Die TSMC-Aktie, einst auf einem Höhenflug, gerät gerade durch Gewinnmitnahmen unter Druck. Nach den jüngsten Quartalszahlen, die für viele Überraschungen sorgten, ist die Euphorie ein wenig verflogen. Unterstützung könnte die Aktie durch die 200-Tage-Linie erfahren, die jedoch noch nicht erreicht ist. Auf der anderen Seite gibt es spannende Neuigkeiten: Der taiwanesische Chiphersteller treibt seinen Kapazitätsausbau in den USA mit aller Kraft voran.

Ein ganz schön dicker Brocken, den TSMC da in Arizona aufschlägt. Die Investition wird um satte 100 Milliarden Dollar erhöht, was die Gesamtinvestition auf beeindruckende 265 Milliarden Dollar anhebt. Finanzchef Wendell Huang spricht von einer anhaltend starken Nachfrage, die diese massiven Investitionen rechtfertigt. Das Interesse amerikanischer Kunden ist hoch, und die staatliche Unterstützung macht das Ganze noch attraktiver. TSMC möchte sich so richtig in den strukturellen Boom stürzen.

Die Zukunft der Chipproduktion

Die Anpassung der Fertigungskapazitäten wird für TSMC entscheidend sein, um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden. Ein bemerkenswerter Schritt ist die Umstellung von der 5-Nanometer- auf die 3-Nanometer-Technologie. In Arizona soll bereits bis 2027 die Massenproduktion dieser fortschrittlichen Chips starten. Die neue Produktionsstätte verspricht, nicht nur die Leistungsfähigkeit von Chips zu revolutionieren, sondern auch die lokale Wirtschaft anzukurbeln.

Interessanterweise wird die erste Phase des Standorts in Arizona zunächst die 4-Nanometer-Technik nutzen. Der Sprung auf 2-Nanometer wird als nächster Umsatztreiber angesehen. Kleinere Strukturgrößen bedeuten mehr Transistoren auf den Halbleitern – und damit auch mehr Leistung. Die Halbleiterindustrie hat in den letzten zwei Jahrzehnten einen bemerkenswerten Trend hin zu immer kleineren Transistoren vollzogen, und TSMC steht an vorderster Front dieses Wandels.

Ein Blick auf die Zahlen

Ende Juni erreichte die TSMC-Aktie ein Allzeithoch von 479,00 Dollar. Aktuell notiert sie bei etwa 364 Dollar – nach den Gewinnmitnahmen ist das ein spürbarer Rückgang. Dennoch: Anleger, die die Aktie seit der Empfehlung halten, können sich über einen satten Gewinn von 75 Prozent freuen. Die Unterstützung durch die 200-Tage-Linie liegt bei rund 350 Dollar und könnte bald als Sprungbrett dienen.

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Die Marktlage ist nicht einfach. Trotz aller Herausforderungen – vor allem die steigende Nachfrage während der COVID-19-Pandemie – hält TSMC an seinen ehrgeizigen Plänen fest. Die Prognosen für die kommenden Jahre sind optimistisch. Der Umsatz im zweiten Quartal 2026 stieg um 36 Prozent auf knapp 35 Milliarden Euro, und für das dritte Quartal wird mit Erlösen zwischen 38,9 und 40 Milliarden Euro gerechnet. TSMC plant Investitionen von bis zu 56 Milliarden Euro für 2026, was 14 Prozent mehr ist als zuvor angekündigt.

Die wichtigsten Kunden, darunter Nvidia und Apple, zeigen, wie stark TSMC im Geschäft mit Hochleistungschips ist. Tatsächlich steuert dieser Bereich bereits etwa ein Viertel zum Gesamtumsatz bei. Und auch wenn die Anleger aktuell skeptisch auf die zukünftige Entwicklung der KI- und Rechenzentrumsgeschäfte blicken, bleibt TSMC gut positioniert, um als Vorreiter in der Halbleiterindustrie zu agieren und die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Wer weiß, was die nächsten Monate bringen werden…