriebe zu befragen – und über 90 % sollen Unterstützung erhalten. Eine digitale Gewerbebetriebsgemeinschaft soll entstehen, um den Austausch zu fördern und die digitale Transformation weiter voranzutreiben. Dabei mobilisiert das Programm die Beteiligung von Ministerien, lokalen Regierungen und digitalen Technologieanbietern.

Das Digitalzentrum Vietnam, eine Initiative der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), spielt in diesem Kontext eine entscheidende Rolle. Es unterstützt die nachhaltige Gestaltung der digitalen Landschaft Vietnams und fördert eine inklusive digitale Wirtschaft. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass Vietnam zwar Fortschritte in der Digitalisierung gemacht hat, aber auch vor Herausforderungen steht – insbesondere der digitalen Kluft zwischen städtischen und ländlichen Gebieten.

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Schulungen und Innovationsförderung

Ein zentrales Ziel des Digitalzentrums ist es, digitale Kompetenzen durch Schulungsprogramme zu fördern. Dabei werden Bildungsprogramme und Workshops zu Themen wie Programmierung, Cybersecurity und digitalem Marketing angeboten. Die Ergebnisse sind vielversprechend: Tausende Teilnehmer haben bereits ihre digitalen Fähigkeiten verbessert, und zahlreiche Start-ups wurden bei der Marktentwicklung unterstützt. Innovationsförderung wird nicht nur durch Schulungen, sondern auch durch Inkubatoren und Acceleratoren vorangetrieben, die speziell auf die Bedürfnisse von Start-ups zugeschnitten sind.

Die Herausforderungen sind allerdings nicht zu unterschätzen. Sicherheitsbedenken und die Notwendigkeit, finanzielle Mittel und Ressourcen sicherzustellen, sind ständige Begleiter. Dennoch zeigt sich, dass die Zusammenarbeit mit lokalen und internationalen Partnern sowie Regierungsbehörden und NGOs Früchte trägt. Die digitale Zukunft Vietnams wird von diesen Bemühungen entscheidend geprägt.

Da Nang ist somit nicht nur ein Ort mit einer starken digitalen Infrastruktur, sondern auch ein Beispiel für die Möglichkeiten, die sich durch digitale Transformation ergeben. Die Unterstützung von Kleinunternehmen und die Schaffung eines innovativen, inklusiven digitalen Ökosystems sind Schritte in die richtige Richtung. Jetzt heißt es, die Chancen zu nutzen und gemeinsam an einer digitalen Zukunft zu arbeiten.