Heute ist der 6.05.2026 und in Berglern tut sich was – und zwar gewaltig! Das Wasserwerk hier muss erweitert werden, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden. Es gibt Pläne, die Wasserpreise ab 2027 neu zu kalkulieren. Das ist natürlich nicht gerade die Nachricht, die jeder gerne hört, aber es ist notwendig, um die Investitionen in die Infrastruktur zu decken. Und das ist kein kleines Unterfangen!

Bei der letzten Verbandsversammlung des Wasserzweckverbands Berglerner Gruppe wurde der Haushalt für 2026 verabschiedet, der stolze 3,7 Millionen Euro im Verwaltungshaushalt und 1,6 Millionen Euro im Vermögenshaushalt umfasst. Es ist beruhigend zu wissen, dass keine neuen Kreditaufnahmen geplant sind, aber es wurde eine Kreditermächtigung von 1,75 Millionen Euro aus dem Vorjahr aufrechterhalten. Tatsächlich sollen im laufenden Jahr 900.000 Euro aufgenommen werden. Dabei ist der aktuelle Schuldenstand von 645.000 Euro auch nicht gerade niedrig.

Investitionen in die Zukunft

Die Vorhaben hören hier nicht auf. 400.000 Euro sind bereits für Sanierungsmaßnahmen im Leitungsnetz eingeplant. Das sind 148,20 Kilometer Leitungen, die unterhalten werden müssen, und es stehen sogar weitere Erschließungsmaßnahmen an. Im letzten Jahr wurden 541.436 Kubikmeter Wasser aus dem Wasserwerk Berglern und 302.179 Kubikmeter aus dem Wasserwerk Wartenberg ins Netz eingespeist – das sind beeindruckende Zahlen! Die Gemeinden Berglern, Fraunberg, Langenpreising, Wartenberg, Moosburg und Buch am Erlbach profitieren von dieser Wasserversorgung.

Die größte Investition im aktuellen Haushalt betrifft das Neubaugebiet „Bajuwarenhof Ost“, für das 500.000 Euro eingeplant sind. Außerdem sind 100.000 Euro für Hausanschlüsse vorgesehen. Die Einnahmen aus Beiträgen werden auf etwa 210.000 Euro geschätzt. Das klingt alles sehr nach Zukunftsplanung, aber man muss auch auf die aktuellen Herausforderungen achten – die Wasserpreise müssen schließlich im nächsten Jahr neu kalkuliert werden. Aktuell liegt der Preis bei 1,01 Euro netto pro Kubikmeter, aber das könnte sich bald ändern.

Ein Blick über den Tellerrand

Das, was in Berglern passiert, ist Teil eines viel größeren Bildes. Laut einer Studie von Becker Büttner Held, die im Auftrag des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) erstellt wurde, muss die kommunale Wasserwirtschaft in Deutschland in den nächsten 20 Jahren rund 800 Milliarden Euro investieren. Ja, Sie haben richtig gelesen! Die Notwendigkeit zur Anpassung an den Klimawandel und die Tatsache, dass viele Infrastrukturen das Ende ihrer Nutzungsdauer erreichen, treiben diesen enormen Investitionsbedarf voran. Aktuell investieren die Unternehmen jährlich nur 10 Milliarden Euro – da ist noch ein gewaltiger Sprung nötig, um auf die benötigten 40 Milliarden Euro pro Jahr zu kommen.

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Die Herausforderungen sind groß, aber der Wille zur Verbesserung und zur Sicherstellung einer hochwertigen Wasserversorgung und Abwasserentsorgung ist da. Berglern zeigt uns, dass auch kleine Gemeinden nicht vor diesen Themen zurückschrecken und bereit sind, in die Zukunft zu investieren. Ein wichtiger Schritt für alle, die in der Region leben und auf sauberes Wasser angewiesen sind.