Wiedergeburt einer Straße: Nguyen Thai Hoc in Trang Dai als Modell für nachhaltige Stadtentwicklung
In der Stadt Trang Dai, die sich in Vietnam befindet, gibt es eine Straße, die so viel mehr ist als nur ein paar asphaltierte Meter: Die Nguyen Thai Hoc Straße. Sie verbindet die Stadtteile 4, 4A und 4B und hat eine bewegte Geschichte. 2004 wurde sie mit einer breiten, sechs Meter starken Asphaltdecke erbaut, doch die Zeit hat ihre Spuren hinterlassen. Momentan schaut die Straße stark ramponiert aus – man könnte sagen, sie hat mehr Schlaglöcher als glatte Stellen. Die Anwohner kennen das Problem nur zu gut: Staub in der Trockenzeit und Matsch, der die Wege in der Regenzeit zur Rutschbahn macht, sind an der Tagesordnung.
Besonders problematisch ist das fehlende Entwässerungssystem, das bei starkem Regen zu Überschwemmungen führt. Die Wassermassen können dann bis zu einem halben Meter hochstehen! Das ist nicht nur unangenehm, sondern hat auch schon zu Verkehrsunfällen geführt und die Schulwege der Kinder erheblich beeinträchtigt. Doch es gibt Licht am Ende des Tunnels: Das Volkskomitee des Bezirks hat ein Projekt zur Modernisierung der Straße genehmigt. Es geht um mehr als nur eine neue Fahrbahn – auch das Entwässerungssystem wird in der ersten Phase des Projekts umfassend überarbeitet.
Ein umfassendes Projekt für die Zukunft
Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von über 66,95 Milliarden VND wird die Straße auf eine Gesamtlänge von fast 1.550 Metern modernisiert. Die neuen Standards sehen eine breite Fahrbahn von 9 Metern und beidseitige Gehwege von jeweils 5 Metern vor – das macht zusammen eine geplante Fahrbahnbreite von 19 Metern. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit wird auf 40 km/h festgelegt, während die Achslast bei 10 Tonnen pro Achse liegen wird. Um die Hochwasserproblematik anzugehen, wird ein ringförmiges Entwässerungssystem aus Stahlbeton installiert. Außerdem wird die Straße mit einer modernen LED-Beleuchtung ausgestattet, die nicht nur für Sicherheit sorgt, sondern auch die Nachtsicht verbessert.
Die Anwohner stehen dem Projekt äußerst positiv gegenüber und zeigen eine hohe Bereitschaft, Land für die Erweiterung zu spenden, ohne dafür Entschädigungen oder Umsiedlungen zu fordern. Ein paar Haushalte, die sich in schwierigen Lebenslagen befinden, bitten jedoch um Unterstützung bei der Landakquise und den Kosten für eine mögliche Umsiedlung. Der Beginn der Bauarbeiten ist für Anfang August 2026 geplant, und die Fertigstellung soll noch vor dem chinesischen Neujahr 2027 erfolgen. Die Bezirksvertreter hoffen auf die Zustimmung und Unterstützung der Anwohner, um die Grundstücke zügig übergeben zu können. Auch Unterstützung für benachteiligte Haushalte wird in Erwägung gezogen – was für eine tolle Initiative!
Tourismus und Kultur – Ein Blick über den Tellerrand
Doch nicht nur die Infrastruktur erfährt in Vietnam eine Entwicklung. Der Tourismus zeigt sich ebenfalls im Wandel. Reisende suchen zunehmend nach authentischen Erlebnissen, die über das bloße Sehen hinausgehen. Sie wollen eintauchen in den Alltag der besuchten Landschaften. In diesem Kontext entwickelt sich eine ruhigere Form des Tourismus, die nicht nur den Besuchern, sondern auch den ansässigen Gemeinschaften zugutekommt.
Besonders drei Regionen stehen im Fokus: die Wasserwege von Can Tho, die Bergtäler von Son La und die alten Steinwege von Son Tay. Diese Orte sind durch das gemeinsame Ziel verbunden, den erfahrungsbasierten Tourismus zu fördern, das kulturelle Erbe zu bewahren und die Lebensgrundlagen der Gemeinschaften zu unterstützen. Damit wird deutlich, dass Kultur nicht nur in musealen Ausstellungen lebt, sondern auch in den alltäglichen Momenten, die das Leben vor Ort prägen.
Nachhaltige Lösungen für die Zukunft
Die Herausforderungen, die sich aus den aktuellen klimatischen Bedingungen ergeben, erfordern innovative Ansätze – auch im Bereich der Siedlungsentwässerung. Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) hat daher ihren Hauptausschuss umbenannt, um den Fokus auf Siedlungsentwässerung und urbanes Regenwassermanagement zu legen. Abwasser wird nicht mehr nur als Last betrachtet, sondern als wertvolle Ressource. Strategien zur Klimaanpassung und zur Resilienz urbaner Räume stehen jetzt im Mittelpunkt.
In einer Zeit, in der Starkregenereignisse zunehmend werden, ist es entscheidend, einen dezentralen Umgang mit Regenwasser in die Stadtplanung zu integrieren. Die DWA zeigt mit dieser Umbenennung, dass die Siedlungsentwässerung der Zukunft nicht nur funktional, sondern auch nachhaltig und lebenswert gestaltet werden muss. Es bleibt abzuwarten, wie diese Ansätze in die Projekte vor Ort einfließen werden – wie etwa in die bereits erwähnte Modernisierung der Nguyen Thai Hoc Straße.
